Mit dem Wohnmobil in der polnischen Hauptstadt

Als ich am nächsten Mittag in die Stadt kam wurde ich Zeuge einer kleinen Demonstration. Rund 2 Dutzend Männer schwenkten Transparente vor dem Gebäude mit den Panzersperren und dem Reiterstandbild, das rund um die Uhr von diesen hochqualifizierten, polnischen Stillestehern bewacht wird. Ich zeigte mich interessiert und wurde auch prompt angesprochen. Ich hatte Glück, denn mein Gegenüber sprach einige wenige Brocken Deutsch. Diese Männer demonstrieren für Vaterschaftsrechte. In einer Zeit nach Alice Schwarzer ist das vielleicht gar nicht mal so verkehrt. In Polen, so wurde mir erzählt, hätten Väter nur ein einziges Recht und das hieße: Alimente zahlen! Zahlen dürften sie die Väter, mehr aber auch nicht. Wenn die Frau sagt: „Du siehst dein Kind nicht!“ Dann guckt der Papa in die Röhre und er sieht sein Kind nicht. Gerichtliche Wege gäbe es zwar in der Theorie, aber in den vergangenen Jahren sei kein einziger Fall eines klagenden Vaters von Erfolg gekrönt gewesen. Erfahre ich weiter. Mein Gesprächspartner meinte das sei ein Skandal und Väter hätten das gleiche Recht ihre Kinder zu sehen wie Mütter. Ich denke dass mein Gesprächspartner da gar nicht mal so Unrecht hat. Aber … vielleicht wäre es die Beste Lösung des Problems auf polnischen Kneipen WC´s die Automaten mit den Zahnbürsten gegen solche mit WasserSpermabomben zu tauschen. Denn dann entstehen erst gar nicht so viele Kinder um die sich die Eltern hinterher zanken können.
Bei dem Gespräch erfuhr ich aber ganz beiläufig noch etwas anders. Nämlich was das für ein eigenartiges, stark bewachtes Haus ist. Dieses Haus mit den Panzersperren und dem Reiterstandbild davor. Bei dem Haus handelt es sich um den Präsidentenpalast. Dort wohnt das polnische Merkel. Das polnische Merkel heißt Donald Tusk. Donald Tusk ist seit 2007 polnisches Merkel. Damals löste es Lech Kaczynski ab das seit 2005 quasi polnisches Schröder gewesen war.
Nach diesem sehr informativen Gespräch spazierte ich quer durch die Stadt. Durch das Stadttor hinaus- und weiter.

Bild: Die Altstadt von Warschau

Irgendwann bog ich rechts ab um zum Wislaufer zu gelangen. Ich ging über die Gdanski Brücke, die nördlichste der 5 Brücken im Warschauer Stadtzentrum. Diese Brücke ist zweietagig. Oben fahren die Autos, und unten ist für Fußgänger und Straßenbahnen.

Bild: Die Gdanski Brücke in Warschau

Wenn man diese Brücke überquert hat, dann gelangt man mehr oder weniger zwangsläufig zum Zoo. Luftballons, Popcorn, Windmühlen, Plüschtiere und natürlich auch Zooticket kann man dort kaufen. 15 Sloti, rund 4 Euro kostet es einen erwachsenen Menschen in der Hauptsaison gefangen genommene Tiere begaffen zu dürfen.
Ich gehe weiter und erreiche Praga. Den Stadtteil Warschaus der genauso heißt wie die tschechische Hauptstadt. Mein eigentliches Ziel war diese Kirche.

Bild: Kirche im Warschauer Stadtteil Praga

Ich hatte sie schon so oft gesehen und ich war noch nie dort gewesen. Das wollte ich heute ändern. Diese Kirche liegt zwar ein ganzes Stück weiter südlich, aber ich hatte vor einen kleinen Bogen zu laufen.
Praga ist anders als der Rest von Warschau. Nicht so auf Hochglanz poliert. Mehr natürlich. Eher so wie Lodz oder Katowice. Die Fassaden der Häuser wirken leicht verfallen. Außerdem gibt es auch Leerstand. Man findet verlassene Fabrikbrachen, kann durch zerschlagene Fensterscheiben ins Innere der alten Fertigungsstätten schauen und außerdem findet man auch Fahrräder.
Diese Fahrräder findet man überall in Warschau. Normalerweise findet man sie in Fahrradständern. In unmittelbarer Nähe zu den Fahrradständern befinden sich Automaten. Sie schauen ein wenig aus wie Parkscheinautomaten. Ganz viele Knöpfe und ein paar Solarzellen oben drauf. In diesen Automaten kann ich nun die Nummer eines Fahrrades eingeben, danach meine Telefonnummer und anschließend einen PIN Code. Habe ich das alles richtig gemacht, dann entriegelt der Fahrradständer das Rad und ich habe es gemietet. Dabei sind die Preise sehr moderat. 0-20 Minuten sind zum Beispiel kostenlos. 20 Minuten bis eine Stunde kosten 1 Sloti, also rund 25 Cent. Das finde ich jetzt auch OK. Der Mietvorgang ist auch wirklich sehr einfach. Ich bin mir nicht sicher ob Mariusz wusste was er tat als er mir seine Geheimnummer gegeben hat. Aber Fakt ist das sie funktioniert und ich mir damit Fahrräder mieten kann. Der eine Sloti sei ihm egal. Er hat mich nur gebeten so ein Rad nicht länger als eine Stunde auszuborgen weil es dann sehr teuer würde. Ich könne es ja zurückgeben und mir neu ausborgen hat er gesagt. Aber immer nur maximal 60 Minuten. Solche unbemannten Fahrradverleihe gibt es im gesamten Warschauer Stadtgebiet. Egal wo man ist, man ist nie weit von so einem Fahrrad entfernt. Mann kann sich als Tourist auch seinen eigenen Acount eröffnen. Das geht direkt am Automaten. Alles was man braucht ist ein Mobiltelefon und eine Kreditkarte. Der Automat spricht deutsch, das geht ganz einfach. Man braucht nur ein Telefon, ein deutsches geht auch, und eine Kreditkarte. Ich habe weder das Eine noch das Andere. Dafür habe ich die Geheimnummer von Mariusz und jetzt sogar ein eigenes Fahrrad das ich nie wieder zurückgeben muss.
Ich fuhr eine Weile auf dem Radel durch die Gegend und ärgerte mich dabei über diese dämlichen Vandalen die es gestohlen hatten. Drauf rumgetrampelt haben sie. Mutwillig kaputt gemacht. Die ganzen Schutzbleche sind verbeult und schleifen an den Rädern. Das Schaltungsseil haben sie aus der Verankerung gerissen. Aber sonst: Ein schönes Rad.
Aufkleber abknibbeln, den auffälligen Korb und den Gepäckträger ändern. Vielleicht ein wenig Sprühfarbe und ein anderer Lenker und schwups … habe ich ein neues Fahrrad.
Aber dann dachte ich das diese Vermietungen ja eigentlich eine tolle Idee sind und der Vermieter da sicherlich nicht reich von wird. Als ich eine dieser Verleihstationen passierte hielt ich an, überlegte - und dann, dann schob ich das Rad zurück in einen der Ständer der augenblicklich verriegelte. Weg ist es mein Rad. Ich hoffe das sich meine Ehrlichkeit irgendwie positiv auf mein Karma auswirkt - glaube aber nicht daran.
Mann muss ich doof gewesen sein. So ein schönes Fahrrad. Vielleicht gehört das gar keiner privaten Firma sondern indirekt irgendwie Donald Tusk, dem polnischen Merkel. Dem gleichen Kerl der diese Hochqualifizierten und schwer bewaffneten Stillsteher bezahlt. Ich meine bevor der die bezahlt, ist es wirklich besser wenn er mir ein Fahrrad schenkt.
Weg, ich habe es zurückgegeben.
Kaum hatte ich mich dem Fahrrad entledigt traf ich auf ein Denkmal der Bremer Stadtmusikanten.

