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Erstwohnsitz Campingplatz – Erfahrungen

Recht und Gesetz, Erfahrungen, Fragen und Bedenken. Das Unterforum für alle die Ihr Fahrzeug für weit mehr als den Urlaub nutzen oder nutzen wollen.

Erstwohnsitz Campingplatz – Erfahrungen

Beitragvon stefan » Mo 29. Jul 2013, 11:36

Das Thema Erstwohnsitz Campingplatz – Erfahrungen hab ich aus Day Workers Vorstellung herauskopiert.
Dort hat sich, nachdem Day Worker erzählte seinen Erstwohnsitz auf einem Campingplatz zu haben, folgende Diskussion ergeben, die ich, da ich das Thema für lesenswert und informativ halte, gerne hier leicht auffindbar zitieren möchte.


HolidayCharlie hat geschrieben:Dürfte ich denn fragen wie viel du im Jahr für den Campingplatz bezahlst? Da ich mir sowas auch schon überlegt habe evtl. 1 - 2 Jahre so zu wohnen um mehr Geld im Monat sparen zu können.



Day Worker hat geschrieben:Jetzt der Campingplatz:

Teil A - Verfügbarkeit

Bei Deiner Adresse steht "noch in Bayern", das kannst schon mal ganz vergessen. In Bayern wirst Du keinen einzigen CP finden, auf dem Du Dich mit erstem Wohnsitz anmelden kannst. Im Saarland sieht es genauso übel aus. In BW gibts ne Handvoll und je weiter Du in den Norden hoch kommst, desto einfacher wird das. Das hängt mit den Meldegesetzen zusammen, denn die sind Ländersache. Dann entscheidet noch jede Gemeinde einzeln ob sie das haben möchte.

Im Osten hab ich keinerlei Erfahrungswerte

Du schreibst nicht wo Du Dich gerne auf nem CP niederlassen willt. Ich kann Dir aber aus Erfahrung sagen: Such Dir einen Platz in der Mitte oder im Norden Deutschlands. A) findet man dort am ehesten was und b) schlägt sich das auch auf die Preise nieder. Dann noch als Faustregel - je mehr Sterne ein CP hat, desto niedriger die Chance auf einen 1. Wohnsitz.

Da kann man allerdings auch wieder tricksen: Such den nen Kumpel für die Meldeadresse und dann kannst im Prinzip auf jedem CP in Deutschland als "Dauercamper" wohnen. Zahlst i.d.R. auch nicht soviel.

Teil B - Preise

Wieviel Du im Monat zahlst hängt unmittelbar damit zusammen, wieviele "Wohnsitzcamper" so ein Platz hat und wieviele solche Plätze es in der Region gibt. Da gibts ganz starke Preisschwankungen.

Bei uns: http://www.camping-schwarzwaldblick.de/

Wohnsitzcamper in einem Mietwohnwagen zahlen 300 € monatlich (inkl. Wasser und einem Teil Gas)
Wohnsitzcamper mit eigenem Wohnwagen/Wohnmobil zahlen 180 € monatlich (inkl. Wasser)

Ich zahle 200 € (inkl. Wasser), weil ich 2 kleine Parzellen nebeneinander belege. Da stehen auch 2 Wohnwagen drauf. Den zweiten hab ich mir zum schlachten und nem induviduellen Ausbau zugelegt, musste aber bald einsehen, dass das mit meinen minimalen handwerklichen Fähigkeiten und meinem ewigen Geldmangel (ALG 2) ne Jahrhundert-Baustelle wird. Zumindest hab ich jetzt (nach einem Jahr) die Schränke fertig, hab alles innen tapeziert (Rauhfaser) und die Decke ist auch gestrichen. Jetzt wart ich auf Geld, damit ich neue Dispersions- und Abtönfarbe kaufen kann.

