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"Äh, turist. I want only cross. I thought nobody use this area. Sorry!" "Down to the Beach!" Kommandierte der Soldat. Ich gehorchte. "Watsch to the See!" Befahl er weiter. Mit seiner Maschinenpistole deutete er mir der Küste zu folgen und begleitete mich wortlos bis zur Grundstücksgrenze. Ein Schritt ins Wasser und ich verließ das Gelände auf die gleiche Art und Weise wie ich es betreten hatte. Noch einmal Glück gehabt hätte ich gesagt. Wieder am Wagen schaltete ich den Rechner ein und wartete auf Mitternacht. Dann nämlich müsste eine Zeitsteuerung vollkommen automatisch ein Update meiner neuen Website durchführen. Doch nichts geschah. Web to Date, das Programm mit dem ich die Page erstellt habe verfügt über ein so genantes Plug in, welches verspricht zeitgesteuerte Absätze erstellen zu können. Ich durchforstete die Hilfe Dateien, doch nichts deutete auf einen Fehler meinerseits hin. In der offline Vorschau, welche mir das Programm bietet hat das update auch hervorragend funktioniert. Nur eben nicht online. Ich nutzte google. "Web to Date Zeitsteuerung" bereits der 2. oder 3. gelistete Eintrag brachte die gewünschten Informationen. In einem Forum für Web to Date Webmaster konnte ich erfahren das die Zeitsteuerung nur offline funktioniert und man, wenn man tägliche Aktualisierungen haben will täglich neu hochladen muss. Glücklicher weise war ich nicht der Einzigste der darüber verärgert war, schließlich versprechen die Artikelbeschreibung, das pdf Handbuch und die Hilfe Dateien etwas anderes. Auf jeden Fall fand ich dort einen php Script welcher, das was ich will ermöglichen soll. Jetzt hatte ich Monate benötigt um die Programmiersprache html ansatzweise zu erlernen, jetzt muss ich mich auch noch mit php auseinandersetzen. Aber es macht mir ja auch Spaß. Zwei Nächte später hatte ich die Funktionsweise begriffen und in der Nacht vom 1. zum 2. Oktober 2009 schrieb ich die Worte: "Es ist vorbei: Diese Website wird nicht mehr aktualisiert. Meine neue Internetpräsenz findet Ihr unter: www.myhomeismycar.com" auf meine alte Page. Da es wieder Erwartens keinen Ärger auf meiner schönen Internetparkfläche gab, und es auch noch nicht Montag war, machte ich einfach weiter. Einen Tag nach der offiziellen Eröffnung schaltete ich die erste Werbemaßnahme. So dumm wie ich mich anstellte sorgte ich erst einmal dafür dass diese Seite 3 Stunden lang überhaupt nicht zu erreichen war und nur noch aus Werbung bestand. Fieberhaft versuchte ich meinen Fehler rückgängig zu machen, was mir aber so ohne weiteres nicht gelang. Schließlich führte mein Handeln doch zum gewünschten Resultat und bereits in den ersten Stunden konnte ich Einnahmen von über 1 Euro verbuchen. In der wenigen Zeit die ich nicht vor meinem Computer verbrachte ging ich hinunter zum Strand. Dort gab es einen Wurf Hundekinder
Treppe klappen, Türe öffnen, mein Hund begrüßt mich freudig und beginnt das Gebiet zu entdecken. Ich werfe einen blick ins Fahrzeuginnere. Nach über einer Woche die ich in den weiten des www verbracht habe schaut es mal wieder aus wie nach einem Bombeneinschlag. Ich stelle einen Topf Wasser auf den Herd um Spülwasser zu erhitzen und beginne während dessen den Wagen durchzufegen. Ein vertrautes "Taps, Taps, Taps" und das damit verbundene klappern der Treppenstufen kündigen an dass Flitsch zurückkehrt. "Verpiss dich, du stehst im Weg" mit diesen Worten schicke ich sie wieder vor die Türe. Artig gehorcht das Tier und verschwindet. Donnerstag, 08. Oktober 2009 - 4 Uhr und 43min in der früh. Ich bin eingeschlafen. Ich wollte es nicht, ich wollte wach bleiben. Aber ich bin einfach umgekippt. Ich muss doch aufpassen, dass bin ich Ihr schuldig. Sie würde es auch für mich tun. Das arme Tier. Nachdem ich mit abspülen fertig war, das Geschirr abgetrocknet und in den Schrank geräumt hatte, setzte ich mich in meinen Faltstuhl und schaute auf das Meer. Die LKW, von dessen Fahren sich Flitsch noch vor kurzer Zeit hatte füttern lassen waren mittlerweile weiter gezogen. Aber wo war Flitsch? Ich rief sie, doch nichts geschah. Eigentlich ist das nicht weiter ungewöhnlich, Flitsch ist ein Freigänger, eine Mischung aus Straßenhund und Hund mit Herrchen. Sie geniest die Vorzüge aus beiden Welten und ist häufiger mal für einige Zeit verschollen. In Deutschland, und auch noch in Österreich machte mir diese Angewohnheit Probleme. Da hilfsbereite Menschen das Tier alleine herumlaufen sahen und helfen wollten. Böse Zungen könnten zu dieser gut gemeinten Hilfe aber auch Kidnapping sagen. Hier in Griechenland gibt es so viele frei lebende Hunde einer mehr oder weniger, da stört sich hier kein Mensch dran. Aber irgendwie hatte ich diesmal von Anfang an ein ungutes Gefühl. Wie lange ist die Weg? 40 Minuten? Eine Stunde? Vielleicht auch anderthalb? Ich weiß es nicht. Ich beruhigte mich selbst, und redete mir ein dass bis zu 3 Stunden alles im normalen Bereich liegt. Eigentlich stimmt das ja auch, aber irgendwie hatte ich diesmal eine Ahnung. Es muss so gegen 