Bild: Denkmal in Warschau

Der Legende nach sollen die vor langer Zeit ganz tolle Musik gemacht haben. Und zwar in Bremen. Bremen hatte damals eine Rattenplage und die Bremer Stadtmusikanten haben ein Lied einstudiert wo die ganzen Ratten voll drauf abfahren. Dann sind sie musizierend durch Bremen gezogen und die Ratten sind ihnen hinterher. Als ganz viele Ratten hinter ihnen waren sind sie in die Wisla gestiefelt (oder wie heißt der Fluss da in Bremen?) und die ganzen Ratten sind ersoffen.
Jetzt wollten die Bremer Stadtmusikanten natürlich einen kleinen Obolus von der Bremer Bevölkerung. Schließlich hatten die denen ja voll geholfen. Aber die Bremer waren nicht ganz so auf ihr Karma bedacht wie ich, der ich Fahrräder zurückgebe die ich nie ausgeliehen habe, und zeigten den Bremer Stadtmusikanten den Mittelfinger. Daraufhin wurden die talentierten Musiker sauer und haben ein neues Lied einstudiert. Diesmal wirkte es nicht auf Ratten sondern auf hübsche Frauen. Na ja, die sind dann also noch mal quer durch Bremen und alle hübschen Frauen sind denen nach. Mit den ganzen Weibern im Schlepptau sind die dann direkt nach Warschau, wo sie natürlich herzlich willkommen waren und ihnen gleich ein Denkmal errichtet wurde. Seit dieser Zeit, so erzählt man sich, wohnen in Polen die hübschen Frauen und in Deutschland die hässlichen.
Oder verwechsele ich da jetzt wieder was? Wo sind den in der Geschichte der Hahn und der Esel geblieben??
Über die Jozef Poniatowski Brücke mit ihren charakteristischen Türmchen begebe ich mich auf den Rückweg. Aber was ist das?

Bild: Das Weichselufer in Warschau

Da ist ja ein riesiger Strand. Da sitzen Leute, da brennen Lagerfeuer. Vor ein Paar Tagen gab es an dieser Stelle nichts weiter als ein gesunkenes Schiffswrack mit Wasserrutsche.
Ich beschloss an diesem Tag nicht mehr erkunden zu gehen was es mit dem Strand auf sich hat. Man kann nicht jeden Tag Party machen. Ich wollte nach Hause und zwar nach Möglichkeit im hellen.
Ich näherte mich gerade dem Kulturpalast als ich angesprochen wurde.
„Ey, haste mal nen Sloti?“ Verstanden hab ich es nicht, aber das hat es wohl geheißen.
„Ne, hab ich nicht. Aber ihr seht so aus als ob ihr wüstet wo es hier ein Squat gibt. Ist sonne riesen Stadt. Hat es hier kein Squat?“
„Doch klar, gleich da drüben!“
Ich erhielt noch eine wage Wegbeschreibung zum besetzten Haus von Warschau und dann, dann wurde mir ein Bier gereicht.
War wohl nix mit früh nach Hause.

Bild: Wegweiser zum besetzten Haus in Warschau

Es wurde spät an diesem Abend. Sehr spät. Das war wohl nicht zuletzt auf einen warmen Geldsegen zurückzuführen den ich mit der Gitarre meiner neuen Freunde erwirtschaftete. 20 Sloti! Und ich kann gar nicht Gitarre spielen. Meine neuen Freunde konnten auch nicht Gitarre spielen, aber sie trugen ein solches Instrument mit sich herum und fragten mich ob ich spielen könne. Ich hielt das Instrument gerade in meinen Händen als unsre kleine Gruppe von einer noch kleineren Gruppe Deutscher passiert wurde.
„Das war gut.“
„Ja, sehr lecker.“ Schnappte ich an Gesprächsfetzen auf.
„Oh, Landsleute! Darf ich euch nach dem guten Essen mit einer kleinen musikalischen Darbietung unterhalten?“
Die Deutschen Touristen, 3 Stück an der Zahl, vornehm gekleidet und wohl so Mitte 50, blieben stehen.
Ich griff in die Seiten, erzeugte dabei einen ohrenbetäubenden Lärm und begann zu singen:

„Sommerabend hier im polnischen Land in meinen Taschen bin ich schon wieder blank habe kein Kleingeld mehr für ein Brot doch ich habe Hunger.“