180 € monatlich plus Strom und Gas erscheinen jetzt viel, mit den Kosten einer Wohnung verglichen aber trotzdem noch interessant zum sparen. Aber ich hab auch schon von Plätzen gehört, wo man nur 1.000 € im Jahr mit 1. Wohnsitz bezahlt. Bei uns hier wird unterschieden ob Du "nur" Dauercamper bist oder mit 1. Wohnsitz hier wohnst. Da in den Preisen bei uns immer das Wasser inkl. ist, verlangen die halt für Wohnsitzcamper das Doppelte. Andere CP machen da keinen Unterschied, weil Wasser per Zähler abgerechnet wird.

Das hier ist z.B. der größte und bekannteste CP für Wohnsitzcamper. Da findest auch jede Menge Videos auf Youtube, der WDR hat auch darüber berichtet usw. Lohnt sich anzuschauen.

http://www.grav-insel.com/erholungszent ... ng/preise/

Also wenn Du mit 1. Wohnsitz auf nen Platz willst, dann stell Dich auf ne größere Suche ein, denn fast kein einziger CP hat das auf seiner Homepage stehen, ob man a) mit Wohnsitz dort leben kann und b) was das kostet.

Solltest Du weitere Fragen haben - nur zu. Bei dem Thema kenn ich mich aus, anders wie bei einem Wohnmobil-Selbstausbau :-)



HolidayCharli hat geschrieben:Das mit den Campingplätzen und 1. Wohnsitz etc. hört sich gar nicht mal übel an, meinen 1. Wohnsitz würde ich dann entweder bei meinem Bruder oder meinem Onkel anmelden. So wär das ganze wohl möglich und ich könnte mir einiges sparen, zahle jetzt 500€ Miete warm und Strom ca. 80 € im Monat. Da würde sich einiges sparen lassen.


Danke nochmal für die ganzen Infos, ich werd mir das die Tage mal ordentlich durchlesen, spätestens nach meinem Umzug. ^^

LG
Karl


Da ich selber nie wirklich auf einem Campingplatz gewohnt habe hält sich mein diesbezüglicher Erfahrungsschatz sehr in Grenze und ich lass euch mit dem Thema alleine.
Ich dachte nur es passt sehr gut in dieses Forum und wollte ihm ein neues Thema spendieren.
Ich hoffe keiner hat was dagegen.
Grüsse Stefan
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Re: Erstwohnsitz Campingplatz – Erfahrungen

Beitragvon Day Worker » Mi 31. Jul 2013, 08:10

Hallo,

ich werde hier immer mal wieder weiterschreiben wenn mir was zu dem Thema einfällt, wo ich denke dass das wichtig wäre und damit anfangen werde ich jetzt gleich:

Jeder der auf die Idee kommt sich auf nem Campingplatz nieder zu lassen, steht vor mehreren Problemen die erst mal gründlich durchdacht werden müssen. Ich setze jetzt voraus, dass jeder hier in dem Forum über Campingerfahrung verfügt. Hab zwischenzeitlich genug Leute kenengelernt die keine Erfahrung haben und die deswegen vor zusätzlichen Schwierigkeiten stehen. Das hört sich nämlich alles ganz toll an, solange man zuhause in seinem gemütlich warmen Wohnzimmer sitzt und jede Menge Platz zur Verfügung hat. Es ist aber ganz was anderes in D in einem Wohnwagen zu überwintern und man hat grundsätzlich halt viele m² weniger die man belegen kann. Spezielle Winterprobleme sind z.B. Druckminderer eingefroren (keine Heizung), Wasserleitung abgestellt (Wasser in Kannister schleppen), kein Gas wegen fehlenden Einkaufsmöglichkeiten (keine Heizung, nix zum kochen), Türen gehen nicht mehr zu, weil völlig verzogen (man heizt sich zu tode), zum Waschen und Duschen bei -20°C morgens um 6:00 Uhr einmal quer über den Platz latschen müssen, dann noch die ganzen Vorzelte die jeden Winter zusammenbrechen, weil niemand den Schnee runter macht usw. usw. Muss man sich wirklich gut überlegen ob man sich das antun will :lol:

Wer tut sich das an? Ich hab jetzt 4 Gruppen von Leuten gefunden:

A) Ehemalige Dauercamper die jede freie Minute auf dem Campingplatz verbringen und sich überlegen zu was sie ne Wohnung zahlen, wenn sie eh nie zuhause sind. Das sind die mit den wenigsten Startschwierigkeiten.
B) Alle mit finanziellen Problemen, das sind die meisten (da gehöre ich auch dazu). Da finden sich immer mehr Ältere mit schmaler Rente und teuren Wohnungen.
C) Aussteiger die einfach keinen Bock mehr auf unser Standart-Spießer-Leben haben, aber nicht ganz aussteigen wollen und so Sachen wie ne feste Dusche usw. benötigen. Über die muss ich am meisten lachen - denken sie wären Hardcore-Aussteiger, frieren sich aber schon bei 10°C den Arsch ab. Prädikat: Ohne westliche Zivilisation nicht überlebensfähig :lol:
D) Leute die aus besonderen Gründen z.B. keine Wohnung finden (Beispiel meine Nachbarin: Nach Scheidung Hausverkauf, hat aber 3 Katzen und nen großen Hund) und solche die unsere Gesellschaft nicht mehr haben will, wie z.B. Alkoholiker, Drogenabhängige, Leute mit psychischen Störungen usw.

Dann gibts nochmal ne Unterteilung und die ist wichtig bei der Frage welcher Camping es sein soll:
A) Mit Auto oder ohne
B) Geld vom Amt (aber ohne Rentner die mit ihrer Rente auskommen und kein ALG I), wie z.B. ALG II oder Leute die Wohngeld beziehen usw.

Warum diese Unterteilung?

Zu A) Campingplätze sind in der Regel mitten in der Pampa, da sie Erholungszwecken dienen. Also desto ruhiger gelegen - desto gut. Leute ohne Auto haben da ein Problem. Also entweder gibts weit und breit keine Bushaltestelle oder man hat keine anderweitgen Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe. Dann stellt sich auch die Frage - wo kauf ich mein Gas? Hat der CP einen eigenen Gasverkauf oder muss ich mich da selbst drum kümmern? Ich hab kein Auto, dafür einen CP der direkt am Ortsrand liegt und der nächste Aldi ist 200 m entfernt, die Bushaltestelle 300 m und in die Stadtmitte komme ich in 30 min. zu Fuss. Diese Bedingungen treffen aber auf 90% aller CP nicht zu und das ist auch der Grund warum ich hier und nicht woanders bin. Gas wird hier auch verkauft, aber die 11 kg Flaschen sind hier 4,50 € teurer wie an der nächsten Tankstelle. Die meisten Leute mit 1. Wohnsitz kaufen ihr Gas aber trotzdem hier auf dem Platz, weil sie alle kein Auto haben. Sammelkäufe an der Tankstelle funktionieren nicht, haben wir schon versucht. Das Problem ist a) dass die Leute mit Auto dann jede Woche im Winter 20-30 Flaschen kaufen und transportieren müssten, da macht hier keiner mit und b) hat die Tankstelle gar nicht so viel Gas, die wird nur 1x wöchentlich beliefert.

Zu B) Wer Geld vom Amt bekommt, kann mit seinem 1. Wohnsitz nicht tricksen, weil sonst der Nachweis wegen Miete und Nebenkosten nicht funktioniert. Die MÜSSEN einen CP haben wo der 1. Wohnsitz erlaubt ist. Alles andere könnt ihr vergessen, das gibt sonst Stress ohne Ende.

Fortsetzung folgt, mag keine Treats die kilometerlang sind
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Re: Erstwohnsitz Campingplatz – Erfahrungen

Beitragvon Day Worker » Mi 31. Jul 2013, 09:56

Vorbereitungen für das Leben auf dem Campingplatz

Wenn jemand beschließt das zu tun dann empfehle ich grundsätzlich jedem, die Planung frühzeitig zu machen und sich nach Möglichkeit 1 Jahr Zeit zu lassen. Warum? Ganz einfach: Ich empfehle jedem der noch keine Erfahrung beim Wintercamping hat sich einen Campingplatz zu suchen, wo Wohnwagen auf Zeit vermietet werden und sich dort erst mal 4 Wochen zur Probe im Januar/Februar einzuquartieren.

