der KZ Gedenkstätte Auschwitz sowie Auschwitz-Birkenau

Auschwitz. Jeder der den Namen hört asoziirt damit die Verbrechen des 2. Weltkrieges. Jeder, selbst ich.
Konzentrationslager, Massenmorde, Gaskammern ...
Wir wissen es alle, wir alle kennen diese Stichworte - und Auschwitz steht als Synonym dafür. Das Auschwitz in Polen liegt, das wissen die Meisten wahrscheinlich nicht. Zumindest mir war das bis zu meinem Aufenthalt in Krakow unbekannt. In Krakow erfährt man es dann zwangsläufig. Selbst so ein ungebildeter und geschichtlich desinteressierter Aussteigertyp wie ich. Schließlich bieten unzählige von Reiseveranstaltern Tagesausflüge nach Auschwitz an.
Ich hatte auch gar nicht vor nach Auschwitz zu fahren. Nein, ich wusste gar nicht wo genau Auschwitz liegt und hatte mich auch nicht dahingehend kundig gemacht. Ich hatte mit meinen Eltern telefoniert und die wollten von mir wissen wo ich bin und da hab ich "Zator" gesagt. Danach haben meine Eltern Ewigkeiten alte Landkarten gewälzt und meinten dann irgendwann: "Das ist bei Auschwitz?!" "Nö!" Hab ich geantwortet "Auschwitz ist hier nicht." "Doch, heißt auch Oswiecim."
Ich schaute auf google maps nach, stellte fest das Oswiecim keine 15km von meinem Aufenthaltsort entfernt liegt, startete den Motor und fuhr zu diesem Ort.
Oswiecim hieß schon immer Oswiecim. Auschwitz heißt nicht auch Oswiecim und Oswiecim heißt nicht auch Auschwitz. Oswiecim heißt Oswiecim und eine Stadt namens Auschwitz gibt es nicht. Gibt es nicht mehr.
1939 erließen die nationalsozialistischen Besatzungsmächte ein Gesetz zur Einführung der deutschen Sprache in den annektierten polnischen Besatzungsgebieten. Im Rahmen dieses Gesetzes wurden auch die Namen von Orten, Plätzen und Straßen eingedeutscht. So kam Oswiecim zu dem Namen Auschwitz der durch das gleichnamige Konzentrations- und Vernichtungslager (Auschwitz-Birkenau) zu trauriger Berühmtheit gelangte.
Das meine Eltern eine Landkarte besitzen auf der eine Ortschaft namens Auschwitz eingezeichnet ist, das verwundert mich sehr und mich würde interessieren wie alt diese alte Karte ist.
Oswiecim ist eine beschauliche Kleinsatt die in ihren Randbezirken stark von Industrieellen Einflüssen geprägt ist. Auf Parkplatzsuche fuhr ich vorbei an einem großen Güterbahnhof, an Kohlehalden und sah in der ferne Fabrikschornsteine emporragen. Ich wählte meinen Wohnort auf einem der zahlreichen LKW Parkplätze am östlichen Rand der Stadt.
Das eigentliche Stadtzentrum besteht hauptsächlich aus einem großen, unbebauten Platz der derzeit neu gepflastert wird

Bild: Das Stadtzentrum von Auschwitz

einer Synagoge

Bild: Die Synagoge von Auschwitz

und einer Kirche.

Bild: Kirche in Auschwitz

Man findet Kneipen, Lebensmittelmärkte, Bekleidungsgeschäfte, Fast Food Buden ... eine ganz normale Stadt eben. Was man nicht findet, oder was man zumindest nicht so ohne weiteres findet, das ist ein Hinweisschild zum Konzentrationslager Auschwitz. Wenn man dann endlich ein solches Schild gefunden hat, dann braucht man nicht glauben dass man ihm zu der Gedenkstätte folgen kann. Nein, es zeigt in irgendeine Richtung, man bewegt sich dort hin, ganz langsam, man ist ja schließlich Fußgänger und hat somit viel Zeit auf Schilder zu achten, und dann gabelt sich die Strasse, es kommt eine Kreuzung, dann eine Weitere und ein neues Schild ist nirgends in Sichtweite.
Ich hatte es nicht eilig und lief im Zick Zack durch die Stadt.

Bild: Haus in Auschwitz

Besonders viel Zeit verbrachte ich auf einem Markt. Es gab mal wieder alles, nur nix was ich brauchen konnte. Flohmärkte sind hier einfach anders als in Deutschland. Es gibt kaum Gebrauchtwaren.
Der interessanteste Teil des Marktes war für mich die Ecke "Möbelhaus". Nicht weil ich mich so sehr für die angebotenen Möbel interessierte, sondern weil es mich faszinierte auf welch einfache Art und Weise man aus einem LKW ein Wohnmobil bauen kann.

Bild: Flohmarkt in Auschwitz

Nach dem Marktbesuch suchte ich mir ein W-lan und fragte google maps um Rath. "KZ Auschwitz Polen." Ratz fatz hatte ich eine Antwort. Das Internet weiß einfach alles. Ich muss über die Sola, der kleine Fluss der sich so friedlich durch Oswiciem schlängelt,

Bild: Die Sola, Fluss in Auschwitz

und dahinter links. Immer am Fluss vorbei und dann kommt das alte Lager irgendwann auf der rechten Seite.
Noch etwa 20 Minuten folgte ich dem Ufer der Sola, dann sah ich es. Es war auch nicht zu übersehen. Ein langer Betonzaun, dahinter unzählige Backsteinbauten und gelegentlich ein Wachturm. Auf der Suche nach dem Museumseingang folgte ich dem Zaun.

Bild: Der Zaun des KZ Auschwitz

Es geht nach Rechts, hier steht keine Betonwand mehr sondern der Zaun dem ich folge besteht aus Eisengittern, der Betonzaun kommt erst einige Meter hinter der ersten Einfriedung. Dazwischen eine recht gepflegte Parkanlage mit einem großen Holzkreuz. Vor dem Zaun sind einige Kränze niedergelegt, Kerzen brennen. Am Zaun selbst ein Abbild des Heiligen Vaters. Ich würde es nicht erwähnen wenn ich nicht die Pose in der der Mann abgelichtet ist, für diesen Ort als mehr als unpassend bezeichnen würde.