Ihr kennt das Lied aus meinem Kroatienreisebericht. Was soll ich sagen, es hat funktioniert. 20 Sloti haben wir bekommen. Und diese Kulturbanausen haben meinen musikalischen Ergüssen gar nicht bis zum Ende gelauscht. Nur bis zu der Stelle mit dem Hunger und dem „lieber Tourist gib mir dein Kleingeld her“. Dann haben sie meinem Kollegen mit den bunten Haaren 20 Sloti in die Hand gedrückt und sind weitergegangen.
20 Sloti, das sind 10 Büchsen Bier. Es wurde spät an diesem Abend.
Am 2. Juni ging ich dann das Squat von Warschau suchen. Das ist es:

Bild: Squat Haus Warschau

und das hier, das ist das andere:

Bild: Besetztes Haus Warschau

Von solchen Stellen veröffentliche ich ja nie GPS Angaben, aber wenn ihr polnisch könnt, die Jungs und Mädels haben ne eigene Homepage. Da gibt’s auch ne Wegbeschreibung.
Ich musste eine Weile warten bis eine junge Frau das Sqaut betrat.
„Sorry, this ist the Sqaut Warzaw?“
“Yes?!”
“I am tourist, I am intrested. You have some events or partys I can join to have a look and to meet some peopel?”
Aber sicher *gg Warschau hat 2 Squats erfuhr ich. Das vor dem ich stand, dass mit der restaurierungsbedürftigen Backsteinfassade und ein weiteres das in der Parallelstrasse dahinter liegt. Dieses hier sei ein wenig politischer, hier gäbe es Vorträge und Infoveranstaltungen. Das Andere sei “punkiger“ dort würde die Partys steigen. Party sei erst in 2 Wochen wieder, aber morgen Abend gäbe es hier eine Infoveranstaltung und ich und mein Hund seien herzlich eingeladen.
Super!
Ich zog weiter und erreichte über schmale Nebenstrassen dieses Runde Gebäude auf das man blickt wenn man von dem Kreisverkehr mit (Plastik)Palme nicht Richtung Stadt, sondern in die andere Richtung schaut.

Bild: Kirche in Warschau

Hier wollte ich eh schon immer mal lang. Wenn nicht heute wann den dann? Ich ging geradeaus und erreichte schon bald den botanischen Garten Warschaus.

Bild: Die botanischer Garten Warschau

Er war geöffnet und es schien keinen Eintritt zu kosten ihn zu besuchen. Allerdings wurde ich schon nach wenigen Augenblicken mit meinem Hund hinausgeworfen.
„Fuck you botanical garden!“
Am Zaun des Gartens eine Kunstausstellung. Hunderte von Bildern mit abstrakter Kunst. Roter Farbklecks auf grünem Grund oder auch Schlangenlinien auf Symmetrischen Formen. Mir fehlt das Kunstverständnis. Schade um die schönen Kabelbinder mit denen der Schrott am Zaun befestigt ist.
Irgendwo bog ich rechts ab und gelangte so ins Botschaftsviertel Warschaus. Ganz viele Botschaften von ganz vielen Ländern reihen sich dort nebeneinander. Die deutsche liegt auf 52° 13.399N; 21° 01.718O. Nur für den Fall das da mal jemand hin muss. Die meisten Botschaftsgebäude sind recht unscheinbar. Klar, das sind alles recht vornehme Villen, aber das wars dann auch schon. Eine Botschaft sticht allerdings aus der Reihe. Vor ihr sind 2 von diesen ca. 1qm großen Wachhäuschen errichten in welchen Typen mit Maschinengewehren herumsitzen. Der Zaun ist mindestens 3 Meter hoch, die Überwachungskahmaras auffälliger und zahlreicher. Genau wie vor dem Präsidentenpalast läst sich die Fahrbahn hydraulisch anheben. Ich würde schätzen rund einen Meter hoch. Die heben einfach die Strasse an so das da keiner mehr lang fahren kann. Jeder der da lang will fährt vor eine Mauer. Am Gebäude wehen unübersehbare rot-weiß gestreifte Fahnen mit einer blauen Ecke in der gelbe Sterne abgedruckt sind. Ich möchte das Ganze fotografieren und zücke meine Kamera. Der bewaffnete Aufpasser springt aus seinem Häuschen und erzählt irgendetwas dass Übersetzt schätzungsweise so viel wie „keine Bilder“ heißt.
Und jetzt kommt der Hammer, die Toleranzgrenze des bewaffneten Militärfuzzis, die Grenze die man überschreiten muss damit der Kerl gewalttätig wird.
Ein: „This is amarikan ambasy. They spy my E Mails and my phone and I am not allowed to make a picture?!” reicht völlig aus damit der Arsch einen brutal durch die Gegend schubst. Die polnischen Strammsteher, die tragen auch Gewehre bei sich. Die kann man beleidigen und wahrscheinlich auch noch mit Papierkügelchen bewerfen. Die tun nix. Die sind zwar doof wie ne Packung Toastbrot, aber wenigstens nicht aggressiv. Ich muss an Andre denken der mich mit seinem UFO in Ungarn besucht hat. Wenn ich mit dem Ding hier spielen würde, es könnte sein das ich den dritten Weltkrieg auslöse. Ich habe lediglich eine nicht zu leugnende Tatsache erwähnt woraufhin mich dieser Wixer brutal auf die Straße schubste und auf Ronald Roggen deutete. Oder auf die Bronzebüste von Ronald Rogen auf der anderen Straßenseite. Wollte er mir wohl als Ersatzmotiv verkaufen. Ronald Rogen wollte ich aber nicht fotografieren. Den kenne ich ja gar nicht, bin mir noch nicht mal sicher ob er nicht vielleicht Ronald Weizen heißt. Wäre da ein Auto gekommen, ich wäre platt wie eine Briefmarke. Aggressives Arschloch! Aber was willste machen? Der Typ hat ne Schnellfeuerpistole um den Hals hängen. Interessant noch zu erwähnen dass der Kerl allem Anschein nach zwar die amerikanische Botschaft bewachte, aber der englischen Sprache wohl nicht mächtig war.
Vielleicht hatte ich mir auch einfach nur den falschen Tag ausgesucht um die amerikanische Botschaft zu fotografieren. Irgendetwas stimmte an diesem Tag nicht. Das Polizeiaufgebot auf den Strassen war beträchtlich. Die wenigen Staatskarossen mit Wimpelchen am Kotflügel, die ich vor dem Intercontinental beobachtet hatte, hatten sich sprunghaft vermehrt. Unzählige dieser Fahrzeuge wurde von Polizeieskorten begleitet.

