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„Gefällt mir“, und ne Zahl darüber. Was issen das fürn Scheiß? Natürlich gefällt mir das, sonst würde ich es ja nicht lesen, und wenn ich zufällig hier gelandet bin und es mir nicht gefällt, wo ist dann bitte der Knopf „find ich scheiße“?
Genau so habe ich noch vor wenigen Wochen gedacht wenn ich auf irgendeiner Homepage so einen „gefällt mir“ Knopf gesehen habe.
Was ist jetzt also dieser „gefällt mir“ Knopf? Der gefällt mir Knopf ist ein so genantes „soziales Plug in“ von Facebook. Toll oder? Ich hab das gelesen, und war gleich schlauer. Ihr auch?
Klären wir erst einmal was Facebook ist. Facebook - zu deutsch Gesichtsbuch - ist ein Freundschaftsnetzwerk. Da kann man sich anmelden und ein kostenloses Profil erstellen. Kaum hat man dem Facebook Computer einige Angaben über sich verraten, und der will wirklich alles wissen, schlägt der einem Freunde vor. Ich bin erstaunt, einige von den Leuten die der Computer mir vorgeschlagen hat, kannte ich wirklich. Ich muss allerdings sagen dass diese Leute alles sind, nur nicht meine Freunde.
Ich habe das mal gemacht mit dieser Anmeldung, schließlich steht auf der Facebook Seite, das Facebook jungen Künstlern, Bands und Firmen hilft Ihren Bekanntheitsgrad zu steigern. Ich betrachte mich ja als Autor und da ein Autor ein Künstler ist, entnehme ich der Facebook Seite, dass die mir helfen wollen.
Da bin ich jetzt nicht von ungefähr drauf gekommen, sondern ich hab auf so einer Internetmarketing Seite darüber gelesen, dass Facebook wirklich nützlich sein soll um die Bekanntheit seiner Seite zu steigern, und genau das wünsche ich mir ja. Fakt ist: Facebook hat in Deutschland über 11 Mio. Mitglieder, das sind rund 15% der Bevölkerung. Dieser „gefällt mir“ Knopf ist also Werbung. Wenn Du da drauf klickst machst Du Werbung, und zwar für mich! Das würde mich natürlich freuen. Dumm an der ganzen Sache ist nur, dass ich durch diesen Knopf auch Werbung für Facebook mache, und das möchte ich eigentlich überhaupt nicht. Facebook steht im Kreuzfeuer der Kritik. Handel mit persönlichen Daten, ein Anmeldeverfahren das es jedem ermöglicht die E Mail Kontaktadressen von jedermann anders herauszufinden, personalisierte Werbung, rassistische Profile, plötzliche Änderung der Nutzungsbedingungen (einstmals nur für Freunde lesbare Informationen wurden über Nacht für jedermann sichtbar) …. .So etwas wie Datenschutz scheint bei Facebook ein Fremdwort zu sein. Für weitere Informationen empfehle ich Wikipedia. Jetzt würde ich mal sagen: „Das ist ein zweischneidiges Schwert“. Ich rate jedem davon ab sich bei Facebook zu registrieren um für mich ein bisschen Werbung zu machen! Aber - über 15% aller Deutschen ist es egal das Facebook ihre Daten verschachert und auch ich habe nach reiflicher Überlegung beschlossen, dass ich damit leben kann. Schließlich weiß Facebook weit weniger von mir als auf meiner HP über mich geschrieben steht. Nur jetzt werden diese Daten kommerziell verwendet und verkauft. So, und was ist jetzt dieser „gefällt mir“ Knopf? Ganz einfach, wenn Du bei Facebook registriert bist, kannst Du da draufdrücken. Dann erscheint in Deinem Profil die Meldung: „Michael Mustermann gefällt: Wohnmobil Reiseberichte auf myhomeismycar.com“ Diese Meldung erscheint nicht nur in Deinem Profil, sondern auch auf der Facebook Startseite eines jeden Deiner Facebook Freunde. Ich hab mich da mal umgeschaut, Menschen mit weniger als 50 Freunden sind bei Facebook eine Seltenheit. Sprich, durch den Klick auf den „gefällt mir“ Knopf empfiehlst Du meine Seite auf sehr schnelle und einfache Art allen Deinen Facebook Freunden. Ob diese Menschen wirklich Freunde sind, bleibt jetzt einmal dahingestellt. Diese Schaltfläche „zu Freunden hinzufügen“ erinnert mich doch sehr an die Zettelchen aus dem Grundschulalter mit der Aufschrift: „Willst du mit mir gehen? Kreuze an: Ja – Nein – Vielleicht.