Bild: papst in Heil Herrgot Pose am KZ Auschwitz

Was sagt er da, der Heilige Vater? "Heil Herrgott?!"
Ich erreiche die Besucherparkplätze. Auto 8 Sloti, Wohnmobil 15 Sloti, Reisebuss 25 Sloti. Auf der linken Seite ein Hotel, ein Restaurant und Souvenirgeschäfte die ausnahmsweise einmal keine Kühlschrankmagneten verkaufen. Auf einem Verkehrsschild ist eine stilisierte Dusche abgebildet. Es soll wohl Wohn- und Reisebusfahrer darüber informieren dass es hier öffentliche Duschen gibt. Duschen in Auschwitz! "Da wäre ich vorsichtig" denke ich mir im Stillen.
Ein Parkgeldkassierer krault meinen Hund. "Can I enter whith him?" "No, impossibel." Erhalte ich als Antwort. "But I can enter the parkside?" "Yes, here you can walk whith dog, but you can not go inside."
Ich überquere den Besucherparkplatz und befinde mich kurz darauf vor dem Eingang des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau. Unzählige Touristen stehen vor dem Eingang. Sie trinken, sie essen, sie rauchen, sie lachen. Und zwar herzhaft.
Das ich hier mit meinem Hund nicht reinkommen würde, das war mir ja klar. Als Hundehalter kenne ich ihn nur zu gut, den sich mehr und mehr ausbreitenden Hass und die politische Verfolgung die die Rasse Hund über sich ergehen lassen muss. Aber dass Kinderwagen auch nicht erlaubt sind, das verwundert mich dann doch sehr.
"Scheki, du wartest mal. Herrchen mag mal gucken gehen und du bist da unerwünscht."
Ich betrete das alte Häftlingsaufnahmegebäude, das Heute als Touristeninformation und Museumseingang dient. "Eintritt frei" bekomme ich ganz beiläufig mit. Eintritt frei! Da könnte man ja mal gucken gehen. Dass sich findige Geschäftsleute an den Verbrechen der Vergangenheit in der Gegenwart eine goldene Nase verdienen, das würde ich auch nicht unterstützen wollen. Aber Eintritt frei!
Am nächsten Morgen bin ich sehr früh auf den Beinen. Zwei Stunden geht es mit meinem Hund in die weiträumigen Parkanlagen hinter meinem Wagen. Dort nehme ich mein Frühstück zu mir und dann sperre ich meinen Freund im Auto ein.
Um halb 12 am Vormittag durchschreite ich das Tor mit der zynischen Beschriftung "Arbeit macht frei" das ebenfalls einen traurigen Bekanntheitsgrad erreicht hat.

Bild: Arbeit macht Frei, Eingangspforte zum KZ Auschwitz

Der Lärm eines Presslufthammers dringt aus Block 24. Ich schaue mich um. Wie mit dem Lineal angeordnete, zweieinhalbgeschossige Backsteinbauten. Dazwischen unbefestigte Fahrwege. Würde hier, vom Presslufthammer einmal abgesehen, Leben herrschen, würden hier ein Paar Kindern auf den Strassen Fußballspielen, gäbe es vor den Hauseingängen Bänke auf denen Menschen beisammen säßen und einen Plausch hielten, dränge aus dem ein oder anderen Fenster ein wenig Musik auf die Strasse hinab und würden einige Hühner auf der Strasse scharren, ich könnte glauben das ich mich in dem Außenbezirk irgendeiner Kleinstadt irgendwo in Rumänien, Bulgarien, Moldawien oder der Ukraine befinden würde. Ok, um ein realistisches Bild einer solchen osteuropäischen Vorstadtidylle zu erzeugen müsste man auch noch einige LKW Ladungen Hausmüll auf den Strassen verteilen. Hier herrscht nicht nur zu wenig Leben, hier ist es auch eindeutig zu sauber.

Bild: Der Block 24 im Stammlager des KZ Auschwitz

Ich lasse das Tor mit der Beschriftung "Arbeit macht frei" hinter mir und gehe geradeaus - hinein in das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz. Die Türe eines der Häuser steht offen. Ich gehe hindurch und befinde mich in einer Ausstellung. Sekunden später bin ich damit beschäftigt unzählige Originaldokumente zu lesen. Als Deutscher habe ich hier allen anderen gegenüber einen großen Vorteil: Ich kann lesen was da drauf steht.
Als erstes fällt mir eine Proklamation des Generalgouverneurs vom 12. Oktober 1939 ins Auge die an der rechten Wand gleich neben dem Eingang hängt.
Interessiert lese ich den Text der allem Anschein nach von Menschen verfasst wurde die sich nicht als Invasoren, sondern als Befreier betrachteten. Aber lest selber:

Proklamation des Generalgouverneurs

Der Führer und Kanzler des deutschen Reiches, Adolf Hitler, hat mir durch Erlass vom 12. Oktober 1939 mit Wirkung vom 26. Oktober 1939 die Regierung des Generalgouvernements in den besetzten polnischen Gebieten übertragen.

Mit der Errichtung des Generalgouvernements hat nunmehr, nach der militärisch durchgeführten Sicherung der polnischen Gebiete innerhalb des deutschen Interessenbereiches, eine geschichtliche Epoche ihren Abschluss gefunden, von der die Verantwortung ebenso von der verblendeten Regierungsclique des ehemaligen Landes Polen wie von den heuchlerischen Kriegstreibern in England getragen werden muss. Der Vormarsch der deutschen Truppen hat in den polnischen Gebieten die Ordnung wiederhergestellt, eine neuerliche Gefährdung des europäischen Friedens durch ungerechtfertigte Forderungen eines Staatsgebildes, das einst auf dem Versailler Gewaltfrieden aufgebaut wurde und niemals widerstehen wird, ist damit ein für alle mal beseitigt.
Polnische Männer und Frauen!
Ich habe vom Führer den Auftrag erhalten als Gouverneur für die besetzten polnischen Gebiete in entscheidender Form dafür zu sorgen, dass in aller Zukunft ein friedlicher Zustand in diesem Lande gewährleistet bleibt und das die nachbarlichen Beziehungen der Polen zu dem mächtigen Weltreich der deutschen Nation sich organisch entwickeln. Ihr sollt getreu den von euch seit geraumen Zeitläufen gepflegten Sitten euer Leben führen. Ihr sollt in allen Ausstaltungen der Gemeinschaft Eure polnische Eigenart beibehalten dürfen. Allein, das durch die verbrecherische Schuld Eurer bisherigen Machthaber völlig zerstörte Land bedarf der verschiedensten organisatorischen Heranziehungen Eurer gemeinschaftlichen Arbeitskraft. Befreit von dem Zwang der Abenteuerpolitik Eurer intellektuellen Regierungsschicht werdet Ihr unter dem starken Schutz des Grossdeutschen Reiches in der Erfüllung einer allgemeinen Arbeitspflicht hierfür Euer Bestes tun. Unter einer gerechten Herrschaft wird jeder durch Arbeit sein Brot verdienen. Für politische Hetzer, Wirtschaftsschieber und jüdische Ausbeuter dagegen wird kein Platz mehr in einem unter deutscher Oberhoheit stehenden Gebiet sein.
Jeder Versuch einer Wiedersetzlichkeit gegen die getroffenen Anordnungen und gegen die Ruhe und Ordnung in den polnischen Gebieten wird mit den starken Waffen des Grossdeutschen Reiches und mit rücksichtsloser Schärfe vernichtet. Wer sich aber den gerechten Geboten unseres Reiches fügt, die durchaus Eurer Lebensart entsprechen, soll ungefährdet arbeiten können. Sie werden Euch von vielen entsetzlichen Missständen befreien, die Ihr als die Folgen einer unglaublichen Misswirtschaft Eurer bisherigen Machthaber heute noch zu tragen habt.