Bild: Polizeieskorte in Warschau

Ich weiß, das Bild ist scheiße. Aber es ist das Einzige das ich habe knipsen können ohne das ich danach von so einem Uniformierten dazu aufgefordert worden bin es wieder zu löschen. Man beachte den Fahrstiel. Die von Polizeifahrzeugen begleitete Staatskarosse fährt auf der rechten Spur. Rechts bildet sich so etwas wie ein Stau. Also scheren die Begleitfahrzeuge nach links aus. Blinker setzen und fahren. Auf den Rückwärtigen Verkehr wird nicht geachtet.
Ich hätte ja wirklich lieber fotografiert wie die mit überhöhter Geschwindigkeit und mindestens 40 Wagen durch die Fußgängerzone gebrettert sind. Aber da gab es auch Fußbullen und die hatten gegen meinen Fotoapparat was einzuwenden.
Fotografieren und filmen durften an diesem Tag scheinbar nur professionelle.

Bild: Filmaufnahmen in Warschau

Neben der ganzen Polizei am Boden schwirrten auch noch Hubschrauber durch die Luft. Irgendetwas stimmte hier nicht. Aber was?
Ich fragte einen sympathisch dreinschauenden Passanten. Barack Obama ist zu Besuch in Polen. Das polnische Merkel Donald Tusk will mit dem amerikanischen Mer…
Ne, ich kann die Angela nicht leiden. Aber wenn ich Obama als amerikanisches Merkel bezeichne, dann tue ich ihr unrecht. Das mache ich nicht, so schlimm ist sie dann auch wieder nicht. Jetzt habe ich überlegt mit wem ich Obama vergleichen könnte. Ich könnte ihn das amerikanische Hitler nennen. Aber ich mag nicht so viel Öl ins Feuer meiner Kritiker gießen. Deshalb nenne ich ihn das amerikanische Pinky. Kennt ihr das? Pinky und Brain? Das ist so eine Zeichentrickserie mit 2 Labormäusen die die Weltherrschaft an sich reißen wollen.
Wut stieg in mir auf und gleichzeitig zog mir die Zornesröte ins Gesicht. Millionen, Millionen von Steuergeldern werden hier dazu verwendet einen der größten Verbrecher unserer Zeit zu beschützen.
Ich meine hinterfragt mal jemand die Pressemeldungen? Mitte März 2014 verschwindet ein Flugzeug der Malaysia Airlines. Das verschwindet einfach. Spurlos! Ich kann auf den Satellitenbildern von googel die Mülltonen im Hinterhof meines Elternhauses erkennen, aber da verschwindet ein ganzes Flugzeug. Keine weiß wo es hin ist – oder keiner will es wissen.
Rund 4 Monate später wird ein Flugzeug von eben dieser Luftfahrtgesellschaft angeblich von den Russen abgeknallt. Der Putin ist vielleicht blöde, aber der ist doch ned saublöde! Der weiß doch auch dass die ganze westliche Welt gegen ihn ist. Da schießt der doch nicht mal einfach so ne Zivilmaschine ab nur weil die den russischen Luftraum verletzt. Der ist doch nicht bekloppt! Damals, im März, da hat man Bilder von den Angehörigen der Flugpassagiere im Fernsehen gesehen. Wo waren die Angehörigen den diesmal? Ja, diesmal mussten die vor der Presse geschützt werden. Klar kann ich das nicht beweisen. Aber wenn ihr mich fragt ist da irgendetwas faul. Ich hab auch keine Ahnung wer am 11. September die Flugzeuge in die Tower eingeparkt hat. Ich weiß nur eines: Wenn eine Terrororganisation einen Terroranschlag verübt, dann gibt es anschließend ein Bekennerschreiben und Forderungen. Und wenn es das nicht gibt, dann war es auch keine Terrororganisation!
Jetzt und hier treffen sich auf jeden Fall Pinky und Brain und überlegen wie sie die Weltherrschaft an sich reißen können. Beschützt wird das Verbrecherpack mit den Steuergeldern der ehrlich arbeitenden Bevölkerung.
Ich regte mich auf, ich war in Rage. Und jetzt, jetzt habe ich mich wieder in Rage geschrieben. Aber jetzt, jetzt ist es egal. Ich sitze daheim vor meinem PC. Hier kann ich keinen Unfug anstellen. (Außer vielleicht wieder ein Paar Gästebucheinträge heraufbeschwören oder so) aber damals, damals hatte ich Angst ich würde etwas tun das ich später bereuen würde. Ich bin ja Reisender und nicht Märtyrer. Deshalb ging ich einfach Heim. Auf dem Weg ärgerte ich mich die ganze Zeit das Fahrrad zurückgegeben zu haben.
Am nächsten Morgen war ich verhältnismäßig früh in der Stadt. Es war noch immer viel Polizei unterwegs, ein klares Zeichen dafür dass der von mir ungeliebte Besuch noch nicht abgereist war. Ich befand mich kurz vor dem Kulturpalast als ein heftiger Donnerschlag den Verkehrslärm übertönte. Gleichzeitig öffnete der Himmel seine Schleusen. Eine Sintflut! Nur wenige Minuten lang, aber sie kam völlig unangekündigt und sie war heftig. Ein Sommergewitter, aber fragt nicht was für eins. Ich war nass bis auf die Knochen.
Da ich mich eh schon wieder über das Polizeiaufgebot geärgert hatte beschloss ich in die nächste Bahn zu steigen und Heimwärts zu fahren. Warschau würde mit Sicherheit auch einen Tag lang ohne mich auskommen. Die Bahn war klimatisiert und ich war pitschnass. Gefühlte 15 Grad, mir war kalt und ich war froh als ich aus dem Ding wieder aussteigen konnte.
Am nächsten Morgen hatte ich Fieber. Früher hatte ich mal ein Fieberthermometer mit Quecksilbersäule. Dann hatte ich eine Freundin die meinte dass das total altmodisch sei und ein digitales Fieberthermometer in meinen Haushalt gebracht hat und mein altes analoges entsorgte. Tja, die Freundin hab ich schon lange nicht mehr. Aber ihr Fieberthermometer liegt noch immer in meinem Schrank. Mit einer leeren Batterie! Ich weiß somit nicht wie hohes Fieber ich hatte, aber ich hatte Fieber. Da bin ich mir sicher. Mir war auch irgendwie unwohl. Ich war krank. Ich beschloss den Tag im Stadtpark zu verbringen.

