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Leben in Kreta

Leben in Kreta

Beitragvon TwinsWerner » Mo 24. Apr 2017, 11:56

Hallo Leute,

Ich beantworte ein paar Fragen die Stefan angeregt hat. Es geht hier um Kreta.
Wir waren eine kurze Weile über den Winter dort.

Wie seid ihr ins Internet gekommen? Was hat das gekostet?

Via Vodafone. Wir verwenden so ein ganz normales Huawei Hotspot Teil. Das Teil hängt meistens irgendwo mit Klettbank an der Decke rum.
In Kreta ist der Empfang recht gut, ansonsten einfach die Position ändern. Das Solarpanel ist den Funkwellen gern im Weg.
Für 8 Gig gehen 10 Euro über die Theke. In fast allen Kneipen hat es free WiFi. Gratis geht es immer irgendwo.

Wie waren die Campingplätze/ Erfahrungen beim wild Campen? Was kostet ein Pfund Brot?

Wir waren nie auf einem Campingplatz auf Kreta. In der Wintersaison ist die wilde Camperei ziemlich entspannt. Deshalb ist es nicht wild campen, sondern
entspannt campen.
Es gibt aber so ein paar "Regeln".
Wie überall, fragen schadet nicht, wenn man ziemlich in der Nähe von Siedlungen bleiben will. Hat ein paar wirklich leckere Plätze. So bis zwei
Wochen standen wir meistens, dann zogen wir weiter. Wasser auf Kreta ist oft ein seltens Gut, Tankstellen sind praktisch, oder bei Häusern fragen.
Entsorgungsstationen gibt es keine, nur auf Campingplätzen und die haben ja geschlossen im Winter. Trennsysteme sind deshalb perfekt.

Was Brot kostet, keine Ahnung. Wir machen das selber. Aber so über das Gesamte gesehen, Lebensmittel sind in etwa gleich teuer wie in Deutschland.
Immerhin haben die auf allen wichtigen Sachen 24% MwSt. drauf. Alle unwichtigen Sachen wie Unterhaltungskrempel z.Bsp hat bloss 9% drauf.

Lammfleisch ist absolut gut. Fisch essen wir weniger. Hat zuviel Gift drin.
Gemüse gibt es zwei Sorten, jene aus den Gewächshäusern, jene von Bio Bauern oder Privaten.
Gewächshauszeugs ist einfach oft ziemlich stark gespritzes Zeugs.
Bei Leuten mit Garten halt fragen. Ansonsten, wer was von Kräutern und wildem Gemüse versteht, einfach bücken und ernten.
Die Insel ist voll davon.

Die Fahrerei ist entspannt auf der Insel. Im Winter. Die Strassen sind gut. Schotterpisten hat es auch, die sind sogar sehr gut zu fahren.
Diese Schotterpisten halten einige Touristen und WoMo Fahrer ab im Süden alles zu belegen. Sehr praktisch das. Ist so eine natürliche Auslese.
Im Sommer ist der Norden meistens voller Touristen, die mieten so kleine Autos und sind die Plage. Deshalb wird es nicht so entspannt sein.

Dieselpreise sind um die 15 bis 20 Cent teurer als in Deutschland. Da die Insel klein ist, hält sich der Dieselverbrauch ja in Grenzen.

Um die Fähre kommt hier niemand rum. Die Preise kann man googeln. In der Nebensaison kann man direkt am Hafen buchen. Cash oder Karte.
Mittlerweilen sind einige Unternehmen von der EU so konditioniert, dass sie bloss noch Karte wollen.
Aber, alles andere was halboffziel abläuft, läuft mit Cash viel besser und günstiger. Kleine Märkte, Metzger usw.
Die Kreter haben von der Krise wenig mitbekommen. Krisen finden eh immer in Städten statt, weniger auf dem Land.
Auf dem Land wächst das Essen.
In den Städten auf dem Festland wachsen bloss Frust und Kriminalität.
Das spürt man, spricht man das Thema dann mal an.

Ansonsten, sehr entspannt dort zu sein, kaum Touris, kaum WoMos.
Passt

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Re: Leben in Kreta

Beitragvon Rumtreiber » Mo 24. Apr 2017, 19:14

Hallo Ernst,

na das passt ja Gut. Wir sind z.Z. am überlegen ob wir die nächste Überwinterung nicht auf Kreta machen oder Marokko.
Kannst du mir ein wenig über das Wetter im Januar-Februar erzählen. Ich meine ja das es dort doch ein wenig viel Regnet ? oder Was waren so die tiefsten Temperaturen.

Sonnige Grüße von der Algarve

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Re: Leben in Kreta

Beitragvon TwinsWerner » Mo 24. Apr 2017, 20:40

salü ihr beiden,

der heurige Winter war äusserst kalt. Für Kreta. Für uns weniger.
Ich kann mich erinnern dass wir im Osten auf der nördlichen Seite der Insel
mal in der Nacht 8 Grad hatten. Da zittern die Griechen wie Espenlaub im Sturm.
Ansonsten über den Tag um die 16 bis 20 Grad, die See so um die 16 Grad.

Wir hatten um die sieben Tage Regen in drei knapp Monaten. Die Sache ist so.
Die Insel ja nicht grad gross, kann das Wetter nicht selber generieren.
Aber, da es eine Nord/Süd Teilung gibt, durch die Berge, kannst du locker auf die andere Seite
tuckern und dort warten bis Wind und Wetter vorbei sind. Windet es im Nord-Osten, dann
fahr in den Süden. Problem erledigt.

Marokko wird ganz sicher wärmer sein und auch billiger zum Leben.