“ Auch die anschließend erfolgende Statusmeldung im Profil „Peter und Michael sind jetzt Freunde“ finde ich irgendwie unheimlich doof. Aber so ist es halt, das Computerzeitalter! Für alle denen Datenschutz total am Arsch vorbeigeht, habe ich noch ein zweites „soziales Plug in“ eingebaut; links auf meiner Startseite. Es bewirbt mein Facebook Profil „Reisen ohne Geld.“ In diesem Profil habe ich für alle Reiseberichte meiner Seite eine kleine Inhaltsangabe geschrieben und sie natürlich verlinkt. Facebook hat mir das sehr leicht gemacht, da es die Meta Angaben „title und description“ ausliest und verwertet. Diese Worte waren eh bereits geschrieben, nur bis dato nicht so einfach zu lesen, da sie nicht auf meiner HP angezeigt werden, sondern nur dazu dienen Suchmaschinen eine kleine Zusammenfassung des Seiteninhaltes anzubieten. Ich denke die Meisten werden mit dem Wort -Meta Angaben- nicht viel anfangen können, ist auch egal, das ist so eine Sache die man einfach lernt, wenn man beschließt hauptberuflicher Webmaster zu werden. Wie gesagt, aus meinem Profil sind alle Reiseberichte nebst Inhaltsangabe verlinkt, und ich denke, dass es auch für nicht Facebook Mitglieder als Navigationshilfe dienen kann. Niemand muss sich irgendwo anmelden um dieses Profil einsehen zu können, es ist öffentlich. Auch dieses Profil hat eine „Gefällt mir“ Schaltfläche die sich sowohl aus dem Profil, als auch von meiner HP Bedienen lässt. Wenn Du da drauf klickst, vorausgesetzt Du bist bei Facebook angemeldet, erscheint Dein Profilbild auf meiner Startseite. Du kannst Dein Profil auch so einstellen, dass Dein Bild nicht erscheint, aber vielleicht fällt Facebook morgen ein diesbezüglich eine Änderung am Programm vorzunehmen. Da ist nix mehr mit Datenschutz, jeder Idiot weiß dann, dass Du meine Seite liest. Andererseits, gibt es irgendwelche Gründe die dagegen sprechen, dass das jeder weiß? Wenn Du keine Probleme damit hast Dich öffentlich dazu zu bekennen meine Worte zu lesen, würde ich mich freuen wenn Du auch da drauf klickst. Dann erscheint in Deinem Profil, und auf der Startseite aller Deiner Freude die Meldung: „Hans Maier gefällt Reisen ohne Geld“, und wem gefällt das schon nicht, ich denke die Klickrate wird höher sein als wenn dort steht das Dir Wohnmobil Reiseberichte auf myhomeismycar.com gefallen. Wer Lust hat, kann sich auf diese Weise auch mit anderen Lesern meiner Seite vernetzen, Ihr könnt Freunde (ich finde das so doof, das glaubt mir keiner) werden, Ihr könnt meine einzelnen Berichte im Profil kommentieren (was natürlich total toll ist, schließlich sorgt Facebook dafür, dass alle eurer „Freunde“ von dem Kommentar erfahren, was ja wiederum Werbung für mich ist) und Ihr könnt die Links teilen. Das ist natürlich die Königsdisziplin. Wenn euch so ein Reisebericht von mir besonders gut gefällt, und Ihr auf die „Teilen“ Schaltfläche drückt, kopiert sich der gesamte Linktext in euer Profil. Eure Freunde können ihn dort kommentieren und natürlich angeben, dass er ihnen gefällt. Noch mehr Werbung geht quasi gar nicht. Ihr könnt natürlich auch meine Freunde werden, ich nehme jede Freundschaftsanfrage an. Freunde kann man ja immer gebrauchen, und nie war es so einfach echte Freunde zu finden wie auf Facebook. Ein Mausklick und ich hab nen echten