11 gewesen sein, ich hatte gerade Kaffeewasser aufgesetzt um mich für eine längerfristige Suchaktion zu stärken, als ein Auto direkt in meinem Vorgarten parkte. Was soll den dass? Hier ist doch platz genug. "Hello, I am Michael." "Nice to meet you, I am Stefan." Ein wenig verwundert reichte ich dem Neuankömmling die Hand. "What are you doing here?" Ich erklärte auf dem Weg nach Kavala gewesen zu sein, irgendwo ne Abzweigung verpasst zu haben, auf diese Weise hier gelandet zu sein und beschlossen zu haben hier die Nacht zu verbringen, jetzt aber erst einmal meinen Hund suchen müsse da dieser davongelaufen sei. "Ah, you are here by accident, you are not gay? Shit, nobody is here that means no Sex today!" Michael klärte mich darüber auf dass ich meinen Truck auf einem, in der Szene, weiträumig bekannten Schwulentreff geparkt habe und dass es Ihn verwundere dass heute niemand hier sei. Ich beteuerte mich nicht zu dem männlichen Geschlecht hingezogen zu fühlen. Nach einem gemeinsamen Kaffe bot mir Michael spontan seine Hilfe beim suchen nach meinem vermissten Hund an. Er wolle mit seinem Wagen die rund 500m entfernte Hauptstrasse abfahren und dabei die Augen nach einem verletzten oder gar toten Tier offen halten. Ich entschied mich den Strand abzusuchen. "Flitsch, … Flitsch, …. Fliiiiitsch" halten meine Rufe durch die Nacht. Ergebnislos! Wie vereinbart traf ich mich nach einer Stunde wider mit Michael an meinem Wagen. Auch er hatte bei seiner Suche nichts gefunden. Gegen 2 Uhr in der Nacht verabschiedeten wir uns voneinander. Ich stärkte mich mit einem weiteren Kaffee, tauschte die Akkus meiner Taschenlampe und machte mich erneut auf meinen verloren gegangenen Freund zu suchen. Diesmal suchte ich an der Hauptstrasse. Zu Fuß sieht man halt mehr als aus dem Auto. "Flitsch, …. Flitsch, … Fliiiiitsch!" Wenn sie irgendwo verletzt im Strassengraben liegt und meine Stimme hört wird sie mir wohl antworten. "Flitsch, … Flitsch, … Fliiiiiitsch!" Jetzt halten meine Rufe durch die nächtliche Stille der kleinen Ortschaft. Hier und da bellte ein Hund aber nicht meiner. Gegen 6 Uhr in der Früh erreichte ich wieder mein Fahrzeug. Es dämmerte bereit und ich beschloss meine Suche bei Tageslicht fortzusetzen. Um 20 Minuten nach 7 brach ich auf.
Binnen einer Nacht scheint das Tier 3 Kilo Gewicht verloren zu haben, sie wirkt apathisch und kraftlos. Ich hebe Sie in den Wohnraum, stelle Ihr Ihren Napf direkt unter die Nase. Mein Tier zittert am ganzen Körper und bricht kraftlos in sich zusammen. Einen Tierarzt, Ich brauche einen Tierarzt - schnell! Ich räume Fahrfähig. Nein, ich schmeiße alles was herumliegt auf den Badezimmerfußboden. Alles was sich auf meinen Beifahrersitzen stapelt schmeiße ich darauf. Campingstühle, Schlauchboot, Werkzeugkasten, 3 Angelruten nebst Zubehör, eine Mülltüte die auf Ihre Entsorgung wartet und weiteren Kleinkram. Das Rad verstaue ich im Wohnzimmer, meinen Hund auf dem Beifahrersitz. 5 Minuten später starte ich den Motor. Kurz darauf erreiche ich das Haus mit der Hecke. Hoffentlich weiß der Mann wo ein Tierarzt ist. "Hallo, Jemand Zuhause??" Ich erhalte keine Antwort und drücke kräftig auf die Hupe. Nichts geschieht. Bei laufendem Motor lade ich das Rad aus und schiebe es durch die unverschlossene Gartenpforte. "Hallo!!!" Keiner da! Ich fahre weiter. Aber wohin? Zu einem Tierarzt, schon klar aber wo ist hier einer. Erstmal geradeaus. Ich frage mich wie es mein treuer Begleiter in diesem Zustand noch bis nach Hause geschafft hat, Sie muss höllische Schmerzen haben. Vor einem Kaffeehaus erblicke ich zwei Pick Up Fahrzeuge. Auf Ihren Ladeflächen befinden sich Hundetransportboxen. Ich bremse und hupe gleichzeitig. Mein Wagen stoppt mitten auf der Strasse, ich springe aus dem Fahrerhaus, renne zu den Pick Ups, stelle mich dazwischen und rufe den Gästen zu: "Who belongs this Trucks? I need an animal doktor, fast" "Slow my friend, ouer English is not so good. What´s your Problem?" Ich beruhige mich etwas. "Animal doktor, the next animal doktor? Look my dog." Ich öffne meine Beifahrertüre. "Show me, maybee poison." Der Freund meines Gesprächspartners war schon dabei eine Spritze aufzuziehen. "It´s an antipoison, maybee it´s good, but it´s definitly not bad." Mein Hund bekommt die Injektion und eine deutschsprachige Frau nimmt auf meinem Beifahrersitz platz um mir den Weg zum Tierarzt zu zeigen. Glück im Unglück, ich bin meinen Helfern dankbar und trete aufs Gas. 20, 22, 25, 30km/h ich kann der Tachonadel beim steigen zusehen und bis zur professionellen Hilfe noch rund 30 km. Verdammt, warum fahre ich so eine lahme Krücke. Die Frau erzählt mir aus Ihrem Leben: "Hier bin ich aufgewachsen, dort zur Schule gegangen, am Ende dieser Straße wohnt mein Sohn." Verdammt, es interessiert mich nicht. Flitsch stöhnt vor Schmerzen. Wir erreichen den Tierarzt. Mit Warnblinkanlage parke ich mitten auf der Hauptstrasse und trage mein halb totes Tier in die Praxis. Die Tierarzthelferin spricht English. Alle lassen Ihre Arbeit liegen, mein Tier hat Priorität.