Der Generalgouverneur
Für die besetzten polnischen Gebiete
Frank


A ha!
Wie die "organische Entwicklung", die "starken Waffen des Großdeutschen Reiches", das "leben getreu der polnischen Sitten" und der "nicht vorhandene Platz für jüdische Ausbeuter" unter einer "gerechten Herrschaft unter dem Großdeutschen Reich" aussehen sollten, das konnte ich beim Weitergehen durch das Lesen unzähliger Proklamationen und Bekanntmachungen lesen.
Unter "starken Waffen" wurde wohl Kollektivstrafe und Sippenhaft verstanden. "Organische Entwicklung" kann dann auch schon einmal Kenn- und Lebensmittelkarten für die Nichtdeutsche Bevölkerung bedeuten und "kein Platz für jüdische Ausbeuter", na ja, halt das was da geschrieben steht: Mord!
Ich habe bestimmt zwei Stunden in der Ausstellung verbracht und dutzende alte Dokumente gelesen. Interessant finde ich wie die Formulierungen mit dem Vorschritt der Zeit "krasser" werden. Die Meisten dieser Dokumente müsste ich abtippen um sie für euch lesbar zu machen. Das ist nicht mein Stiel. Deshalb hier nur einige Bilder von Schriftstücken die in solch großen Lettern gedruckt wurden, dass ich davon ausgehe, dass ihr sie auch auf dem Foto lesen könnt.
Diese Bekanntmachungen wurden von Wehrmachtsangehörige im Stadtgebiet verteilt und ausgehangen.

Bild: Foto in der Ausstelung des Museums der Gedenkstätte Auschwitz

Wer ihnen nicht folge Leistete, also wer zum Beispiel den ihm zugewiesenen Wohnbezirk verließ, nachts durch einen Park spazierte oder zufällig in dem Haus wohnte aus welchem Widerstandskämpfer Schüsse auf die "Befreier" abfeuerten, der wurde hingerichtet.

Bild: Foto in der Ausstelung des Museums der Gedenkstätte Auschwitz

Ob das Spielen eines nichtdeutschen Kindes auf einem Kinderspielplatz nur für deutsche Kinder

Bild: Spielplatz nur für deutsche Kinder, Foto in der Ausstelung des Museums der Gedenkstätte Auschwitz

ebenfalls ein Hinrichtungsgrund war, das kann ich der Ausstellung leider nicht entnehmen.
Ich erreiche das Ende der Ausstellungshalle und gelange durch eine Türe in einen weiteren Raum.
Eine lange Kette Inhaftierter … Nein, eine lange Kette auf Drahtgestellen aufgezogene Sträflingskleidung, "läuft" hinter einem Zaun den Gang hinab. Dahinter unzählige Fotos von Opfern.

Bild: Inhaftierte im Museums der Gedenkstätte Auschwitz

Ich verlasse Block 15 und hohle erst einmal tief Luft. Eine japanische Touristengruppe trottet ihrem Führer hinterher. Ich habe mich keinem Führer angeschlossen. Ich mag den Ort auf eigenen Faust erkunden. Ich stehe nicht so auf Führer.
Nach einer kurzen Erholungspause spaziere ich geradewegs die nächste offen stehende Türe hinein.
Hier hängen keine Fotos und Dokumente an den Wänden. In riesigen Schaukästen befinden sich Dinge die laut gedrucktem Museumsführer unter dem Bergriff "Bewiese für das Verbrechen" ausgestellt werden.
Als ich zur Türe hereinkomme werde ich von einem Haufen alter Blechbüchsen hinter Glas begrüßt. Sie sind leicht verrostet, aber dort wo noch ein Etikett vorhanden ist, erkennt man deutlich einen Totenkopf. Zyklon B!

Bild: Zyklon B Dosen im Museums der Gedenkstätte Auschwitz

Gas in Raviolibüchsen?? Ich lese die englischsprachige Informationstafel neben dem Ausstellungsfenster, aber da steht nur das es sich um Zyklon B handelt, dem Gas mit welchem über 1Mio Morde in Auschwitz begangen worden. Gas! Gas ist in Flaschen, kommt durch Leitungen. Aber Gas ist doch nicht in solchen Blechbüchsen verpackt. Wieder daheim befrage ich das Internet. Das Internet weiß alles!
Bei Zyklon B handelt es sich um ein Insektizid zur Schädlingsbekämpfung. Zyklon B, oder eigentlich nur Zyklon ist der Markenname des Produktes. Der Wirkstoff, das eigentliche Gas, ist Blausäure.
Zyklon B wurde entwickelt um den Umgang mit Blausäure sicherer zu machen. Flüssige Blausäure verdampft ab 25,7 Grad und bildet in einer Konzentration ab 5,6% in der Luft ein explosives Gemisch. Deswegen hat man die Blausäure in Kieselgur, einem Zellstoff, gebunden, kleine Pellets so genannte Erco-Würfel, aus denen sie langsam ausgast. Der weitaus größte Teil des nach Auschwitz gelieferten Zyklon B wurde, so Wikipedia, tatsächlich dazu eingesetzt wozu es erfunden wurde. Nämlich zur Entwesung. Also zur Begasung von allen möglichen und unmöglichen Dingen wie etwa Bekleidung, Lebensmittel, Wohnräumen etc. um darin lebende Schädlinge abzutöten. Um einen Menschen zu töten bedarf es nur etwa 1/22 der Menge Blausäure die von Nöten wäre um einen Kaltblütler wie etwa eine Laus zu töten. Man hat errechnet das 1 Kilogramm Zyklon B ausreicht um 1000 Menschen umzubringen. In dem Zeitraum zwischen 1938 und 1943 hat die deutsche Firma Degesch (Deutsche Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung mbh) jährlich zwischen 160 und 411 Tonnen Zyklon B produziert, lese ich auf Wikipedia.
Jetzt bin ich schlauer, als ich in dem Museum stand hab ich mich nur gefragt wie um alles in der Welt Gas in Dosen geliefert werden kann.
Als nächstes laufe ich an Schaukästen vorbei die ehemaligen Besitz der Inhaftierten zeigen. Koffer, Schuhe, Brillen, Töpfe, Bürsten, Prothesen
Schaukästen ist gut. Es handelt sich um riesige Räume von bis zu 30 Schritten Länge. Teilweise zu beiden Raumseiten gefüllt mit ein und der Gleichen Produktgruppe.
Als das KZ Auschwitz 1945 von sowjetischen Truppen erobert wurde fand man über 1 Mio. Kleider, ca. 45000 Paar Schuhe und über sieben Tonnen Menschenhaar.
Das Menschenhaar ist ausgestellt, ich habe es gesehen.
Schuhe, Töpfe, Bürsten … das ist alles tote Materie und es hat noch nie gelebt. Aber Haare gehörten einst an ein Lebewesen und als ich den 30 Schritt langen Gang hinab ging, der zu beiden Seiten mit gigantischen Bergen Menschenhaar gefüllt ist, wurde mir schlecht.
Tönungsfolie an den Fenstern taucht den Ausstellungsraum in ein bizarres, violettes Licht. Ein Schild informiert darüber das die Haare nach Deutschland gesendet wurden wo sie zu Stoffen weiterverarbeitet wurden. Auch eine Rolle dieses Stoffes ist ausgestellt.
Am Eingang zum Raum ein Schild: Fotografieren verboten!
Ich habe keine Ahnung warum man Schuhe und Prothesen fotografieren darf, Haare aber nicht. Dennoch halte ich mich ausnahmsweise an das Verbot. Mir ist ohnehin schlecht und ich verlasse die haarige Gegend um mir den doppelten Stacheldrahtzaun und die Wachtürme anzuschauen.