Urlaubscamping im Wohnwagen/Wohnmobil im Sommer, Wintererfahrungen in Spanien oder Wintercamping übers Wochenende zum Skifahren sind ganz was anderes wie einen ganzen kompletten Winter in D/A/CH im Wohnwagen zu überleben. Wer da nicht weis was auf ihn zukommt, der sollte die Finger weglassen, so jemand wird nie glücklich auf dem Campingplatz werden.

Dann die Suche selbst: Nehmt euch Zeit, denn ihr werdet sie brauchen. Wie gesagt steht das bei den wenigsten CP auf der Homepage ob man mit 1. Wohnsitz hin darf oder nicht. Da hilft nur alles abtelefonieren oder Emails schicken. Was auch noch eine Idee ist (aber nur für handwerklich begabte): Viele Gemeinden in touristischen Gebieten haben eigene kleinere Campingplätze, die zwar nur während der Saison geöffnet sind, bei denen aber oft ein Platzwart gesucht wird und der darf dann das ganze Jahr dort wohnen. Den Fall hatte ich mal mal, dass mir das von einer Gemeinde angeboten wurde.

Wer nicht in einen Wohnwagen will, für den gibt es noch die Möglichkeit eines Mobilhomes. Da gibts auch wieder CP die solche Teile vermieten. Die haben a) mehr Wohnfläche und b) sind sie meistens (die älteren Modelle nicht) besser isoliert.

Das mit der Isolation ist auch so ein Knackpunkt. Wer sich einen neuen/gebrauchten Wohnwagen zulegen will für sein zukünftiges Leben auf dem CP, der sollte sich die Firma Kabe anschauen. Die sind meiner Meinung nach die einzigen die vernünftige Wohnwagen bauen, die also wirklich winterfest sind. Das ist ein schwedischer Hersteller und die kennen sich aus mit winterlichen Temperaturen. Die deutschen Wohnwagenhersteller bauen zu 95% WW die nur urlaubstauglich sind. Die sind nie dazu gedacht gewesen bei -20°C benutzt zu werden und haben deshalb eine sehr sparsame Isolation.

Dann gibts in D noch die Firma Weippert, die bauen Schaustellerwohnwagen. Da ist allerdings der kleinste schon 8 m und der Standart sind Schlachtschiffe mit 12 m oder mehr. Die sind auch 100% wintertauglich, aber da muss man richtiges Geld investieren. Daher sind die meiner Meinung nach nur gebraucht interessant, aber von denen einen guten Gebrauchten zu bekommen ist sehr schwierig, weil selten. Dann muss man auch erst mal einen CP finden, wo man eine so große Parzelle hat, die es zulässt einen WW mit 12 m zu stellen. Wer im Lotto gewonnen hat, sollte sich nen neuen kaufen. Das 12 m Teil kostet je nach Ausstattung 50 - 60.000,- €. Für nen WW ne stolze Summe. Da gibts dann aber auch ne feste Badewanne :lol:

Wer zur Miete auf einen CP zieht muss davon ausgehen, dass er einen WW bekommt der 10-20 Jahre alt ist. Die wenigsten CP vermieten neue WW. Ich hab meinen inkl. Dauervorzelt hier auf dem Platz gekauft. Der WW ist ca. 25 Jahre alt und der Vorbau ca. 15. Damals hat man beim WW keinen Wert auf eine Winterisolation gelegt und der Vorbau war auch nur für den Sommer gedacht.