Samstag, 21. November 2009 Heute ist der erste Tag seit dem tot meines Hundes an welchem ich den Laptop anschalte um meine Erlebnisse niederzuschreiben. Ich wollte einfach von nix was wissen, wollte mit mir alleine sein, habe mich in die Arbeit der Tierstation geflüchtet, habe mich mit meinen neuen Tieren beschäftigt. Vielleicht wollte ich etwas wieder gut machen? Vielleicht habe ich insgeheim dieser Seite die Schuld für den tot meines Freundes gegeben. Es stimmt schon, bei all der Programmiererei habe ich sie ein wenig vernachlässigt. Weit über ein Monat ist vergangen seit ich meine letzten Aufzeichnungen gespeichert habe. Jetzt ist es kurz nach 8 Uhr am Abend, die Nacht ist noch jung und ich habe morgen frei. Also fange ich an zu erzählen, und zwar dort wo ich aufgehört hatte. Gegen 5 Uhr hupt es neben meiner Wohnung. Vater ist da, ich hatte Ihn schon erwartet. Ich trage mein Tier in den Kofferraum seines Mitsubishis. "Wer fährt??" Ich weis das Vater ein wenig Nachtblind ist und sich immer über Nachtfahrten beschwert. Dennoch will er fahren. Nutzlos sitze ich auf der Beifahrerseite. Ich bin machtlos, habe noch nicht einmal die Kontrolle über das Fahrzeug welches meinen Freund zur Rettung transportieren soll. Ohne die zulässige Höchstgeschwindigkeit zu überschreiten gleiten wir über die verlassene Autobahn Richtung Thessaloniki. Am rechten Fahrbahnrand Hinweisschilder: "Thessaloniki 100km; Thessaloniki 85km; Thessaloniki 60km" Nach einer endlosen fahrt erreichen wir das Stadtzentrum. Vater programmiert sein Navigationssystem. Wir folgen der Computerstimme. "Jetzt rechts abbiegen." Rechts ist eine Tankstelle. Wir stehen im Stau, bewegen uns keinen cm. "In 300m links abbiegen. --- Jetzt links abbiegen." Vater bemerkt seinen Irrtum. Das Navigationsgerät befindet sich im Simulationsmodus. Er programmiert es erneut. Nun funktioniert es auch und führt uns schnell und sicher zur Universitätsklinik. Es ist etwa halb 7 in der früh, dennoch ist das Gelände belebt. "Animal doctor?" Rufe ich dem erstbesten Menschen entgegen den ich sehe. Er deutet mit seinem Arm geradeaus. Wir fahren weiter. "Animal doctor?" Diesmal deutet der Arm auf ein Gebäude. Wir parken und ich renne ins Haus. Im Flur warten Männer und Frauen mit Ihren kranken Tieren. "Here animal doktor?" Frage ich eine junge Frau im Schwestern Kittel. "Yes, what´s your problem?" "My dog is nearly dath, can I bring him?" Selbstversändlich antwortet die Tierarzthelferin. Ich renne hinaus, öffne den Kofferraum - sie lebt! Wieder einmal wird alle Arbeit eingestellt, mein Tier hat Vorrang. Vorrang vor dem Pudel verschnitt mit einem Grashalm im Ohr, Vorrang vor den Impfterminen, Vorrang vor allen anderen. Ein Arzt, eine Schwester, noch ein Arzt. Fünf oder 6 Weißkittel versammeln sich um mein Tier. "Ein Tag hier im Operationssaal kostet 100Euro, sollen wir dass machen?" werde ich gefragt. Selbstverständlich sollen die, um ehrlich zu sein hatte ich mit 500 gerechnet. Flitsch kommt auf eine Bare und wird in den Röntgenraum geschoben. Dann muss ich mich von Ihr verabschieden, hier darf ich nicht mit hinein. 10 Minuten, oder eine viertel Stunde warte ich, dann öffnet sich die Türe. "She eat some bone" Bekomme ich erklärt und die Ärzte zeigen mir die Röntgenbilder. Ich habe für euch den tödlichen Knochen mal eingekringelt.
Es half, die zwei sind so goldig und richtig gute Freunde. Die musste ich einfach beide nehmen. Als ich mich halbwegs gefangen hatte werde ich gefragt ob ich das tote Tier mitnehmen möchte. Spontan antwortete ich mit: "Ja". Eigentlich hatte ich mir geschworen nie wieder mein totes Tier mit aus der Tierarztpraxis zu nehmen nachdem ich so geheult hatte als ich meine Susi (mein erster Hund) im Elterlichen Garten begraben musste. Hier ein Foto:
Mein rasierter Freund lag vorne im Boot, neben Ihm die Flasche Ouzo aus welcher ich mich immer wieder stärkte. In den Ruderhaltern klemmte eine Schaufel. Ich ruderte der Insel entgegen unablässig meinen Blick auf das tote und entstellte Tier gerichtet. Ich hatte sie nicht in eine Decke eingewickelt, ich wollte sie sehen. Vielleicht wollte ich den Schmerzt, die Tränen, die Trauer - ich weis es nicht. Mit jedem Meter, mit jedem Ruderschlag sah ich die Sache nüchterner und realistischer. Es tat gut Zeit zu haben - Zeit - hier draußen auf dem Meer, ungestört! Alleine mit den Wellen, einer Flasche Ouzo und meinem toten Kameraden. Mit mir näherte sich ein Fischerboot dem Eiland. Dank seines Motors war es schneller und begann in der kleinen Bucht ein Netz auszulegen. Ich dümpelte in einigen hundert Metern Entfernung auf der See und wartete darauf alleine sein zu können. Schnell war ein großes Loch ausgehoben und nur als ich Sand auf meinen toten Kameraden schaufelte stiegen mir noch einmal Tränen in die Augen. Hier findet sie Ihre letzte Ruhe.
Am nächsten Morgen bat ich meine Eltern noch einmal die wenigen Kilometer nach Aspervalta zu fahren. Hier kannte ich mich aus, und ich wusste wer dort unter der Treppe zu einem Gartenkaffe wohnt. Schon als ich hier so lange Zeit verweilte um an dieser HP zu basteln besuchte ich sie regelmäßig und schon damals hatte ich dort meinen kleinen Liebling. Er sollte nun mein neuer Wegbegleiter werden. Aber erst einmal war Baden angesagt.