Bild: Der Josef Pilsudski Park Stadtpark in Warschau

Das ist der Josef Pilsudski Park. Er besteht aus 2 Teilen die durch eine Schnellstrasse voneinander getrennt werden. Über die Strasse führ eine recht witzige Fußgängerbrücke. Witzig an der Brücke ist vor allem die serpentinenreiche Auffahrt für Fahrräder und Rollstuhlfahrer. Wobei Letztere auch einen Aufzug benutzen können wenn sie einen Schlüssel dazu besitzen.
Ich verbrachte den Tag im Schatten einiger Bäume und versuchte dort meine Krankheit auszukurieren. Erst am späten Nachmittag zog ich weiter und entdeckte diese

Bild: Industriebrache in Warschau

alte Fabrik. Sie ist Teil des Parks, aber recht schwer zu finden. Hinter ihr liegen riesige verwilderte Swimmingpools mit Wasserrutsche.

Bild: Poollandschaft in Warschau

Ein perfektes Areal für Partys dachte ich und ich war nicht der Einzige der diesen Gedanken hatte. Denn ein Teil der alten Industriebrache ist heute die „Fonobar“. Sie hat allerdings nur an Wochenenden geöffnet und es sollte mir während meiner Zeit in Warschau nicht vergönnt sein sie zu besuchen. Ich glaube da habe ich etwas verpasst.
Unmittelbar hinter diesem eingezäunten Areal das man, so glaube ich zumindest, nur auf halb legalem Weg betreten darf, befindet sich ein halb verfallenes Stadion. Die Zuschauertribünen sind schrottreif, aber die Aschebahn wird noch genutzt und verfügt über einen modernen Gummiüberzug.

Bild: Stadion Warschau

Dieser kleine Polski Fiat

Bild: Securityfahrzeug: Polski Fiat

stammt sicher noch aus der Zeit als hier bekannte Fußballvereine gespielt haben und ein Securitymitarbeiter seine Bahnen fuhr. Am nächsten Morgen hatte ich noch immer Fieber. Ich weiß nicht wie viel, aber ich schätze mal so 5 oder 6 Grad mehr als am Vortag. So fühlte sich das zumindest an. Ich glühte - und blieb im Bett. Dieser Beschäftigung widmete ich mich auch am 6.
Am 7. hatte ich noch immer erhöhte Temperatur. Aber mir ging es im Allgemeinen wieder besser. Nur diese für mich typische, mit jeder Erkältung einhergehende, Atemnot. Aber daran bin ich gewohnt, damit kenne ich mich aus, das kann ich ignorieren. Asthma habe ich seit meiner Kindheit. Solange ein Inhaliergerät in Reichweite ist schränkt mich das nicht weiter ein.
Auf geht’s, in den nördlichen Teil Warschaus.
Abgesehen von einigen gläsernen Bürotürmen trug der erste interessante Ort den ich passierte den Namen Pawiak.

Bild: Pawiak Gefängnis Warschau

Pawiak ist ein altes Gefängnis das heute als Museum fungiert. Es wurde bereits 1829 erbaut und diente damals den Russen um polnische Gefangene zu inhaftieren. Heute verbindet man mit dem Namen aber vor allem die Zeit zwischen 1939 und 1945. Rund 100000 Menschen wurden hier von deutschen Besatzern gefangen gehalten. Davon wurden etwa 60000 an Konzentrationslager weitergeleitet und knapp 40000 direkt ermordet.
Kurze Zeit später passierte ich das Mahnmal zum Gedenken an den Aufstand im Warschauer Ghetto vor dem gerade eine Feierlichkeit zelebriert wurde.

Bild: Mahnmal Aufstand im Warschauer Ghetto

Jetzt hatte ich mir ja schon die Gedenkstätte Auschwitz mehr als ausgiebig angeschaut und das gesehene hatte mich auch irgendwie "geflascht". Ich beschloss dass ich von dieser Art der Kultur vorerst die Nase voll habe. Wenn ich mir all das Leid und die Zeitzeugnisse dieser Zeit in Museen anschaue, ändert das die Geschichte auch nicht. Warum sollte ich es dann also tun? Es macht doch viel mehr Spaß sich erfreulichen Dingen zu widmen.
Nicht wirklich erfreulich, aber sehr interessant fand ich dieses Auto.

Bild: Strassenrennen Warschau, Rennwagen?

Kennt sich irgendjemand aus?? Hat das Teil NOS? Ne Lachgaseinspritzung??

Bild: Strassenrennen Warschau, Innenansicht Rennwagen?

Ist so etwas erlaubt? Ich kenne das nur aus "the fast and the furius". Ist ja genau mein Ding, schaut von außen so unscheinbar scheiße aus aber scheint Power unter der Haube zu haben wie sau. Mit dem Teil auf der A4 mit 320 Klamotten an nem Ferrari vorbeiziehen. Geil!
Vorbei an lustigen Gebäuden

Bild: Verwaltungsgebäude Warschau

schlenderte ich zurück in die Warschauer Innenstadt wo ich einem Klavierkonzert beiwohnte.