Wer sich dauerhaft auf einem CP niederlassen will, sollte sich einen eigenen Wohnwagen zulegen und sich seinen Vorbau selbst bauen und isolieren, denn sonst wird der Winter ziemlich teuer.
Day Worker
 
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Re: Erstwohnsitz Campingplatz – Erfahrungen

Beitragvon Interceptor » Do 22. Aug 2013, 23:58

Hallo Day worker ,

Ich kann Dir in vielen Punkten zustimmen und in anderen nicht.Ich passe zum Beispiel nicht in deine Typenklassen.Wohne für Kokosnüsse mit festem Wohnsitz auf einem kleinen feinen Platz für 800 Teuronen all in im Jahr.Wasser hole ich vorne am Platz für lau und Strom aus Solar.Wenn keine Sonne Ladegerät vom Landstrom zapfen lassen aber nur bis Akkus voll.Wenn kein Landstrom weil ich mal wieder über die Preise kotze Propeller mit Lichtmaschine von einem Lkw.Liefert auch bei lauem Lüftchen strom in die Akkus.
Das ganze in einem Weippert für Taschengeld aus mobile vor Jahren gekauft und nix drangemacht.Den kannst du wirklich nicht runterrocken.
Fahre seit Jahren internationalen Fernverkehr Europa und Osten.
Also lebe ich beruflich auf 2,6qm und komme ab und an in meine Villa zum chillen.

Die Preise auf deinem Platz sind für mich totaler Horror. :shock: Viel zu teuer finde ich.

Ich suche mal meine Liste raus mit CP mit festem Wohnsitz.Habe mal vor Jahren alle abgeklappert poste ich die Tage mal hier rein.

Als Tipp schon vorab.Schaut mal bei ebay und ebay kleinanzeigen da sind komplette Parzellen zu verschenken mit Wohnsitz.Die alten Camper geben auf für Kokosnüsse mit teilweise tollen Sachen dabei.Man muss halt suchen aber ist genug drin.

Kurz zu mir noch damit du die Kategorie erweitern kannst,Ich bin auf meinen langen Reisen einfach zivilisationsmüde geworden und brauche meine Ruhe für am besten kein Geld. :D

Und Geld hat mich immer schon gelangweilt.Ist halt nur bedrucktes Papier mehr nicht........

lg der outlaw@weippert
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Re: Erstwohnsitz Campingplatz – Erfahrungen

Beitragvon stefan » Do 21. Nov 2013, 19:41

Ich hatte ja gesagt ich lasse euch mit dem Thema alleine, aber vielleicht ändere ich meine Meinung und schreib doch noch mal kurz meine Erfahrungen bzw. Gedanken nieder die ich mir vor langer Zeit einmal zu dem Thema gemacht habe.
Wie gesagt, ich habe nie auf einem Campingplatz gewohnt. Aber als das bei mir in Deutschland mit dem Ärger losging hatte ich das als Option mal in Betracht gezogen.