Bild: Zaun und Wachtürme im Museums der Gedenkstätte Auschwitz

Einstmals stand er unter tödlichen 6000 Volt Spannung. Heute kann man gefahrlos seinen Arm durch den Zaun strecken um ein Foto aufzunehmen.
Im Kellerfenster einer Baracke sitzt jemand der von dem geschichtlichen Hintergrund dieses Ortes völlig unbeeindruckt zu sein scheint.

Bild: Katze im Museums der Gedenkstätte Auschwitz

Sei froh das du kein Hund bist kleines.
Das nächste Backsteinhaus das ich betrete beherbergt eine Fotoausstellung. Ich denke dass das folgende Bild einen Eindruck von dem beklemmenden Gefühl wiedergibt das einen heimsucht wenn man die langen, Neonbeleuchteten, Weißgestrichenen Wände entlangläuft und an den unzähligen Fotos der Opfer vorüberschreitet.

Bild: Ausstellung Museums der Gedenkstätte Auschwitz, Fotos der Opfer

Ich erreiche Block 10 und 11. Die beiden Backsteinhäuser sind mit hohen Mauern verbunden die sie vom Rest des Lagers abtrennen. Holzverschläge an Block 10 verhindern die Sicht in den Innenhof.

Bild: Todesblock im Museums der Gedenkstätte Auschwitz, Fotos der Opfer

Die Außenwand, die Wand ohne Tor ist die so genannte Todeswand. Hier wurden Menschen erschossen.

Bild: Todeswand im Museums der Gedenkstätte Auschwitz

In Block 10 führte Prof. Dr. Carl Clauberg Sterilisationsexperimente an Gefangenen durch. Ziel dieser Experimente war es ein operationsloses Sterilisationsverfahren zu entwickeln um die Vermehrung von "lebensunwertem Leben" zu unterbinden.
Ich lese dazu ein Originaldokument das mit dem Stempel "Geheim" versehen war. Darin berichtet Prof. Dr. Carl Clauberg seinem Vorgesetzten dass er trotz der erschwerten Bedingungen (er hatte erst seit kurzem ein dringend benötigtes Röntgengerät) kurz davor stehe sein Verfahren ausgearbeitet zu haben. Eine Zeile tiefer definiert er "kurz davor" mit den Worten das es noch einiger Verfeinerungen bedarf, das Verfahren aber bereits einsatzfähig sei.
Leider habe ich vergessen dieses Dokument zu fotografieren. Ich erinnere mich das die Wortwahl … nun, wie soll ich es ausdrücken? Das die Wortwahl einfach geschmacklos und absolut abartig war!
Block 11 ist der so genannte Todesblock. Das Gefängnis im Gefängnis so zu sagen. Hierher kamen Menschen die versuchten auszubrechen, die Aufstände anzetteln wollten, Kontakte in die Außenwelt unterhielten oder einfach nur nicht schnell genug gearbeitet haben. Hier befinden sich die Folterzellen. Im nichtzugänglichen Keller des Gebäudes sollen sich knapp 1m² große, lichtlose Stehzellen befinden in denen bis zu 4 Personen gleichzeitig zu Stehhaft verurteilt wurden. Nur wenige verließen diese Stehzellen lebendig. Viele verhungerten, einige starben an Sauerstoffmangel oder sie starben einfach an Erschöpfung.
Das Erdgeschoss des Gefängnisses ist zu besichtigen. Durch verglaste Türen kann man in die einzelnen Räume blicken. Gleich am Eingang rechts befindet sich der Büroraum der wachhabenden SS Offiziere.

Bild: Ofiziersbüro im Museums der Gedenkstätte Auschwitz

Unmittelbar dahinter eine Zelle für privilegierte Funktionshäftlinge. Sie wurden, so kann man den Schildern entnehmen, meist aus deutschen Verbrecher rekrutiert und leisteten Hilfsarbeiten bei der Unterdrückung der anderen Gefangenen. Was man dem Museum nicht entnehmen kann ist, dass eigens für diese Funktionshäftlinge ein Lagerbordell eingerichtet wurde um sie für "besondere Leistungen" zu belohnen. Bis zu 60 weibliche Häftlinge wurden, so Wikipedia, aus dem Frauenlager rekrutiert und zur Prostitution gezwungen.
Neben den unterschiedlichen "Wohneinrichtungen" für normale Häftlinge, wie etwa Stroh auf Betonboden oder auch Schlafkojen die die Menschenmassen etwas Platz sparender "verstauen" konnten

Bild: Schlafstätten der im KZ Auschwitz Inhaftierten

und die mich, man möge mir meinen sarkastischen Humor verzeihen, irgendwie an Alcohven Schlafstätten in Wohnmobilen erinnern, wird hier natürlich auch Foltergerät ausgestellt.

Bild: Folterwerkzeug das im KZ Auschwitz verwendet wurde

Rechts im Bild sieht man einen mobilen Galgen und Links einen Bock für die Prügelstraffe. Wie dessen Benutzung ausgesehen haben muss zeigt ein Gemälde.

Gemälde: Folterstrafe im KZ Auschwitz

Deutlich erkennt man den Funktionshäftling in Sträflingskleidung der den geprügelten festhält.
Die Gründe für die eine Prügelstrafe angeordnet wurde waren vielseitig. Das Aneignen von Kartoffelschalen aus einem Abfallbehälter, das verstecken eines alten Lappens gegen Kälte, unerlaubte Darmentleerung …
Als Beispiel möchte ich gerne diesen Meldebescheid mit dem verhangenen Strafmaß zeigen.

Bild: Meldebescheid wie er im KZ Auschwitz verwendet wurde

Ich verlasse Block 11. Im Zick Zack laufe ich über das Gelände. Eine weitere geöffnete Türe finde ich nicht.
Wo ist denn jetzt die Gaskammer? Die muss es doch geben! Ich schaue auf einen aushängenden Plan des Geländes.

Bild: Lageplan der Gedenkstääte Auschwitz

Ah, ganz im Westen, ein Stück außerhalb des Lagers.
In den ehemals unter Strom stehenden Zaun ist ein Loch geschnitten. Wahrscheinlich damit die Besucher die sich die Gaskammer anschauen wollen nicht so weit laufen müssen. Auch ich gehe durch das Loch, vorbei an dem Galgen

Bild: Galgen der im KZ Auschwitz verwendet wurde

für öffentliche Hinrichtungen, die zur Abschreckung durchgeführt wurden, und dann stehe ich vor einem Gebäude mit hohem Schornstein.
"You are in a building where the SS murdered thousends of peopel. Please maintain silence here: remember their suffering and show respect for their memory"
Informiert ein Schild kurz hinter dem Eingang. Weitere Informationen stehen dort nicht.
Ich gehe hinein, durchlaufe einen kleinen Vorraum und dann stehe ich an dem Ort an dem tausende von Menschen starben.