Bild: Klavierkonzert in Warschauer Fußgängerzone. Strassenmusikant

Am Morgen des 9. Junis war ich früh auf den Beinen. Irgendetwas weckte mich mit den ersten Sonnenstrahlen. Sprich so gegen 6 Uhr am Morgen. Ich fühlte mich fitt und hatte eine hervorragende Idee! Einen Tag zuvor hatte ich einen jungen Mann beobachtet. Er war mit seinem Moterscooter an meinen Wohnort gekommen und nutzte die sich im Bau befindliche, und gänzlich Verkehrsfreie Strasse, für kleine Tricks. Kleine Tricks ist gut, der Typ hatte das voll drauf. Handstand auf dem Sattel und so Scherze. Der Konnte das. Ich hatte ihn beobachtet und auch mal geklatscht als er seine Darbietung beendete. So waren wir ins Gespräch gekommen. Ich hatte halt erzählt das dass hier ein super Parkplatz sei. Schön ruhig, man kann im Schatten vor der Karre sitzen und in der Stadt, in der Stadt ist man auch fix. Das einzige was fehle sei ein See zum Schwimmen gehen, hatte ich erwähnt. Daraufhin bekam ich eine Wegbeschreibung zu einem See in dem man schwimmen kann.
"Da lang, nur 5 Kilometer" meinte der Scooterfahrer.
Da, das war Süd-Westen. Es ging am Flughafen vorbei, quer durch einen Stadtteil Warschaus der sich Raszyn nennt und dann, dann verließ ich Warschau. Die hübsche Seenlandschaft

Bild: Warschauer Vororte

befindet sich vor den Toren der Hauptstadt. Falenty und Puchaly heißen die Kuhdörfer dort in der Gegend. Und es sind im wahrsten Sinne des Wortes Kuhdörfer. Dort ist der Hund begraben. Dabei kann man über die Felder schauen und sieht die beeindruckende Skyline Warschaus in der Ferne.

Bild: Skyline Warschau

Unzählige hübsche Wohnorte für Wohnmobilfahrer gibt es an dieser Stelle. Aber von dort kommt man dann zu Fuß wirklich nicht mehr in die Stadt. Zumindest dann nicht wenn man außer Laufen auch noch etwas anderes machen möchte.
Gegen Mittag war ich wieder an meinem Wagen. Aber ich war nicht alleine. 5 oder 6 große Bagger und deren Fahrer waren ebenfalls in der Gegend. Sie buddelten wie verrückt im Straßengraben herum. Als ich mein Fahrzeug aufschloss kam ein Baggerfahrer ganz hektisch angelaufen. Verstanden habe ich ihn jetzt nicht, aber er hat mir klar gemacht das er dort baggern müsse wo ich wohne.
Somit stand für mich Weiterfahren auf dem Programm. Jetzt kannte ich mich schon gut genug aus und parkte nur 30 Minuten später auf einem Parkplatz den ich schon einige Male passiert hatte und von dem ich immer dachte: "Hier wäre auch nicht schlecht."
Es war ein schrecklich heißer Tag. In meinem Wagen lagen die Temperaturen schon weit jenseits der 30 Grad Marke und vor dem Wagen sitzen, vor dem Wagen sitzen war an diesem Ort vielleicht nicht so angesagt. Nichts wie weg hier!
Als erstes passierte ich ein großes Mahnmal.

Bild: Soldatenfriedhof Warschau

"Cemetarz Mauzoleum Zolnierzy Radzieckich" steht auf einer Messingtafel. Neben dem Mahnmahl unzählige Gräber. Gräber von Menschen deren Beruf einst Töten war. Soldatengräber! Aber im Gegensatz zu den ukrainischen Soldatengräbern wo Deutsche Soldaten beerdigt liegen, liegen hier polnische Soldaten. Und wenn polnische Soldaten auf polnischem Boden beerdigt sind, dann ist der Gedanke nahe liegend dass sie beim Verteidigen und nicht beim Angreifen starben.
Durch einen schmalen, grünen Korridor gehe ich quasi von Park zu Park. Von den Soldatengräbern hin zu dem Park mit dem hübschen See. Sein Name ist "Mokotow Field - Park of Jozef Pilsudski".
Diesmal nutze ich nicht die kleine Fußgängerbrücke die diesen Park mit seinem zweiten Teil verbindet sondern ich folge der Hauptstrasse. Irgendwo biege ich dann von der Strasse ab und gelange so in Gebiete Warschaus in denen ich noch nie zuvor gewesen bin.

Bild: fremdes Warschau

Man beachte die Eisenspannbänder die dieses Haus zusammenhalten.

Bild: baufälliges Haus in Warschau

Irgendwann blicke ich wieder auf den Kulturpalast

Bild: Kulturpalast Warschau (Hochformat)

und beschließe mich quer durch die Parkanlagen auf den Heimweg zu machen.
Natur Pur in Warschau.

Bild: Krähe in Warschauer Park

Als ich wieder die Hauptstrasse erreiche sehe ich einen Citroen HY. Hatte ich nicht erst kürzlich Eintritt in einem Museum bezahlt um einen Citroen HY anzuschauen?? Hier in Polen fahren solche Museumsstücke über die Strassen. Aber nein, bei genauerer Betrachtung stellte ich fest das dieser Citrön deutsche Kennzeichen hatte. GS, aus Goslar war er und er parkte vor einem Hotel. Vor einem recht teuer wirkenden Hotel. Dabei schaut der Wagen so aus als ob man mit ihm kein Hotel bräuchte.

Bild: Citroen HY Wohnmobil

Wie kann man mit so einem alten und riesigen Hobel von Goslar nach Warschau fahren wenn man den Platz weder für Transportzwecke braucht noch um darin zu wohnen? Ich meine der zahlt den Diesel, der nimmt den nicht vorhandenen Fahrkomfort in kauf, der parkt genauso weit von der Stadt entfernt wie ich und genau wie ich hat er keine Karre mit der er in der Stadt nen Parkplatz findet wenn er da einen sucht.
Diese Gedanken veröffentlichte ich sehr zeitnah in meinem VIP Bereich. Einige Tage später hatte ich eine Mail von einem VIP Leser. Das ist gar kein privates Wohnmobil, der Karren gehört dem NDR. Die E Mail enthielt einen Link zu dieser Seite. Die Seite von Schwedenauswanderen die von dem NDR Team einmal porträtiert worden sind. Das ist quasi denen Ihre Seite "Into the wild", halt die Seite auf der die erzählen wie das so ist wenn man von einem TV Team begleitet wird. Von dort sind auch Filme des Teams verlinkt. Ich hab mir das jetzt nicht alles angeschaut, aber ich habe das Gefühl das dort der Eindruck erweckt werden soll das der Reporter in dem Wagen nächtigt. Dem ist definitiv nicht so, myhomeismycar deckt auf!
Und jetzt wo ich weiß das der Wagen keiner Privatperson gehört kann ich euch auch mal einen Blick in den Wohnraum werfen lassen. Ich habe mir schließlich auch die Nase an der Heckscheibe platt gedrückt.