Die nächsten Tage fuhren wir kreuz und quer durch die Landschaft. Ich zeigte meinen Eltern alle Plätze an welchen ich die vergangenen 6 Wochen gewohnt hatte. Jetzt, in der Nachsaison, ist das Meerwasseraquarium nicht nur 24 Stunden am Tag beleuchtet, es ist obendrein auch noch vollkommen veralgt. Niemand fühlt sich dafür zuständig es zu reinigen. Die Tiere warten nun darauf in Ihrer grünen Brühe zu ersticken. Nächstes Frühjahr fährt bestimmt ein Fischerboot hinaus um neue Fische, Langusten und Quallen zu fangen welche dann zur Unterhaltung Divisen bringender Touristen leiden dürfen. Die wilde Hündin mit dem Angelhacken in der Lefze ist weiterhin verschollen dafür zeigt die, an dem Strand an welchem ich Marco und seine Finanzkräftigen Pauschal Abenteurer traf, deutliche Anzeichen einer Trächtigkeit. Nicht nur ich, sondern auch meine Eltern sind groß im Hundefüttern. Nur schreiben sie keine Homepage darüber. Sie erweben einen Sack Futter (Das was ich für Flitsch gekauft hatte werde ich dann wohl bald wegschmeißen weil meine neue Begleiterin erst einmal Welpenfutter benötigt, aber mein Futter wollten die zwei nicht, da könne man ja auch rasch neues kaufen.) und wir spielen regelmäßig Versorgungsfahrzeug für das Tier. Meinen Winzling habe ich dann übrigens Möff genannt. Ficken ist wahrscheinlich doch nicht so ein toller Name. Eines Abends sagte sie Ihren Namen selber. Sie nahm meinen Daumen in den Mund, trat mit Ihren Vorderbeinchen gegen meinen Handballen und sagte: "Möff". Schon die Kinder von Flitsch konnten dieses Wort aussprechen wenn sie an den Zitzen Ihrer Mama saugten was Ihnen den Spitznahmen Möffelbande eingebracht hat. Meine Wiener Freunde erinnern sich sicherlich. Möff war immer dabei, und weil so ein kleiner Hund nach 10min Fußweg vollkommen erschöpft ist muss man Ihn eben tragen. Entweder unter dem Pulli
Viel unternahm ich nicht mit meinen Eltern. Die vorangegangenen Erlebnisse drückten ein wenig die Stimmung wofür ich mich hier noch einmal entschuldigen möchte. Ich war halt echt nicht sonderlich gut drauf in dieser Zeit. Es drehte sich irgendwie alles um Hunde. Wir fuhren noch einige Male zurück zu Möffis Welpenstube so dass sie nach Herzenslust mit Ihren Geschwisterchen herumtollen konnte. Sogar die Milchbar öffnete noch einmal Ihre Pforten für mein Tier.
Dann ging es noch zu dem Tierheim der Dame welche mir einen Hund aufschwatzen wollte als ich den meinigen noch nicht ganz unter der Erde hatte. Vielleicht könnte ich mich ja dort nach der Abreise meiner Eltern ein wenig nützlich machen. Aber schon der erste Eindruck schreckte mich ab.
Bei herrlichstem Sonnenschein steuerte ich das Fahrzeug über die serpentinenreiche Küstenstrasse. Eigentlich hätte ich die Fahrt genießen können, säßen auf meinem Beifahrersitz nicht zwei Hunde die ständig nachschauen müssen warum "Ihr" Mensch da an so einem großen runden Rad dreht, säßen dort nicht zwei Hunde die mir Ihre Pfötchen ins Gesicht schlügen und mir kleine Küsschen ins Ohr geben würden. Wie will man denn so fahren? Flitsch hätte hinten mitfahren müssen. Nun sitzt vorne, auf dem Platz an dem sie auch so gerne gesessen hätte, ein Tier welches ich in wenigen Minuten abgeben werde. Ist das gerecht? Sie durfte es nicht, weil sie gut erzogen war, und so ein dahergelaufener Straßenhund darf vorne sitzen weil er es eben nicht ist. Nach einigen Kilometern kehrt Ruhe ein. Möff schläft einen festen Welpenschlaf und auch Schecki hat sich zur Ruhe gelegt. Ich drehe die Musik auf und bin mit meinen Gedanken bei Flitsch. Kurz vor dem Ziel reißt mich ein gurgeln aus meinen Tagträumen. Schecki hat sich übergeben, anscheinend verträgt er das Autofahren nicht sonderlich gut. Er hat Schaum vorm Maul und schaut nicht wirklich fitt aus. Egal, da muss er durch. Am späten Nachmittag erreiche ich nach langer Suche die Tierstation. Ich parke ein und hebe meinen kleinen Freund auf den Boden. Schecki macht keine Anstalten sich zu erheben. Ihm ist übel. Ich lasse Ihm die Türe offen und gehe Richtung Station. An dieser Stelle möchte ich die Griechenland-5-Seite unterbrechen. Meine Erlebnisse und Erfahrungen während meines Aufenthalts in der Tierstation lest Ihr ab morgen auf der Sonderseite: Tierheim Nikiti. Heute möchte ich nur ein Video zeigen welches ich während meines Aufenthalts in dieser Station produziert habe. Ursprünglich habe ich es für mich und nicht für diese Seite erstellt. Als ich zum wiederholten Male die Bilder meines verstorbenen Tieres betrachtete habe ich begonnen, sie in ein separates Verzeichnis zu kopieren damit ich nicht immer all die anderen Fotos auf welchen meine Flitsch nicht zu sehen ist weitersappen muss. Dann hab ich die schlechten gelöscht, auf Diashow gedrückt und mich in meine Couch zurückgelehnt. Mein Radio spielte Musik, sie passte zu den Fotos. Nein, sie musste zu den Fotos. Nach ungezählten Tränen war das Teil dann fertig. Ich muss es zeigen!
Ziemlich genau einen Monat habe ich in der Station ausgeholfen. Leider war mein Abschied nicht wirklich freundschaftlich. Wahrscheinlich stellte ich zu viele unbequeme Fragen. Ich bin voller Enthusiasmus gekommen und wäre gerne länger geblieben. Ich hätte gerne vieles gelernt. Leider wurde mein Wissensdurst nur in den seltensten Fällen gestillt. Leider kam ich mit den Menschen nicht klar. Sie waren deutsche, und genau so haben sie sich verhalten. Jetzt zieht es mich weiter, ich verweilte lang genug in Griechenland. Aber ich kann nicht. Erstens fehlen mir noch die Impfdokumente meiner Tiere und zweitens ist mein Wagen nicht in einem fahrbereiten Zustand. Samira, die Stationsleitung die mir die Papiere besorgen soll befindet sich noch im Heimaturlaub und wird erst in einigen Tagen zurückerwartet. Also habe ich Zeit und kann die Reparatur meines Fahrzeugs in aller Ruhe angehen. Nach der Zeit des Frühaufstehens ist eh erst einmal ausschlafen angesagt. Außerdem habe ich meine eigenen Tiere recht vernachlässigt. Sie waren mehr oder weniger den ganzen Tag alleine, denn in die Station durfte ich sie aufgrund von Ansteckungsgefahren bis zum Schluss nicht mitnehmen. Ich wanderte nach Ag. Nicolaos und mehrfach nach Nikiti. Auf diesen Wegen lernten meine Tiere auch die gefürchteten Schäferhunde kennen.