Bild: Gaskammer im Stammlager Auschwitz

Ein eigenartiges Gefühl überkommt mich. Eine Beklemmtheit, eine Befangenheit, ein Gefühl irgendwo zwischen Betroffenheit und Angst. Ja, Angst! Dabei ist das hier objektiv gesehen doch voll die Lachnummer. Ein Kellerraum mit Neonlampe. Durch was für Bunker, Höhlen und Katakomben bin ich schon geklettert. Ich bin froh als eine Reisegruppe nebst Führer die alte Gaskammer betritt und ich nicht mehr alleine bin. Ich versuche die Worte des Führers zu verstehen, doch er spricht sehr leise in ein Mikrofon, seine Reisegruppe ist mit Empfangsgeräten und Kopfhören ausgestatten. Ich kann mit meinem Blick nur seinem Fingerzeig folgen als er auf Zwei viereckige Löcher in der Decke deutet.

Bild: Einwurfschächte für Zyklon B in der Gaskammer im Stammlager Auschwitz

Die geführte Gruppe geht weiter, ich bleibe und schaue mich um.
Dieses Bild zeigt eine Wand der Gaskammer:

Bild: Kratzspuren an der Wand der Gaskammer im Stammlager Auschwitz

Mittlerweile weiß ich dass diese Gaskammer nur bis Mai 1942 genutzt wurde und die Räumlichkeiten danach wieder ihrem ursprünglichen Zweck, nämlich dem eines Bunkers zugeführt wurden. Da dieser Bunker noch 3 weitere Jahre genutzt wurde ist es unmöglich das diese Kratzspuren durch die Fingernägel von Menschen im Todeskampf verursacht wurden. Aber als ich sie das erste Mal sah, da habe ich das geglaubt. Ich habe es mir bildlich vorgestellt. Du stehst zusammen mit 500 oder auch 1000 anderen Menschen in diesem tristen Raum, die Türen sind geschlossen. Plötzlich fängst du an zu husten, du bekommst keine Luft mehr. Einer nach dem anderen fällt tot um.
Die Wirkungsdauer von Zyklon B soll nach Internetrecherchen je nach Witterung 3-10 Minuten betragen. Eine verdammt lange Zeit wenn man weiß das man sterben wird. Dagegen ist erschossen werden doch richtig harmlos.
Unmittelbar hinter der Gaskammer, in einem Nebenraum, befindet sich das Krematorium.

Bild: Das Krematorium hinter der Gaskammer im KZ Auschwitz

"Ihr seid hier nicht in ein Sanatorium gekommen, sondern in ein deutsches Konzentrationslager, aus dem es nur einen Ausweg gibt - durch den Schornstein des Krematoriums."
Soll Lagerführer Karl Fritsch wohl einige seiner Häftlinge begrüßt haben.
In der Tat stammen die Öfen von der Erfurter Firma Topf und Söhne auf deren alten Produktionsstätten ich bei meiner Abreise aus Deutschland einige Tage gelebt habe. Die Firmenbeschriftung ist deutlich zu erkennen.
Ich verlasse das Krematorium und bin gerade dabei eine englischsprachige Informationstafel zu lesen, die ich beim Hereingehen übersehen hatte,

Bild: Informationstafel im Museum Auschwitz

als ich von einem Museumsmitarbeiter angesprochen werde: "Excuse me. We close!"
16 Uhr, um genauer zu sein bereits 20 nach 4. Knapp 5 Stunden habe ich im Museum verbracht. Ich mag gar keine Museen. Ich reise seit 7 Jahren permanent, das ist das Zweite Museum das ich in dieser Zeit je betreten habe (das erste war das Kriegsmuseum in Dubrovnik) und irgendetwas sagt mir dass ich noch einmal zurückkommen werde.
Auf dem Museumsparkplatz finde ich einen platt getrampelten Museumsführer auf Deutsch. Ich stecke ihn ein und begebe mich mehr oder weniger im Laufschritt auf den Heimweg. Der arme Hund, seit kurz nach 10 alleine!
Scheki war lieb. Hat nix kaputt gemacht - freut sich aber wie bescheuert als ich die Türe öffne. Ich glaube so lange war er noch nie alleine. Zusammen gehen wir in den Park an dem der Tag schon begonnen hat. Mein Abendbrot verzehre ich auf der gleichen Bank auf der ich schon mein Frühstück eingenommen habe. Es ist bereits dunkel.
Wieder am Wagen beginne ich durch den gefundenen Museumsführer zu blättern. Ich war gar nicht im Vernichtungslager. Ich habe nur das Stammlager besichtigt. Der Ort an dem die Massentötungen stattfanden befindet sich 3 Kilometer dahinter und er gehört ebenfalls zum Museum Auschwitz-Birkenau.
Ich schlafe schlecht in dieser Nacht. Dafür schlafe ich lange am nächsten Morgen. Als ich erwache schnappe ich mir meinen Kumpel und mache mich auf zu dem Vernichtungslager zu laufen. Bis Auschwitz 1, dem Stammlager, kenne ich den Weg. Laut Karte muss ich dort geradeaus und dann irgendwo links.
Kurz hinter dem alten KZ ein Warnschild: "Militärzone Eintritt verboten" lese ich darauf in Deutsch. Militärzone, die Menschheit wird nicht schlau aus ihrer Geschichte! Dann ein Wegweiser. Kurz vor Sonnenuntergang blicke ich auf das Eingangsportal des Vernichtungslagers.

Bild: Vernichtungslager Auschwitz Birkenau

Die Bahnlinie die in das Lager hineinführt gibt es erst seit 1944. Davor wurde ein anderes Gleis nur wenige Hundert Meter Luftlinie vom Lager entfernt verwendet. Dort, an der "Judenrampe", so entnehme ich es dem Museumsführer, schoben SS Ärzte "Rampendienst". Sie selektierten die Neuankömmlinge nach Arbeitsfähig und nach nicht Arbeitsfähig. Wer nicht arbeitsfähig war wurde direkt in den Gaskammern getötet, die andern durften noch bis zur Arbeitsunfähigkeit am Leben bleiben.
Im Lager selbst war eine große Gruppe junger Menschen unterwegs. Sie schwenkten jüdische Fahnen. Mir war der Zutritt in Begleitung meines Hundes verwährt. Deswegen ging ich mir die nicht eingezäunte "Judenrampe" anschauen.

Bild: Die Judenrampe beim Vernichtungslager Auschwitz Birkenau

Gegen 19 Uhr war ich wieder daheim und schaltete den Computer ein. Gegen 4 Uhr am Morgen schaltete ich ihn aus. Geschlafen habe ich dann bis 15 Uhr. Dann bin ich mit meinem Hund ein wenig an der Wislar spazieren gegangen. Gegen 20 Uhr war ich wieder daheim und schaltete den Computer ein. Jetzt ist es 7 Uhr und 40 Minuten am nächsten Morgen. Ich sitze seit 11 Stunden vor dem PC und letzte Nacht hab ich auch schon an diesem Bericht geschrieben. Es war verdammt schwierig passende Worte zu finden. Ich hoffe es ist mir gelungen. Ich muss den ganzen Kram jetzt selber noch einmal lesen.
Ich glaube nicht dass ich heute noch meinen Motor starten werde um meinen Wagen näher an das Lager Birkenau heranzufahren. Ich denke ich werde jetzt mit meinem Hund zur Wislar gehen und danach, danach werde ich wohl eine Runde schlafen. Aber morgen, morgen fahre ich nach Birkenau. Sind bloß 7 oder 8 Kilometer. Aber wenn ich es hin laufe, und wenn ich es wieder zurücklaufe, dann bin ich mindestens 3 Stunden unterwegs. Eher 4. Irgendetwas anschauen mag ich mir ja auch noch und ich habe einen Hund und die Rasse Hund ist an dem Ort an welchem den rassistischen Verbrechen des 2. Weltkrieges gedacht werden soll nicht willkommen.