Für mich in Frage gekommen wäre der Campingplatz Entenfang. Auch er bietet, oder bot zumindest zur damaligen Zeit Parzellen nebst Meldeadresse an.
Die hier erwähnte Grafinsel in Wesel kenne ich auch. Ein Freund aus meiner Jugendzeit hat sich dort mal ein Mädchen angelacht und wir sind mit der ganzen Clique für ein langes Wochenende mit den Rädern hoch. Damals war ich für das Thema aber noch nicht „sensibilisiert“ und fand es nur total dämlich das wir Geld zum Zelten bezahlen mussten obwohl wir auf dem Weg an so vielen Wiesen vorbeigekommen waren wo man hätte kein Geld bezahlen müssen :-)
Um dort zu wohnen war der Platz für mich auf jeden Fall zu weit entfernt von meiner Arbeit, meinen Freunden, meiner Stadt. Da kam nur der Platz am Entenfang in Frage. Auch er war weit ab vom Schuss, aber mit einem PKW, den ich damals besaß, wäre das noch im erträglichen Rahmen gewesen.
Was mich davon abhielt mir dort eine Parzelle zu mieten war gar nicht mal der Preis. Ich hätte es mir damals leisten können. Es war auch nicht das Ambiente. Auch dieser Platz war eindeutig unterteilt. Einmal in die „Gartenzwergmützenpolierzenen“ und einmal in den etwas alternativeren Bereich auf dem ich auch Freunde hatte und in dem ich mich schon hätte wohl fühlen können.
Es waren vor allem 3 Punkte mit denen ich mich absolut nicht anfreunden konnte. Das war zum einen die Nachtruhe. Ich drehe zwar gerne nachts um 3 mal mein Radio bis zum Anschlag, aber wenn ich Nachbarn habe, dann kann ich auch gut darauf verzichten. Was mich aber gewaltig störte das war die Tatsache dass es nach XY Uhr (ich hab die genaue Zeit vergessen) verboten war mit seinem Auto auf dem Platz zu fahren. Wenn ich also um 3 Uhr in der Früh heimkomme (und das war damals oft der Fall) dann hätte ich nicht mehr bis zu meinem Wohnmobil vorfahren dürfen. Das geht aus meiner Sicht mal gar nicht.
Auch die Tatsache das ich nicht mal eben mit meinem Wohnmobil den Platz verlassen kann war bei mir ein NoGo. Ich hatte damals viele Freunde, habe vieles spontan unternommen. Und wenn ich Freitags um 4 im Radio gehört habe das z.B. in Winterberg Schnee gefallen ist, dann ist es nicht selten passiert das ich um halb 5 auf der Autobahn Richtung Schnee unterwegs gewesen bin. Auf dem CP hätte ich eine Ausfahrt mit dem großen Fahrzeug 2 oder 3 Tage im voraus anmelden müssen. Sorry, aber das geht gar nicht. Das ist mein Wagen und wenn ich damit weg will, dann will ich weg. Und das will ich selber entscheiden können, wann immer ich will.
Last but not Least konnte ich mich absolut nicht mit dem Eintrittsgeld für Besucher anfreunden. Ich kann doch nicht im Ernst von meinen Freunden verlangen das sie am Eingang eines Campingplatzes Geld bezahlen müssen wenn sie mich auf eine Tasse Kaffe besuchen wollen.
Mein Stammparkplatz war damals ein Wanderparkplatz am Rande einer stark befahrenen Hauptstrasse. Alle meine Kumpels sind da vorbei wenn sie von der Arbeit kamen oder sonst wo hin sind. Und da ist es oft vorgekommen dass sie bei mir mal einen kurzen Zwischenstopp gemacht haben. Ich hab das immer gemocht. Ein Persönliches Gespräch ist ja allemal besser als telefonieren.
Wäre ich auf den CP gezogen wäre ich wohl an Vereinsamung gestorben. Nicht nur weil es am „Arsch der Welt“ war, sondern auch weil meine Freunde jedes Mal 2 Euro Eintritt hätten zahlen müssen wenn sie zu mir gewollt hätten. Dann hätten sie immer noch nicht mit ihrem Auto reinfahren dürfen und wenn sie ihren Hund hätten mitbringen wollen, dann hätte das noch mal extra gekostet.
Gerade letzter Punkt war für mich der Punkt der mich sagen ließ: „Dann doch lieber Stress mit den Bullen.

Wie schaut das den aus bei den Campingplatzbewohnern hier? Zahlen eure Freunde Eintritt wenn die euch besuchen? Ist das überall das Gleiche?
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Re: Erstwohnsitz Campingplatz – Erfahrungen

Beitragvon tomlinger » Fr 22. Nov 2013, 00:18

Interceptor hat geschrieben: Propeller mit Lichtmaschine von einem Lkw


Könntest Du uns davon ein Foto machen?
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Re: Erstwohnsitz Campingplatz – Erfahrungen

Beitragvon stefan » Fr 22. Nov 2013, 08:18

tomlinger hat geschrieben:
Interceptor hat geschrieben: Propeller mit Lichtmaschine von einem Lkw


Könntest Du uns davon ein Foto machen?