Einen Tag darauf, wir streiften gerade durch die Berge zwischen Tierstation und Ag. Nicolaos fand Scheckie einen Riesenknochen. Oberschenkel und Schienbein eines recht großen Tieres. Wahrscheinlich von einer Kuh. Augenblicklich begann er die verwesenden Fleischstücke herunterzuknabbern. Ich stahl ihm seine Beute, verpackte sie in einem der leeren Müllbeutel, die ich immer bei mir zu tragen pflege und warf sie Zuhause in einen Kochtopf. 20 Minuten kochen von jeder Seite, dann das Ekelfleisch mit der Drahtbürste runterschrubben und meine Tiere feierten Weinachten.
Die nächsten zwei Tage verbrachte ich mit meinem Laptop Computer an einem ehemaligen Wehrturm. Ich hatte viele Erlebnisse niederzuschreiben und hier gab es nicht nur eine phantastische Aussicht sondern auch eine Sitzbank. Außerdem können die Hunde nach Herzenslust umehrtollen. Ich muss nicht befürchten dass sie zum Zaun der Tierstation laufen und ich mir einen Vortrag über Ansteckungsgefahren anhören muss. In Nikiti machte ich meine Tiere vorsichtig mit Katzen bekannt.
Mit jedem Tag den ich mit meinen Hunden verbrachte besserte sich deren Beziehung zu mir. Spielchen wie 3 Meter vor mir stehen bleiben wenn ich sie rufe, und wegrennen wenn ich sie einfangen will, gehören der Vergangenheit an. Entweder sie kommen, oder sie kommen eben nicht. Aber meistens kommen sie. Scheckie hab ich mittlerweile sogar schon von einer Katze zurückgerufen. Sie können Sitz und Platz, und ich kann mich bereits einige Meter von ihnen entfernen ohne dass sie aufstehen. Aber noch fehlt das Vertrauen sie unangeleint vor einem Supermarkt warten zu lassen. Deswegen warten sie an der Leine.
Am 28.11.2009 fand ich nichts im Container. Dafür lernte ich Gudrun und Gisela kennen. Möffi begrüßte die beiden deutschen Damen freundschaftlich, so dass ich mit ihnen ins Gespräch kam. Gudrun lebt seit geraumer Zeit hier in Griechenland und Gisela ist angereist um mit ihrer Freundin deren 70sten Geburtstag zu verbringen. Ich saß gerade auf meiner Internetbank, auf der gleichen auf der ich schon im zeitigen Frühjahr gesessen habe, als die beiden mich auf einen Kaffee einluden. Was ich dort gemacht hätte fragten sie mich und ich erzählte davon eine Homepage zu führen. Da wollten sie natürlich auch drauf. Also, bitteschön ihr Beiden, jetzt seit ihr online.
Einen Tag später blickte ich zum letzten Mal von der kleinen Anhöhe, auf welcher ich so viele Spätsommernächte verbracht hatte um die Aussicht über die kleinen Ortschaften zu genießen und den sich im Wasser spiegelnden Mond zu bewundern, zurück auf mein Fahrzeug und die Station.
Ich hab `nen Job. Es kommt Kohle rein für Welpenfutter. Wow! Damit hätte ich nicht gerechnet. Zurück an der Station fragte ich zum vorerst letzten Mal nach meinen Dokumenten. Doch Samira befand sich mal wieder in Deutschland. Die rund 3 km von der Tierstation bis zu meiner neuen Arbeit fahren meine Hunde im Wohnraum mit. Das müssen sie lernen und der Weg ist nur kurz. Am nächsten Morgen lasse ich die Tiere wieder alleine. Das kennen sie ja schon, und es klappt stundenweise recht gut. Aber diesmal werden es 6 Stunden ohne Unterbrechung. Ich glaube nicht das Möffi so lange einhalten kann. Die Kleinen tun mir echt leid, aber da müssen sie durch. Ohne Maloche kein Futter, ob sie es verstehen oder nicht. Pünktlich um 8 war ich an der Arbeit. Es regnete und ein unangenehm kalter Wind blies durch den Neubau. Es wurde halb neun - es wurde neun. Niemand kam! Ich beschloss noch einmal zu meinen Tieren zu gehen. Gegen halb 10 war ich zurück. Es war immer noch niemand anwesend. Es wurde 10 und ich fühlte mich vollkommen verarscht. Haben die sich alle gegen mich verschworen? Wollen die mich verscheißern? Ich war gerade in Begriff stock sauer „meinen Arbeitsplatz“ zu verlassen als Niko um die Ecke kam. „Tut mir leid, musste ich zu andere Kunden. Hat sich beschwert. Nix gut.“ Er schloss mir den Bau auf, drückte mir einen Spachtel in die Hand und sagte: „Fängst du an, muss ich noch mal weg.“ Gegen 12 war ich fertig. Ich wartete nur kurz, dann holte ich meine Tiere. Zu dritt warteten wir auf die Dinge die da passieren. Gegen halb 3 kam Nico. „Habe ich Scheiße gebaut, Kunde sauer. Muss ich machen, morgen auch. Kannst du spachteln? Hier ist Schlüssel versteckt, kommst du um 8 und fängst an die Rigipsdecke zu spachteln. Muss ganz glatt.“ Mit diesen Worten drückte er mir drei 10 Euro Scheine in die Hand und verabschiedete sich. Der erste Arbeitstag ist vorbei. Ich habe 30 Euro mehr als vor wenigen Minuten. Mein erster richtiger Job seit langem. Natürlich kann ich Rigips spachteln. Der Kerl wird Augen machen. Ich ging in die Stadt. Vielleicht finde ich ja auch noch was zu essen. Aber ich hatte Pech. Mehr Glück als ich hatten diese Schafe.
Erlebnisreicher als die Arbeit war meine Freizeit. Der zeitige Feierabend ließ mir noch ausreichend Zeit mich um meine Tiere zu kümmern und das Umland zu entdecken. Bis Freitag den 4.Dezember parkte ich in unmittelbarer Nähe meiner Arbeit. Aber Freitagmorgen, es war so gegen 5 Uhr in der Früh, klopfte es an meinem Wagen. Erst stellte ich mich schlafend bzw. nicht anwesend doch die von außen hereindringenden Geräusche weckten Besorgnis. Es klapperte und rumpelte aus allen Ecken. Überall war Motorenlärm und ein undefinierbares Stimmengewirr. Ich zog mich an und sprang aus meinem Fahrzeug. „Buisnes, Bazar, Bazar! You must move!“ Augenscheinlich parkte ich meine Wohnung genau an dem Platz der sich Freitagsmorgens in einen Markt verwandelt. Schlaftrunken startete ich den Motor und fuhr zu einer schöneren Stelle.