Wie so oft änderten sich meine Pläne. Nachdem ich von der Wislar zurückgekehrt war schaltete ich noch einmal meinen Computer an und verband mich mit dem Internet. In unregelmäßigen Abständen schaue ich immer mal wer diese Seite neu verlinkt hat und in welchem Zusammenhang er es getan hat. Diesmal viel mir eine Seite namens danielheim.wordpress.com auf. Von einer solchen Seite hatte ich noch nie etwas gehört und deshalb besuchte ich sie einmal. Gleich der oberste Blogpost trug den Titel: "10 Dinge die man in und um Auschwitz nicht verpassen sollte." Unter Punkt 7 war angeführt dass man unbedingt einmal nach Krakow reisen sollte ohne zu wissen wo man pennen wird weil sich schon etwas ergeben würde. Zum Beispiel ein selbstgebautes Wohnmobil von und mit Stefan.
Da war er, der Link zu mir, und der Typ der ihn verfasst hatte war Daniel. Der junge Couchsurfer der seinen Zivildienst im jüdischen Museum in Oswiciem leistet und den ich in Krakau eine Nacht beherbergt hatte.
Punkt 10 lautete: "Das Jüdische Zentrum in Oswiecim besuchen und sich von mir eine Führung geben lassen."
Ein Impressum oder ein Kontaktformular hatte der Blog nicht. Aber eine Kommentarfunktion. Ich nannte mich "motorhome hoster" und schrieb dass ich Interesse an Punkt 10 hätte und Daniel einfach mal ne Zeit sagen solle.
Am nächsten Morgen hatte ich eine Adresse (Pl. Ks. J. Skarbka 5, 32-600 Oswiecim) und die Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 - 17 Uhr. Am Nachmittag, kurz vor Ladenschluss, war ich dann da. Erst einmal mit meinem Hund. Daniel hatte gerade Feierabend und wir zogen los am Wislarufer ein Bier zu uns zu nehmen und ein wenig zu quatschen.
Am nächsten Tag war dann Kultur Pur angesagt. Ich besichtigte das Jüdische Zentrum in Oswiecim mit meinem privaten Führer Daniel. Dabei stehe ich weder auf Museen noch auf Führer.
Ein Foto der Synagoge die ich mir als erstes anschauen durfte, habe ich ja bereits eingangs gezeigt. Eigentlich wollte ich an dieser Stelle ein anderes Bild veröffentlichen, aber Daniel meinte das sei keine Synagoge, das was ich da fotografiert hätte sei eine Kirche.
Jetzt betrat ich jedenfalls eine Synagoge und musste zunächst einmal einen Kippa aufsetzen. Kennt ihr Kippa? Das sind diese Judenmützen. Diese kleinen Käppchen die nur ein winziges Stück des Kopfes bedecken. Mann kennt sie aus dem Fernsehen und man fragt sich immer: "Wie halten die bloß auf dem Kopf?" Zumindest ich habe mich das immer gefragt. Heute weiß ich es, sie halten gar nicht! Sie fallen ständig runter. Mit einem Kippa auf dem Kopf kann man sich nur sehr langsam und andächtig bewegen was wahrscheinlich den religiösen Reiz dieses Kleidungsstückes ausmacht.
"Fromme Juden, die so einen Kippa ständig tragen, pfuschen mit einer Haarklammer." Erklärt mir Daniel. Heute, so erklärt mir Daniel weiter, lebe kein einziger Jude mehr in Oswiecim, die Synagoge so wie das Museum sei mit Spendengeldern von in den USA lebenden Juden finanziert worden. Alles sei neu aufgebaut, nichts sei älter als 14 Jahre. Etwa 1 Mal im Monat kommt eine Gruppe Juden die die Gedenkstätte besucht habe und bete hier. Ansonsten diene die neu aufgebaute Synagoge lediglich als Anschauungsmaterial für Gruppen und Touristen die Daniel führt.
Ein jüdischer Priester heißt Rabbi und die jüdische Bibel Thora. Die Thora beinhaltet nur das alte Testament, aber ich gehe davon aus das die Algemeinbildung der meisten Menschen ausreichend ist um zu wissen das Juden Jesus nicht als Sohn Gottes anerkennen und mit Jesus beginnt ja das neue Testament. Zumindest ich wusste das. Was ich nicht wusste ist das die Thora kein Buch ist. Das ist ne Schriftrolle und die ist verdammt heilig bekomme ich erzählt. So eine echte Thora wird auch heute noch mit der Hand geschrieben. Auf koschere Tierhaut. Koscher kennt ihr?? Koscher ist eine Art zu schlachten. Mann bringt das Tier nicht einfach um, sondern man schneidet ihm die Kehle durch und lässt es ausbluten. Wenn Gott (oder Ala, die Moslems schlachten auch so, weiß ich von meiner Zeit in der Türkei) will dass das Tier weiterlebt, dann lässt er ihm die Kehle wieder zuwachsen. In der Praxis hat Gott das aber noch nie gewollt. Auf jeden Fall wird an so einer Thora rund ein Jahr lang geschrieben und deshalb kostet so ein Teil um die 40000 Euro. Anfassen darf man die Haut nicht. Damit man nicht die Zeile verliert gibt es einen speziellen Lesestab, den Jad. Der den ich betrachten konnte war silbern und am Ende wie ein Finger gearbeitet. So schaut sie aus, so eine Thora.