Bild: Citroen HY Wohnmobil (Innenansicht)

Gemütlich! Und der geht in ein Hotel. Na ja, vielleicht hat er keinen Stromerzeuger dabei und musste den Kameraakku laden. Vielleicht ist in dem Hobel auch einfach zu wenig Platz für Reporter, Kammaramann, Stativträger, Tontechniker ….

Auch am 10. war es heiß. Deshalb hatte die Warschauer Stadtverwaltung einen Steinplattensprenger im Zentrum aufgebaut.

Bild: Rasensprenger in Warschauer Fußgängerzone

Das Pflaster braucht ja Wasser, sonst wird es ganz gelb.
Auch mir war warm und deshalb beschloss ich mir einmal die weiträumige Parkanlage zwischen Wisla und Stadtzentrum etwas genauer anzuschauen. Große Bäume spendeten herrlichen Schatten, überall gab es kleine Springbrunnen und Sitzbänke zum Pause machen. Für eine Millionenstadt wie Warschau war der Park erstaunlich leer. Ich entdeckte eine große Skatebahn. Für Skateboardfahrer und Inlineskater. Aber sie lag hinter einem Zaun in so einer Art großem Zirkuszelt verborgen und dort waren Hunde verboten. Eigentlich schaue ich mir so etwas ja immer gerne an. Dann erreichte ich ein großes Monument direkt an der Wisla.

Bild: Monument an Wislaufer Warschau

Direkt an der Wisla ist jetzt gelogen. Denn zwischen dem Monument und dem Fluss liegt noch die vielspurige Stadtautobahn. Ich überquerte diese Stadtautobahn an einer Stelle an der es bestimmt nicht erlaubt war und folgte dem Wislaufer weiter südwärts.
Schon bald wechselte die Gegend ihr Bild. Die Parkanlage hatte ich hinter mir gelassen, jetzt lief ich am Strand vorbei. Hier war es voller. Unzählige kleine Gaststätten hatten Ihre Liegestühle in den Sand des Wislaufers gestellt und hofften darauf das ein Mensch vorbeikommt der sich Ihre Getränke leisten kann.
Ich überquerte die Wisla über die "Most Lazienowski". Most, das ist polnisch und bedeutet Brücke.
Auch auf der anderen Wislaseite gab es einen großen Strand. Aber hier gab es keine Kneipen und Kaffees, nein, hier gab es Sand und Natur.

Bild: Wislastrand Warschau

Hier konnte man sich die Getränke leisten und wer vom Hunger übermannt wurde, der konnte eine der öffentlichen Grillstellen benutzen.

Bild: öffentliche Grillstellen am Wislastrand Warschau

Der Kranwagen im Hintergrund war damit beschäftigt einige professionelle Fotografen in den Himmel zu heben damit die tolle Bilder für tolle Touristenprospekte von Warschau machen können.
Panoramaufnahme Warschau bei Nacht
(Panoramafoto von Spens03 und veröffentlicht unter der Creative-Commons-Lizenz. Von mir durchgeführte Änderungen: Größenänderung.)

Ich hingegen hatte mehr einen Blick für die andere Richtung des Strandes übrig.

Bild: Partymaile Wislastrand Warschau

Es war mal wieder Scheki der den Kontakt herstellte. Mit einigen Metern Sicherheitsabstand setzte sich das Tier vor den Einweggrill einer kleinen Gruppe junger Leute. Er setzte sich dort hin und schaute. Schaute mit seinen treuen braunen Hundeaugen auf die Würstchen die auf dem Grill lagen und machte dabei wohl einen leicht hungrigen Eindruck. Es dauerte nicht lange bis der Blick des Tieres die Herzen der Grillenden erweichte und ein Würstchen in Richtung Hund flog.
„Gin Kuje“ Bedankte ich mich im Namen meines Tieres.
Das übliche „Woher?“ „Wohin?“ wurde ausgetauscht und dann fuhr ich mit Macije zum Supermarkt neue Würstchen kaufen. Macije kannte den Weg und seine Freundin hatte noch ein Fahrrad für mich übrig. Wir kauften nicht nur Würstchen sondern auch Bier. Dann wurde der Abend feucht fröhlich und vor allem sehr lang. Irgendwann spät in der Nacht hatten wir die tolle Idee noch einmal schwimmen zu gehen. Das ist zwar nicht erlaubt, aber wir wurden ja auch nicht erwischt. Als ich wieder zuhause war, war es hell.
Als ich am nächsten Nachmittag erwachte ging es mir dreckig. Nein, kein Kater. So viel gesoffen hatte ich nun auch wieder nicht. 4 oder 5 Bier, über die ganze Nacht verteilt. So viel ist das nicht, das kann ich schon vertragen. Aber mein Fieber war zurückgekehrt. Mein Thermometer zeigte Temperaturen um die 30 Grad. Ich war nass geschwitzt und fror dabei.
Rückwirkend betrachtet, mit dem Wissen von heute, mit dem Wissen vom 14. August 2014 hätte ich gesagt:
„Du hättest mal direkt zum Arzt gehen sollen. Dann hättest du dir ne scheiß Zeit erspart und das wäre sicherlich auch billiger geworden als irgendwann halb tot in die Notaufnahme eines Krankenhauses zu krabbeln.“
Aber damals, damals glaubte ich noch an eine simple Erkältung und an ein wenig allergisches Asthma.
Ich blieb noch einen ganzen Monat lang in Warschau. Ich war nicht durchgehend krank. Zumindest nicht so richtig. Richtig gesund war ich zwar auch nicht, meine Atemnot blieb, aber das Fieber verschwand nach wenigen Tagen wieder so dass ich mich bewegen konnte. Dann kam es mal wieder zurück und fesselte mich ans Bett und dann, plötzlich wie es gekommen war verschwand es auch wieder. Während meiner Fieberperioden verbrachte ich viel Zeit in dem Park mit dem Soldatenfriedhof. Das war nicht so weit von meinem Wohnmobil entfernt, dort gab es schattige Parkbänke und man konnte Eichhörnchen füttern.