Auf dem Rückweg fängt Möffi plötzlich an zu bellen. Wie eine Kampfratte versteckt sie sich zwischen meinen Beinen und kläfft aus Leibeskräften. Ich drehe mich um und erblicke Bärli und seine Schwester. Bärli ist eine Mischung zwischen Bernhardiner und Braunbär, und seine Schwester hat etwas weniger von dem Bären abbekommen. Ich habe ja keine Angst vor Hunden aber als mich diese zwei Kameraden neugierig beäugten fühlte ich mich nicht so wohl in meiner Haut. Schnell bemerkte ich, dass von den Beiden keine Gefahr ausgeht. Sie sind eben so sanftmütig wie groß. Wie alle Hunde die ich treffe, erhalten auch diese einige Leckerchen und werden auf Ungeziefer untersucht. Schon habe ich zwei neue Freunde die die nächsten Wochen bei mir bleiben sollten. Supermarkt Besuche werden nun noch teurer. Den Bärli und seine Schwester sind nicht nur bärengroß sie haben auch einen Bärenhunger. Am Nachmittag des 9. Dezembers schlägt das Wetter um. Es regnet Bindfäden. Das ist auch der Grund warum ich am morgen des 10. zu spät zur Arbeit komme. Gut verpackt gehe ich los und bahne mir meinen Weg durch die Regentropfen. Etwa auf halbem Weg kehre ich um. Die Strasse ist überflutet
Am Nachmittag hatte der Regen etwas nachgelassen. Mit Scheckie und Möff ging ich in den Wald. Dort musste Scheckie lernen, dass es noch andere Vierbeiner gibt als Hunde, Katzen und Schafe.
Der Regen hörte nicht auf, Straßenüberschwemmungen prägten das Stadtbild.
Es regnet Bindfäden. Mich zu Fuß bis zur Tierstation durchzukämpfen um nach meinen Papieren zu fragen macht keinen Sinn. Am 22. schien wieder die Sonne. Zusammen mit Möff, Scheckie, Bärli und Bärlis Schwester mache ich mich auf den Weg. Kurz vor der Mittagspause erreiche ich mein Ziel. Meine Gesprächspartnerin heißt Katarina: „Ich weiß nix über deine Papiere, du kannst doch nicht einfach so vorbeikommen! Da muss man vorher mal anrufen. Samira ist nicht zu sprechen Ihr Baby ist krank.“ Ich hinterließ meine Telefonnummer und bat um schnellst möglichen Rückruf. Außerdem fragte ich danach, ob die Station eventuell einen guten Platz für meine zwei übergroßen Freunde hat. „Ne, die bekommen wir ja nie vermittelt, und lass die nicht so nah an den Zaun, du weißt ja nicht welche Krankheiten die haben.“ Ich könnte diese Frau durch den Mixer drehen, verabschiedete mich aber freundlich und wartete auf die Dinge die da so passieren. Es passierte gar nix, oder doch? Am Abend des 24. Dezembers, Heiligabend, klopfte Berti an mein Auto. In seinen Händen hielt er ein kleines Weihnachtsgeschenk. Ein Six-Pack Bier! Danke Berti, Impfdokumente wären mir allerdings lieber gewesen. Am 27. besuchte mich Iona. Die Besitzerin von Maja, dem Pudel - Verschnitt mit Grashalm im Ohr,
Am Abend versendete ich eine E Mail in welcher ich nach dem verbleib meiner Papiere fragte. Am 29. war diese noch immer nicht beantwortet und ich machte mich noch einmal auf den Weg persönlich nach deren Verbleib nachzuforschen. Diesmal öffnete mir Nico. Ich ging zu Samira und musste mir anhören dass es derzeit sehr schwierig sei Impfdokumente aufzutreiben. Aber die zweimalige Injektion des Impfstoffes hätte keinerlei Nebenwirkungen und sei vollkommen unbedenklich. Außerdem könne ich ja auch nach Modanjau fahren und mir meine Papiere bei dem mit der Station zusammenarbeitenden Tierarzt selber abholen. Ich wurde ein wenig unfreundlich und äußerte Worte wie: „Wenn Ihr impft, müsst Ihr auch die Papiere besorgen, langsam werde ich richtig sauer!“ Dafür wurde Bärlis Schwester aufgenommen. Bärli war mir an diesem Tag nicht gefolgt ich wollte ihn aber so schnell wie möglich vorbeibringen. Zum zweiten Mal hinterließ ich meine Telefonnummer und machte mich auf den Heimweg. Mein Weg führte mich an der Trinkwasserstelle vorbei. Es ist schon ein ungewohnter Anblick. Egal um welche Uhrzeit man diese 7, in eine Betonwand eingelassenen Wasserhähne passiert, irgendjemand befüllt dort immer Kanister oder PET Flaschen. Meist kommen die Menschen mit Autos aber einige alte Frauen fahren ihr Trinkwasser auch mit kleinen Handkarren nach Hause. Diesmal parkte vor der Wasserstelle eine VW Pritsche mit deutschen Kenzeichen und der Firmenbeschriftung eines Malerbetriebes. Von der Ladefläche bellte ein Hund. Ein Mann mittleren Alters in bereits mehrfach reparierter Jogging Hose, mit Vollbart und einer recht abgetragenen Lederweste war damit beschäftigt sein Wasser einzuladen. „Alles Deutsche oder was?“ startete ich ein Gespräch. Der Mann hieß Gerhard und wohnt bereits seit 12 Jahren hier in Nikiti. Deutschland sei ihm zu spießig, aber die Griechen seien auch nicht viel besser. Wir unterhielten uns über Gott und die Welt. Ich erzählte davon, dass ich bereits seit geraumer Zeit ein paar Schuhe erwerben möchte, aber einfach kein Geschäft finde das welche führt. In Deutschland gibt es an jeder Ecke `nen Kick oder so etwas, aber hier sind diese Textildiscounter vollkommen unbekannt. Gerhard meinte er habe noch welche in meiner Größe übrig und wolle sie mir die Tage mal vorbeibringen. „Ich bin übrigens Maler und immer auf der Suche nach `nem Job.“ sagte ich zu ihm und deutete auf sein Fahrzeug.“ „Ach so, ne. Den hab ich gebraucht gekauft. Ich tue nix mehr. Nach rund 30 Minuten smal talk reichte mir Gerhard seine Visitenkarte. Unter seinem Namen stand: NOA Ich ging viel spazieren während ich auf einen Anruf von Samira wartete. Ich entdeckte einen Einsiedler der allem Anschein nach seinen Strom mit selbstgebauten Windrädern produziert
Da ich keinen eingehenden Anruf erhielt, beschloss ich auf die Impfdokumente zu scheißen. Mobbing auf dem Rücken der Tiere, ich habe es bereits schon einmal so artikuliert. Jetzt bin ich mir sicher. Aber die zweimalige Injektion von halb toten Krankheitserregern soll ja vollkommen unbedenklich sein. Sobald meine neue Lederhose, die mir Hanno, alias Zottel, postlagernd nach Nikit gesendet hat eingetroffen ist, werde ich noch einmal persönlich nach den Papieren fragen und dann werde ich abreisen. Ob ich sie habe oder nicht. Noch einmal lasse ich mich nicht vertrösten. Am morgen des 2. Januars 2010, ich wollte gerade mit meinen Hunden Richtung Postamt spazieren hielt hinter meinem Wagen Gerhard und brachte mir meine neuen Schuhe. „Ich hab da ein bisschen was zu bauen, wenn du Zeit und Lust hast kannst du mir ein paar Tage helfen.“ Keine 10 Minuten später war ich damit beschäftigt große Felsbrocken auf die Ladefläche von Gerhard´s Pritschenfahrzeug zu werfen. In den folgenden Tagen holten wir bestimmt 40 Kleintransporter voll mit Felsen, in der Natur abgekipptem Bauschutt den wir wieder aufsammelten und Kies welchen wir aus einem nahe gelegenen Bachbett schaufelten.