Viel Spass da unten

Ernst
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Re: Leben in Kreta

Beitragvon der Muger » Di 25. Apr 2017, 06:05

TwinsWerner hat geschrieben:... Marokko wird ganz sicher wärmer sein und auch billiger zum Leben. ...

Aber nur weit im Süden, in der Westsahara! :shock:

Im eigentlichen Marokko sind die Winter meistens kalt. An der Küste ist es dann neblig und windig und im Innenland regnerisch und und unter 5°C. Und wir hatte noch auf jeder Reise im Februar Schnee.
Dafür sind vor allem die Grundlebensmittel billig, die anderen Sachen etwa so wie in Spanien. Der Diesel kostet 1 Euro (Westsahara 70 Cent) und ein Haarschnitt 6 Euro.

liebe Grüsse vom Muger
.
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Re: Leben in Kreta

Beitragvon TwinsWerner » Di 25. Apr 2017, 08:23

ja da schau her,

ich war vor 20 Jahren mal da unten, im Sommer. Mir war da recht warm.
Und weiter hätte ich gedacht.... im Winter, hehe. Gut zu wissen. Merci Muger.
Immerhin, ich könnte den Bart sicher dort mal schneiden lassen, ev. liegt bei dem Preis
auch noch ein Haarschnitt drin.

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Re: Leben in Kreta

Beitragvon bernie » So 30. Apr 2017, 16:48

Ich denke, das kretaforum.info habt Ihr schon gefunden :-)
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Re: Leben in Kreta

Beitragvon TwinsWerner » Di 2. Mai 2017, 08:18

hallo bernie,

ne, wir haben uns nicht wirklich so informiert. Sind einfach mal hingefahren und haben uns umgesehen.
Ich habe sein 30 Jahren einen Pointerstick dabei. Und der zeigt mit die passende Richtung ziemlich zuverlässig an.
Das reicht in den meisten Fällen.
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Re: Leben in Kreta

Beitragvon Rumtreiber » Di 2. Mai 2017, 15:32

Hallo Ernst,

kann man auf Kreta noch unbehelligt von der Polizei Frei stehen? Oder gibt es dort auch schon Vertreibung und Strafe.

LG
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Re: Leben in Kreta

Beitragvon TwinsWerner » Mi 3. Mai 2017, 11:26

salü Rumtreiber,

also, ich spreche da nur für uns und offenbar unterscheiden die Kreter wie auch die Polizei zwei verschiedene Typen der "Camper" aus dem Norden.

Es gibt ja Reisende die sind extrem. Alles gratis haben wollen, sie denken die Gesellschaft schulde ihnen das und kacken gleichzeitig andern in den Garten.
Dann gibt es solche die bezahlen was sie brauchen, aber brauchen wenig. Die Bezahlung erfolgt mit Geld oder durch Leistung.

Erstere sind gar nicht mehr gern gesehen und werden von Einheimischen wie auch der Polizei oft weggewiesen. Wir haben zweimal zugesehen und
gewartet bis wir "an der Reihe" waren. Aber das waren wir nicht.
Also sind wir hin und haben gefragt warum die und nicht auch wir. Das führte dann zu der Eingangs erwähten Beurteilung. Weil wir gefragt haben. Und noch was,
Kleider machen Leute. So abgedroschen das tönt, so wahr ist das eben.
Kenn ich von meinen Asien Reisen. Wenn du in Fischerhosen rumhängst, wirst du als solcher erkannt und
beurteilt. Ich kann das auch nicht ändern, also ist es sinnlos drüber zu diskutieren.

Dann was weiter noch interessant war, was wir aber auch von Frankreich, Portugal, Spanien und sogar der Schweiz kennen, das ist der Neidfaktor.
Unser altes Hymerchen tut niemanden weh. Der ist zu klein, zu billig, zu alt. Aber das Wägelchen ist fit und kein Rosthaufen. Der Jö Faktor.

Wir waren in der Off Saison dort. Die CP's waren geschlossen. Wir haben an vielen Stränden "parkiert", das z.T. über 2 Wochen.
Wir haben jeweils, dort wo es ein Dorf oder was hat, im nächsten Laden einfach mal so gefragt, mit der vollen Einkaufstasche, wie das so sei, das mit dem stehen vorne an diesem netten Strand.
Also nix Lidel und so. Lokales Gewerbe eben.
Wir hatten drei mal eine Polizeistreife die ran gefahren ist. Zwei mal hatten die Zeit für einen Kaffee und selbstgemachten Kuchen, nachdem die zuerst LKW-Kühlcontainter Bewohner abgewiesen haben.
Einmal waren die im Stress, weil das Funkgerät die irgendwo sonst hin beordert hat. Die sind dann aber wieder gekommen. Fotos machen mit denen geht aber nicht. Versteh ich.
Aber stell dir das mal vor,
die fahren her, sagen den einen die sollen Leine ziehen, kommen bei uns dann auf einen Kaffee vorbei.

Ich weiss, der Camperboom ist nicht zudienlich in gewissen Gegenden. Habe aus Frankreich die tollsten Sachen gehört mittlerweile, dort wo wir über Wochen standen sind nun Höhenbegrenzungen und oder die
Flics weisen die Leute weg. Es sagt aber auch was grundlegendes über unsere moderen Gesellschaft , bez. deren Lenkung aus.

Ich habe ein gewisses Verständnis dafür. Leider ist es so, in vielen Fällen finden wir die Geiz ist Geil Rentner mit den fetten WoMo's dort rum hängen. Die surfen ja nicht mal in den Wellen.
Aber dann noch ihre Kassetten mit Kacke und Chemie einfach hinter das Fahrzeug kippen und weiter fahren, das tun die dann aber schon.

Es hängt von dir ab, ob und wie lange und überhaupt. Finde ich.
Beste Grüsse
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