Bild: Eine jüdische Thora in der Synagoge Auschwitz

Rechts auf dem Bild, links das ist was anderes, hab ich jetzt aber vergessen.
Außer der Thora haben die Juden noch den Talmund. Der Talmund ist ein richtiges Buch und nicht ganz so heilig. Er beinhaltet die mündliche Lehre die Moses am Berg Sinai von Gott empfangen hat. Ewigkeiten wurde diese Lehre von Rabbi zu Rabbi weitergegeben und erst nachdem Jesus schon lange ans Kreuz genagelt war hat sich mal einer erbarmt und das aufgeschrieben. Das was er da aufgeschrieben hat, das nennt sich Mischna. Aber da haben die gelehrten Rabbiner dann drum herumdiskutiert und all die Kommentare von den schlauen Rabbis stehen neben dem eigentlichen Text der Mischna im Talmund.
Außerdem lernte ich dass an jüdischen Häusern immer eine Mesusa angebracht ist. So eine kleine silberne Rolle und sie ist immer schräg angebracht. Irgendwann vor langer Zeit müssen sich zwei Rabbis darüber gestritten haben ob man das Teil senkrecht oder wagerecht anbringt. Sie wurden sich nicht einig und schlossen den Kompromiss das man es schräg anzubringen habe. Gelebte Demokratie würde ich sagen! Dieses Ding kennzeichnet jedenfalls jüdische Bauwerke und der Brauch so etwas ans Haus zu nageln geht auf das alte Ägypten zurück. Damals hat Gott ja den Ägyptern gesagt sie sollen sein Volk ziehen lassen. Die Ägypter fanden die Idee scheiße und haben Gott den Mittelfinger gezeigt. Daraufhin schickte Gott die 7 Plagen nach Ägypten. Wir erinnern uns: Dürre, Finsternis, Heuschrecken und noch so ein Paar andere. Eine dieser Plagen war der Tod eines jeden Erstgeborenen. Ich mag an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen ob eine solche Plage von einem gütigen Gott geschickt werden kann, sondern erzählen das man eben diese Mesusa ans Haus genagelt hat um das Haus als jüdisch zu kennzeichnen und so den Erstgeborenen vor der Plage zu beschützen. Ursprünglich soll in dem Ding Schafsblut gewesen sein, heute wohl nur noch ein Stückchen Pergament.
Nach der Besichtigung der Synagoge ging es dann ins eigentliche Museum. Es ist recht klein, eher winzig. Es besteht nur aus einem Raum. Auf einer Wandseite sind Bilder angebracht die das Leben der Juden in Oswiecim wiedergeben. "Wir wollen damit vor allem zeigen dass das ganz normale Leute waren, weil es ja immer wieder so ein Paar Spezialisten gibt die meinen dass die Juden das schon irgendwie verdient haben das sie haufenweise umgebracht worden sind." Erzählt mir Daniel. Ich bekam also die Geschichte von einem halben Dutzend Leuten erzählt. Der war Bauer, jener Kaufmann und der da Bäcker. Dieser war mit dem befreundet und die da war sogar mit einem Nichtjuden verheiratet. Für mich war es jetzt nichts Neues zu erfahren dass auch Juden ganz normale Menschen sind. Ich wusste das schon vorher, hab ja schließlich einige Male Juden in meinem Wagen beherbergt und die waren eigentlich alle ganz OK. Außerdem kenne ich selbst ein Beispiel wo ein Arzt mit einem Architekten befreundet ist. Ärzte und Architekten, das sind ja jetzt auch ganz verschiedene Menschen und dennoch können die Freundschaft untereinander schließen. Bei einer Eheschließung wird ja meist sogar eine sehr innige Freundschaft zwischen Mann und Frau besiegelt. Und Männer und Frauen, die sind ja viel unterschiedlicher als Juden und Christen. Schon aus anatomischen Gesichtspunkten heraus.
Auf der anderen Seite des Raumes stehen einige Vitrinen die die einzigen richtigen Ausstellungsstücke des Museums beinhalten. Kerzenleuchter, so ein ewiges Licht, ein ner tamid. So ein Licht ist ganz wichtig, es weiht die Synagoge und hängt vor dem Toraschrank. Heute ist es meist elektrisch und das da in der Vitrine, das hat den polnischen Staatsadler zur Zierde und zeigt so das sich die Juden aus Oswiecim als richtige Polen gefühlt haben. Bekomme ich erzählt.
Irgendwann als jeder klar erkennen musste das die Nazis alles Jüdische kurz und klein schlagen hat irgend so ein Rabbi aus Oswiecim zwei Kisten mit diesen ganz heiligen Dingen verbuddelt. Ewigkeiten hat man diese Kisten nicht gefunden und dann halt doch. Ich glaube es war im Jahre 2004. Na ja, und das was in den Kisten war das kann man da jetzt anschauen.
Ihr merkt wie sehr mich das interessierte, ich hab es noch nicht einmal fotografiert.
Irgendwann war ich glücklich raus aus dem Museum. Genug Kultur für diesen Tag beschloss ich und ging zu meinem Hund.
Irgendwie hatte ich Kopfschmerzen. Keine Ahnung ob es an der Museumsluft lag oder an etwas anderem, aber ich fühlte mich nicht gut und deswegen ging ich gegen 19 Uhr ins Bett. Das hatte zur Folge dass ich am nächsten Morgen topfit gegen 6 Uhr 30 erwachte. Motor an und los!
Gegen 7 Uhr am Morgen parkte ich auf dem kostenlosen Besucherparkplatz an der "Judenrampe". Ziemlich genau zwischen dem Museum des Stammlagers Auschwitz I und der Gedenkstätte des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau.
In der Nacht hatte es einen Wetterumschwung gegeben. Sturm peitschte leichten Nieselregen in mein Gesicht als ich das Lagertor durchschritt von dem ich ja schon ein Bild gezeigt habe.
Das Lager wurde Ende 1941 durch Zwangsarbeiter aus dem bereits bestehenden Lager errichtet. Von den 1,1Milion Menschen die in Auschwitz getötet wurden, starben nur rund 70000 im Stammlager. Die Restlichen wurden in Birkenau ermordet. Sechs Gaskammern und vier Krematorien gab es auf der Fläche von Auschwitz II.
Die Asche wurde mit Loren auf Feldern verteilt oder in kleine Seen gekippt.

Bild: Gedenksteine für die Opfer von Auschwitz-Birkenau

Im Hintergrund sieht man die Überreste einer gesprengten Gaskammer. Die Meisten Gaskammern wurden im Januar 1945 von der SS gesprengt. Zum Vernichten der Beweise kurz bevor die Rote Armee das Lager erreichte. Zu dieser Zeit wurden auch 60000 Häftlinge in so genanten Todesmärschen gen Westen getrieben. "Evakuierung" nannte man diese Märsche auf denen entkräftete und nicht mehr lauffähige einfach erschossen wurden. Als die russische Armee die Lager erreichte fand sie nur noch knappe 10000 Inhaftierte vor.
Krematorium IV wurde durch einen Häftlingsaufstand am 7. Oktober 1944 vernichtet. Frauen hatten Sprengstoff aus einer Waffenfabrik, in der sie Zwangsarbeit leisten mussten, eingeschmuggelt. Mit diesem Sprengstoff sprengten Mitglieder des jüdischen Sonderkommandos (Häftlinge die dazu gezwungen wurden die Leichen von den Gaskammern in die Krematorien zu schaffen) das Krematorium. In dem aufkommenden Tumult versuchte man eine Massenflucht die allerdings recht schnell von der SS vereitelt wurde.
Heute sind die größten Teile von Auschwitz-Birkenau genauso zerstört wie die Gaskammern.

Bild: Gesprengte Gaskammern in Auschwitz-Birkenau

Aber so muss das in der Vergangenheit einmal ausgeschaut haben:

Bild: Gaskammern in Auschwitz-Birkenau

Von den einstmals rund 300 Häftlingsbaracken sind nur noch eine Hand voll erhalten. Von den anderen kann man nur noch die Grundrisse und häufig auch die zwei aufragenden Schornsteine betrachten.