Diesen Schutt kippten wir auf eine vom Regen aufgeweichte Fahrspur um ihn anschließend mit einer Schicht Beton zu übergießen.
Wir passierten ein notdürftig eingezäuntes Grundstück auf welchem einige Hühner gehalten wurden. Außerdem zog dort ein Hundepärchen seinen Nachwuchs groß. Bobby setzte zum Sprint an als er die Hundekinder erblickte und ich glaubte er wolle diesen freundschaftlich „hallo“ sagen. Doch kaum hatte er einen der Welpen erreicht, biss er zu und schüttelte ihn, so wie ein Hund eben seine erhetzte Beute totschüttelt. Ich riss die Schiebetüre auf und sprang aus dem fahrenden Auto. „Bobby pfui!“ Ich rannte in Richtung der Tiere. Bobby ließ von seiner „Beute“ ab. Da lag es, das kleine rund 8 Wochen alte Hundekind. Aus seinem Maul rann Blut, das kleine Bäuchlein war von Beschwichtigungsversuchen vollgepinkelt. Ich hob es an, lose baumelte der Kopf nach unten. Genickbruch! hätte ich gesagt. Aber das Hundeherzchen schlug. Ich weiß nicht ob ich richtig reagierte, aber in meinen Augen gab es keine Chance mehr für den Kleinen. Ich legte ihn vor die Reifen des tonnenschweren Kleinbusses wendete mich ab und sagte: „fahr!“ Gerhard zögerte. Ich drehte mich noch einmal um und rief: „Nun fahr doch endlich, erlös den Kleinen.“ In diesem Moment rollte das Fahrzeug an und ich sah wie unter seinem Gewicht der Schädel des Hundekindes zerplatzte. Grauenhaft, ich werde diese Bilder wohl niemals vergessen. Wortlos fuhren wir weiter. An diesem Tag war Feierabend. Am Vormittag des 9. Januars hatte Gerhard einen Arzttermin. Ich nutzte die Zeit um meinen Wagen umzuparken. Rund 4 km von seinem Haus entfernt besitzt er ein weiteres Grundstück. Dort hat er einen alten Eisenbahnwagon und ein kleines Häuschen. Im Sommer, wenn er Gäste in einer seiner Ferienwohnungen hat ist er, wie er sagt, fast nur hier oben. Wenn es ihm nach ginge, hätte er das Haus schon längst verscherbelt und würde ganz hier oben leben. Aber seine Frau kommt nicht ohne ihre Waschmaschine klar, erzählt er mir. Dieses herrliche Gelände wird nun jedenfalls meine Heimat für die nächste Zeit.
Eigentlich ist wieder alles so wie vor meiner Abreise. Ich bin wieder Sklave meines Mobiltelefons, da ich noch immer auf einen Anruf von Samira warte. Wenn ich zur Arbeit will lade ich meine Hunde ins Auto und fahre, anstatt zu Fuß zu gehen und schon bald sollte ich meinen Auftraggeber nur noch zur Geldübergabe zu Gesicht bekommen. Doch noch hat Gerhard immer neue Ideen. Kaum ist seine Straße fertig gestellt beginnt er mit dem nächsten Projekt. Seine Werksatt wird ausgeräumt und ein Betonboden eingegossen auf welchem anschließend ein Natursteinboden verlegt wird.
Aber die Frage, wann wir uns wo treffen, hat sich eh erst mal erübrigt. Die Arbeiten an Gerhard´s Haus sind abgeschlossen. Jetzt heißt es Zaun bauen und zwar direkt an meinem Wohnort. Das Gelände rund um den Eisenbahnwagon ist bereits mit alten Paletten eingezäunt aber auch das kleine Häuschen auf der anderen „Straßenseite“ soll so eingezäunt werden. Paletten und Eisenstangen hat Gerhard reichlich vom Schutt angekarrt und seit geraumer Zeit gesammelt. In einem rund 2 Stündigen Gespräch klären wir, wo der Zaun gebaut werden soll, dann fange ich an. Zunächst sortiere ich die Paletten und lege sie dort hin wo der Zaun entstehen soll. Einen Tag darauf beginne ich ihn aufzustellen.
Verärgert lasse ich alles liegen, setzte mich ins Auto und fahre ins Stadtzentrum um eine Neue zu erwerben. Gar nicht so einfach in dem Kuhdorf. Schließlich finde ich ein Geschäft welches Digitalkameras führt und obendrein auch noch geöffnet hat. Ein Angebot springt mir ins Auge. 3 Millionen Pixel 35 Euro. Wow! Das ist ein Schnäppchen. Wer braucht schon 12 Mio Pixel? Meine erste Kamera hatte auch nur 3 und sie war klasse. Ich probiere den Apparat aus, schieße einige Bilder im Geschäft und betrachte sie auf meinem Computer. Der Verkäufer ist geduldig und geht mir nicht auf die Nerven. Aber die Bilder sind miserabel. Das hat nix mit der Pixelanzahl zu tun, das liegt an einer beschissenen Optik. Rund 1,5 Stunden später verlasse ich das Geschäft 119 Euro ärmer. Dafür habe ich einen neuen Photoapparat. Einmal in der Stadt geht es noch ins Internet und natürlich zum Verbrauchermarktcontainer. Prall gefüllt ist er. Zwieback, die griechische Version des deutschen Tuc, Crackers, Mehl, Gries und natürlich die hier so beliebten 7 days Croissants. Zu dumm dass ich mein Auto am Stadtrand parken musste. So viel kann ich nicht tragen. Ich packte ein, was ich zu transportieren vermochte. Trage es zum Auto und gehe zurück. Nur 40 Minuten später stehe ich wieder vor dem Abfallkübel. Er ist leer! In der Nacht zieht ein Sturm auf. Die Temperaturen fallen um weit mehr als 15 Grad. Aber nicht nur die Temperaturen fallen auch mein schöner Zaun fällt und zwar nahezu vollständig.