Ja, würde mich auch interessieren. Aber vieleicht nicht an dieser Stelle. Hier geht es sich ja um wohnen auf nem Campingplatz. Hier im Forum gibt es aber auch schon das Thema Windkrafträder selber bauen.
Da würde das glaube ich ganz gut hinpassen.
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Re: Erstwohnsitz Campingplatz – Erfahrungen

Beitragvon Bobby » Sa 21. Dez 2013, 11:11

Zitat : In Bayern wirst Du keinen einzigen CP finden, auf dem Du Dich mit erstem Wohnsitz anmelden kannst. Zitat Ende !

Falsch und zwar ganz und gar falsch wer diese Kühne Theorie ins Netz gestellt hat , der hat sich nie ernsthaft um so etwas bemüht.

Wir haben einen Wohnsitz auf einem Campingplatz in Bayern ! , das Problem ist einfach , das der Verfasser von Campingplätzen ausgeht wie zum Beispiel :

Knaus Camping

Eging am See

oder andere Sterne Campingplätze , was er nicht in Betracht gezogen hat , sind zum Beispiel die Campingplätze , die aus jeglichem Katalog ( ADAC u.a ) rausgefallen sind oder Plätze die so klein sind das sie nicht mal auf der Karte Auftauchen.

Wie zum Bleistift unser Campingplatz , eine Wohnsitzmeldung ist hier kein Problem.

Wir Zahlen für zwei 100 qm Parzellen 750 Euro im Jahr und ich kann hier tun und lassen was ich will ! , als auch das problem mit den Besucherkosten fällt hier gänzlich weg , eine frühere Arbeitskollegin meiner Frau war für 14 Tage zur Erholung bei uns und hat in unserem zweiten WW gewohnt , von wegen Besuchergebühr nix da !

Platz 1.)

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Platz 2 , )

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Grüße
Paul
Zuletzt geändert von Bobby am Sa 21. Dez 2013, 12:31, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Erstwohnsitz Campingplatz – Erfahrungen

Beitragvon Bobby » Sa 21. Dez 2013, 11:51

Wer im bereich Donau / Wald Passauer Land ein Unterkommen sucht , der kann sich ja bei uns mal melden ?

Diese Wohnwagen mit Bauten stehen zur Übernahme bei uns !

8 Meter mit allem drumm und drann ! Preis wird vom Betreiber bestimmt , aber da lässt sich sicher einer drehen ?

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Der Bau gehört dazu , zirka 160 qm gesamtfläche.

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Bild


Unser Nachbar Verkauft auch , KOMPLETT Eingerichtet plus eigenes Badezimmer !

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Wohnwagen ist so gut wie neu ( Bauj 2003 ) es wurde nur im WW geschlafen , innen als wäre er gerade gekauft !

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Ebenfalls Doppelparzelle mit Carport und separaten Bauten !

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Zu den Damen und Herren Duschen.

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Leere Parzellen genügend vorhanden.

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Und wie gesagt , einen Wohnsitz zu melden ist kein Thema hier , wer Interesse hat , der kann sich ja mit uns in Verbindung setzen.

vwt3turbo@gmx.de

Grüße
Paul
Bobby
 
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Re: Erstwohnsitz Campingplatz – Erfahrungen

Beitragvon Bobby » Sa 21. Dez 2013, 12:30

Entenfang ist ja Cool , sind die irgendwie falsch abgebogen ?

Preisliste Campingplatz Dauerstellplätze:

Miete: 12,60 € pro m2/Jahr
Zzgl. Nebenkosten
(Abrechnungszeitraum jeweils 01.11.-31.10.)

Kaution: 400,00 €
einmalig bei Vertragsabschluß
Kautionszinsen: 4 %

Da wüsste ich was von ne Kaution zu bezahlen , wo für ? , eventuell nehm ich Kies mit wenn ich den Platz aufgebe oder wie ????

Rechnet mal nach bei uns , für 200Qm 750,00 Euro und dett teilen wir durch 12 Monate !
Bobby
 
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