Bild: Ruinen der Häftlingsbaracken in Auschwitz-Birkenau

Aber wenn sie alle so aussahen wie die 2 Schlafbaracken die ich besichtigt habe

Bild: Innenansicht der Häftlingsbaracken in Auschwitz-Birkenau

dann boten sie Platz für ca. 102600 Häftlinge.
Für diese Berechnung habe ich zugrunde gelegt das ich 38 dieser dreistöckigen Schlafkojen pro Baracke gezählt habe. Des Weiteren habe ich angenommen dass sich 3 Personen je eine Schlafkoje teilen mussten. Die Zahl der 300 Häftlingsbaracken habe ich auf einem alten Lageplan abgezählt. Allerdings ist das eine grobe Schätzung da auf dem Plan ja Gebäude verzeichnet sind und man ihm nicht expliziert entnehmen kann welches Gebäude für welchen Zweck verwendet wurde.
Aber wenn ich mir das Toilettenhaus anschaue

Bild: Toilettenanlage für Häftlinge in Auschwitz-Birkenau

dann müssen da verdammt viele Menschen gewesen sein und 100000 ist auch eine Zahl die Wikipedia angibt.
Ich habe ja schon über moldawische Toiletten geschrieben. Diese sehen ja vergleichsweise sauber aus, aber man muss bedenken dass sie seit knapp 70 Jahren nicht mehr benutzt wurden.
Am Ende des Lagers, zwischen den Ruinen zwei gesprengter Gaskammern, befindet sich das internationale Mahnmahl gegen Rassismus.

Bild: Mahnmal gegen Rasismuss in Auschwitz-Birkenau

Ich kann den Steinen nichts abgewinnen und gehe weiter. Man kann noch die alte Kläranlage besichtigen, drei riesige, kreisrunde Backsteingebäude und dann gelangt man zu einem Gebäude das als Sauna bezeichnet wird.
Die Sauna war das Aufnahmegebäude. Hier mussten die arbeitsfähigen duschen, ihnen wurden ihre Habseligkeiten abgenommen, die danach in einem Bereich gelagert wurden der Canada genannt wurde und von dort zur weiteren Verwendung nach Deutschland geschickt wurden, und es fand auch noch einmal eine ärztliche Nachkontrolle statt bei der dann noch der Ein oder Andere Richtung Gaskammer aussortiert wurde.
Dieses Gebäude ist noch erhalten und man kann es besichtigen. Hauptsächlich handelt es sich um triste, große, leere Räume.

Bild: Aufnahmegebäude in Auschwitz-Birkenau

Einem Informationsblatt das man sich am Eingang nehmen kann, kann man dann entnehmen was in diesem Raum jeweils gemacht wurde. Also etwa: Entkleiden, Haare schneiden, Besitz Rauben usw.
Die einzigen Einrichtungsgegenstände die von damals noch erhalten sind, sind diese Sterilisationsöfen.

Bild: Sterilisationsöfen in Auschwitz-Birkenau

Dort wurde die Kleidung der Inhaftierten mit Wasserdampf sterilisiert.
Als ich das Gebäude verließ regnete es wie aus Eimern. Pitschnass erreichte ich mein Wohnmobil und feuerte erst einmal den Kamin an. Kaum war es warm und ich trocken angezogen hörte der Regen auch schon wieder auf und ich beschloss noch einmal in das Hauptmuseum zu gehen. Ich hatte mir ja fest vorgenommen noch einmal zurückzukommen da ich den Eindruck hatte bei meinem letzten Besuch große Teile nicht gesehen zu haben.
Ich hatte auch große Teile nicht gesehen. Das Museum war ja am schließen und ich wurde quasi hinausgekehrt. Aber wesentliches hatte ich nicht verpasst. Einige interaktive Ausstellungen in denen man mit Hilfe eines Computers nach Opfern in seiner Verwandtschaft suchen, oder kleine Filmausschnitte mit alten Propagandavideos betrachten kann.
Dann Landesspezifische Ausstellungen. Das Schicksal der Polnischen Juden, oder das der Slowakischen. Da diese Ausstellungen aber in der entsprechenden Landessprache waren verbrachte ich recht wenig Zeit darin.
Was ich mir noch einmal angeschaut habe das war der Keller von Block 11. Nach meinem letzten Aufenthalt hatte ich ja ganz voreilig geschrieben er sei nicht zugänglich, aber das ist Blödsinn. Er hatte nur schon geschlossen.
In den Gefängniszellen von Block 11 wurden im September 1941 die ersten Versuche mit Zyklon B durchgeführt. Diese Zellen kann man besichtigen.

Bild: Block11 im Stammlager Auschwitz

Eindrucksvoller fand ich allerdings die Stehzellen. Auch sie waren aufbereitet wie man es von einem Museum erwartet, aber es bedarf nicht sehr viel Phantasie sich vorzustellen wie "angenehm" ein Aufenthalt in diesen kleinen Zellen gewesen sein muss. Und das da viele Menschen nicht mehr lebend herausgekommen sind, das kann ich mir auch bildhaft vorstellen wenn ich darüber nachdenke das bis zu vier Personen durch die kleine Öffnung ins innere der Zelle hinein getreten wurden

Bild: Stehzellen im KZ Auschwitz

und dort wegen lächerlicher Vergehen teils sechs Wochen aushalten mussten.

Bild: Strafbefehl aus dem KZ Auschwitz

In die anderen Ausstellungen ging ich nicht noch einmal zurück. Mir war es zu voll. Man konnte eh nirgends stehen bleiben um etwas zu lesen. In langen Schlangen schoben sich an diesem Samstag die geführten Gruppen durch die Ausstellung.
Ich kann nur jedem der sich die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau anschauen mag dazu raten es an einem Wochentag zu tun.
Am frühen Abend hatte ich dann eine E Mail im Postfach. Daniel hatte geschrieben: "Wir treffen uns so gegen 8 mit noch ein paar anderen Freiwilligen im Byzel. Ist direkt in der Innenstadt. Wenn du Bock hast kannste gerne vorbeikommen."
Die Erlebnisse des Tages mit einem kühlen Bier herunterzuspülen hielt ich für eine gute Idee und so ließ ich mich nicht zweimal bitten. Gegen halb neun saß ich mit einer Gruppe junger Leute beisammen und unsere Gesprächsthemen hatten nichts, aber auch rein gar nichts mit Juden und dem Holocaust zu tun.

Bild: Party in Auschwitz

Am nächsten Morgen hatte ich dann wieder Kopfschmerzen. Aber diesmal wusste ich woher sie kamen. Da hatte wieder irgendjemand eine Runde Schnaps spendiert. Der war schuld, jede Wette. Ich verschob meinen Aufbruch aus Oswiecim um einen Tag und verbrachte meine Zeit hauptsächlich im Bett. Das ist auch der beste Ort an dem man bei diesem Mistwetter seine Zeit verbringen kann.
Gegen 18 Uhr leuchteten dann starke Lampen hinter meinem Fahrzug. Die Polizei! Dort könne ich nicht stehen bleiben, das sei eine Gedenkstätte und kein Campingplatz.
Falsch lieber Polizist, das ist ein Parkplatz vor einer Gedenkstätte! Aber ich hatte keine Lust auf Diskussionen und deshalb startete ich bei strömendem Regen und in absoluter Dunkelheit meinen Motor um mein Fahrzeug westwärts zu steuern.
Schlesien entgegen.


Weiter geht es in Schlesien.

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Bild: Danke
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Kleine Häuser auf Rädern, auf dem Wasser und in Bäumen.



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