Ich beschließe lieber mit meinen Hunden spazieren zu gehen. Wir wandern bergauf und hatten schon einige Höhenmeter hinter uns gebracht als Möffi ihn entdeckte.
Am Abend setzte ich mich ins Auto. Es ist Mittwoch und ich möchte pünktlich um 21 Uhr zum Chat online sein. Leichter Nieselregen benetzt die Windschutzscheibe. Der Scheibenwischer ist so, wie nahezu alles andere an diesem Auto, kaputt. Langsam schlingere ich halb blind über die vom Regen aufgeweichten Pisten. Mehr als einmal bricht das Fahrzeug aus und landet im Graben. Wie gut dass Gerhard auch einen Traktor besitzt. Aber ich kämpfe mich jedes Mal aus eigener Kraft frei. Der durchgerostete Auspuff röhrt und der Tacho zeigt Geschwindigkeiten von mehr als 100 km/h. Dabei steht das Fahrzeug nahezu. Dann geht es bergauf. Wohlweislich nehme ich Anlauf. Ich hatte den halben Berg passiert als die Räder jegliche Haftung verloren und durchdrehten. Ich versuchte mich noch zwei weitere Male als Rallyefahrer bis das Kühlwasser zu kochen begann, der Motor abstarb und auch nicht wieder ansprang. Mit Muskelkraft und unter zur Hilfenahme des Anlassers bugsierte ich den Wagen in eine „Parkbucht“ und machte mich zu Fuß auf den Rückweg. Die nächsten Tage besserte sich das Wetter nicht. Mein Zaun muss erst einmal liegen bleiben. Dafür sprang der Passat am nächsten Morgen zuverlässig an und im Tageslicht machte es auch wirklich Freude über die aufgeweichten Pisten und Olivenhaine zu brettern. Zu schade dass die Handbremse nur sehr unzureichend arbeitet. Mann soll es gar nicht glauben, aber nachdem ich Kühlwasser nachgefüllt habe überhitzt der auch nicht mehr so schnell. Bei übelstem Mistwetter wanderte ich zu all den Stellen an denen ich schon einmal war.
Lydia brachte einen Hund, den sie gefunden hatte, zu Samira. Samira lies über sie ausrichten ich solle mich dringend einmal melden. Sie erreiche mich nicht. Also machte ich mich auf und schöpfte neue Hoffnung dass mir meine Dokumente doch noch ausgehändigt werden. Laut GPS sind es 9 km von meinem derzeitigen Wohnort bis zur Station. Hin und zurück 18. Ein weiter Weg mit einem Welpen bei Regenwetter. Aber was soll`s? Er muss gegangen werden. Kurz nach 2, pünktlich zur Mittagspause erreichte ich das Gelände. Die Hunde bellten aber niemand öffnete mir die Pforten. Ich wartete rund 10 Minuten dann ging ich zurück zur Deponie. Dort hatte jemand einen alten Sonnenschirm entsorgt welchen ich mir nun als Regenschutz aufbaute. Ich verpackte mein nasses und dreckiges Hundekind in meiner Lederjacke und stellte mich darauf ein, noch knapp 2 Stunden warten zu müssen. Pünktlich zum Arbeitsbeginn stand ich vor den Toren der Station. Nico öffnete mir und ich ging zu Samira. „Es geht um die Impfpapiere?“ Fragte Sie als Sie mich sah. „Ja, Lydia sagt ihr habt die!“ „Nein, ich hab im Moment keine, da musst du dich noch gedulden. Ich hatte 15 Stück und 15 Hunde sind nach Deutschland gegangen. Ich hab bestimmt 20 Mal versucht dich anzurufen aber du gehst nie dran!“ Mir platzte der Kragen! 20 Mal versucht mich anzurufen. Mein Telefon war eingeschaltet! Das ist eine Lüge! Wozu bin ich hergekommen? „Samira, das ist Mobbing! Wäre ich doch zu einem richtigen Tierarzt gegangen. Ihr habt euch drum geprügelt meine Hunde zu Impfen, ich habe nie darum gebeten. E-Mails beantwortet Ihr ja auch nicht. Saftladen, verdammte Scheiße!!“ Trotzig stampfte ich mit dem Fuß auf. „Pass mal auf, so brauchst du mir gar nicht zu kommen, wenn ich deine Hunde geimpft habe hab ich dir `nen Gefallen getan. Du hättest weder Schekie noch die Kleine, wie heißt sie noch mal? nehmen müssen. Das war deine freie Entscheidung!“ Mir entzieht sich der Sinn von Samiras Worten. „Steck dir deine Papiere in den Arsch, ihr könnt mich mal!“ Wütend drehe ich mich um und gehe. Mit Wucht schlage ich das Hoftor zu das Samiras Privatbereich von dem unteren Hundeauslauf abgrenzt. Der Riegel verbiegt! Ich lasse es offen und gehe weiter. Doch nach wenigen Schritten kehre ich um. Samira hat Hunde und im Auslauf sind auch Hunde. Ob die sich vertragen weiß ich nicht. Das Tor muss zu, die Tiere können nichts dazu. Fluchend trete ich gegen den Riegel, in der Hoffnung ihn so bewegt zu bekommen. Nico eilt heran: „Was ist los?“ Der scheiß Riegel klemmt, außerdem bin ich stock sauer. 2 Monate warte ich auf die Impfdokumente und dein Weibchen erzählt ich müsse mich noch gedulden.“ Mit einem Stein prügelt Nico auf den Riegel ein bis er sich wieder schließen lässt. Dann verspricht er, dass er mir morgen, wenn er eh nach Modanjau fahre, 2 Impfausweise mitbringe. Hier gehts weiter. |














