Kumpel den ich auf Kohle anpumpen kann wenn es nicht mehr für ein Bierchen reicht, ein Mausklick und ich hab nen Freund auf den ich mich 100% verlassen kann, jemanden der mir Ersatzteile in die Wüste bring, Lösegeld an Entführer zahlt, nen Busenkumpel den ich nachts um 3 anrufen kann um mich bei Ihm auszuheulen wenn mich die Freundin verlassen hat. Einen richtigen Freund eben. Das ich diesen Freund noch nie persönlich getroffen habe, ist ja vollkommen zweitrangig. Keine Angst, ich werde keinen von euch auf Geld anpumpen oder Ihn nachts um 3 anrufen weil ich irgendein Problem habe. Sollte mir eines Tages wirklich mal der „Arsch auf Grundeis laufen“ werde ich Menschen um Hilfe bitten die ich persönlich kenne, Menschen die meine Freunde sind weil sie meine Freunde sind, und keine Menschen die meine Freunde sind weil mir mein Computer das gesagt hat. Was ich allerdings (eventuell) tun werde ist Dir zum Geburtstag gratulieren. Natürlich öffentlich in Deinem Profil, und natürlich werde ich es nicht versäumen nen kleinen Link da zu lassen. Vielleicht wünsche ich auch frohe Weihnachten, oder ich kommentiere irgendeinen Deiner Beiträge. Im Monat Dezember 2010 wurde meine Seite von ungefähr 7500 verschiedenen IP Adressen besucht, sprich ca. von 7500 verschiedenen Computern wurde meine Seite aufgerufen. Wenn ich jetzt davon ausgehe, dass jeder Leser meine Seite von 2 verschiedenen Computern besucht, bleiben immer noch 3250 unterschiedliche Leser im Monat Dezember. 15% davon sind knapp 500 Leute. Statistisch gesehen sind ungefähr 500 Menschen die meine Seite lesen, bei Facebook registriert. Und diese Schätzung ist sehr vorsichtig. Schließlich haben 15% aller Deutschen einen Facebook Account, der Prozentsatz der Internetbenutzer die bei Facebook angemeldet sind dürfte somit weit höher liegen. Gehen wir von 500 Menschen aus, 500 Menschen die je nur 50 Freunde haben. Somit könnten im Monat Januar 2011 etwa 25000 (fünfundzwanzig-tausend) Menschen über Facebook erfahren, dass es meine Seite gibt. Darüber, wie viele von denen meine HP tatsächlich besuchen werden, und wie viele von ihnen ebenfalls auf „gefällt mir“ klicken und damit zur Verbreitung meiner HP beitragen, darüber kann ich derzeit nur spekulieren. Ich hoffe es sind viele. Aber eines weiß ich ganz genau, einen Link der in nur einem Monat 25000 Menschen erreicht hat, so einen Link hatte ich noch nie. Wenn Dir meine Reiseberichte gefallen, und wenn Du bei Facebook registriert bist, helfe mir doch bitte, es kostet dich nur einen Mausklick. Danke! Ach so, wenn du beim Lesen dieser Worte hier und da mal schmunzeln musstest, dann klick doch auf „gefällt mir“. Dann nämlich erscheint in deinem Profil die Meldung: „XY gefällt was ist Facebook auf myhomeismycar.com“. Gefallen kann Dir auch mein virtueller Fahrzeugrundgang sowie alle Seiten der Rubriken „Wohnmobil Technik“ und Aussteiger Tipps“. Werbetechnisch sinnvoll ist es aber wenn Dir jeden Monat nur ein oder zwei Seiten gefallen, da der Link auf meine HP dann immer wieder ganz oben in Deinem Profil erscheint. Sollte diese Facebook Geschichte annähernd so gut funktionieren wie ich es mir erhoffe, werde ich nicht die Mühe scheuen jeder meiner Seiten so einen „gefällt mir“ Knopf hinzuzufügen. Aber vorerst scheue ich diese Arbeit. Ich weiß zwar wie viele Leser ich habe, aber mir ist unbekannt wie viele davon „Freunde“ sind. So, jetzt habe ich erklärt was Facebook ist. Ich bin dort seit einer knappen Wochen angemeldet und weiß es eigentlich selber nicht so genau. Aber ich werde Erfahrungen sammeln, ausprobieren kann man es. Es ist kostenlos! |