Bild: zahmes Eichhörnchen in Warschau

An der Fütterung lagen meistens ein paar Nüsse herum die man aufheben konnte um die Tiere damit anzulocken. Besonders mutige Hörnchen holten sich die Nüsse aus der ausgestreckten Hand.
Nicht weit von diesem Ort entfernt gab es andere Tiere die man besser nicht aus der Hand füttern sollte.

Bild: Jurasic Park Warschau – Dinosaurierskulptur

Scheki mochte Ihn hier aber lieber als den Dino.

Bild: Hundeskulptur in Warschau

Ich ging mir auch noch den Palast hinter dem Sachsenpark anschauen. Toll, das hier ist er:

Bild: Palast am Sachsenpark Warschau

Einen Tag später traf ich dann Jurek. Jurek kenn Ihr ja schon seit meiner Zeit in Albanien und spätestens seit der Lektüre meines Krakau Reiseberichtes habe ich euch den jungen Mann wieder ins Gedächtnis gerufen. Auch Rafel, mein Freund aus der polnischen Ruhrpottmetropole Gliwice war ursprünglich ein Freund von Jurek. Jetzt hatten wir jedenfalls eine Möglichkeit gefunden uns kurz wieder zu sehen.
Am frühen Morgen holte ich Jurek an einem rund 3 Kilometer weit entfernten Busbahnhof ab. Dann wurde was zu frühstücken eingekauft und dann ging es zum Kaffeetrinken zu mir.

Bild: Besuch, Innenansicht meines Wohnmobils

Viel Zeit hatte Jurek leider nicht mitgebracht. Schon am Nachmittag geht sein Flugzeug nach Georgien. In Georgien ist Jurek derzeit so etwas Ähnliches wie ich in Polen. Langzeittourist eben. Dabei ist er nicht wirklich nur Tourist, nein, er lebt dort irgendwie - und irgendwie halt auch wieder nicht. Offiziell lebt Jurek in seinem Iveco. Genau wie ich. Ne, Offiziell wird er wohl noch wo anders leben, aber das weiß ich nicht. Jureks Iveco steht jedenfalls unweit von Warschau entfernt auf dem Grundstück von Freunden von Ihm. In Georgien braucht er den Wagen nicht. Dort hat er ein Haus. In wenigen Tagen wird er eine Gruppe polnischer Radfahrer durch das Land begleiten. Die Jungs strampeln sich die Lunge aus dem Brustkorb und Jurek fährt ihr Gepäck mit dem Auto hinterher. Das bekommt er auch noch bezahlt und davon lebt er.
Ich zeigte Jurek das Bild von dem gelben Plakat mit dem SS Putin. "Sag mal, kannst du mir das erklären?? Ich hab das schon mindestens 20 Leuten gezeigt, keiner weiß da was mit anzufangen."
"Ja klar, das ist ne Anspielung auf Hitler."
"Das hab ich mir auch gedacht, ich kapiere sie aber nicht."
"Ist doch klar, das bezieht sich auf die Vorfälle in der Ukraine. Putin annektiert die Krim weil er glaubt sie gehöre ihm und Hitler hat damals große Teile Polens annektiert weil er glaubte sie gehören Ihm."
"Äh, das klingt logisch. Da bin ich noch gar ned drauf gekommen. Aber was da für eine Organisation oder Partei dahinter steckt, das weißt du auch ned oder?"
Da konnte mir mein Freund jetzt leider auch nicht helfen.
Jetzt dürfte es ja eh jeder mitbekommen haben. Ich selbst bin ein kleines wenig pro russisch eingestellt. Eigentlich bin ich gar nicht pro russisch, ich bin eher mehr anti amerikanisch. Dennoch mag ich in diesem Zusammenhang noch einmal mein kleines Resümee zitieren das ich niederschrieb als ich nach knapp 4 Monaten Reisezeit die Krim verlassen habe:

"Dort befindet sich eine Polizeistation an der Hauptstrasse. Es wirkt ein kleines bisschen wie eine Grenzstation und ich glaube, dass es sich hier um die Grenze zwischen der Ukraine und der Krim handelt. Offiziell ist das zwar ein und das gleiche Land, aber offiziell gibt es ja auch Transnistrien nicht. Die Einwohner der Krim bezeichnen sich jedenfalls durchweg als Russen. Mit der Ukraine wollen sie nix zu tun haben. So wurde es mir jedenfalls immer wieder erzählt."

Das habe ich im Februar 2012 geschrieben. Das war mein Eindruck den ich als Reisender von der Krim hatte.
Im Jahr 1989 hat ein Land namens BRD ein Land namens DDR annektiert. Der politische Führer unter dem das damals geschah hieß Helmut Kohl. Genau wie die Krim einst ein Teil von Russland war, war die DDR einst ein Teil der BRD. In beiden Fällen ist die Annexion friedlich und auf Wunsch der Bevölkerung des annektierten Gebietes erfolgt. Warum ist Kohl so etwas wie ein Volksheld und Putin so etwas wie ein Verbrecher?? Liegt es eventuell daran das Kohl keinem Edward Snowden politisches Asyl gewährt hat und sich somit mächtige Feinde gemacht hat?
Ich schweife schon wieder ab. Aber der Putin tut doch nix. Zumindest nix schlimmeres als alle anderen auch. Klar führt der mal einen Völkerrechtswidrigen Krieg in Georgien. Streitet ja keiner ab. Aber war der Irakkrieg Völkerrechtskonform? Wenn ihr mich fragt hat der einfach nur Eier in der Hose. Eier und Stolz! Die Merkel läst sich doch vom Obama beim Telefonsex belauschen und wenn das rauskommt wirft sie als Konsequenz nen nassen Lappen über die Angelegenheit und geht mit ihrem Kumpel nen Kaffe trinken. Also wenn ich die Merkel wäre, ich würde alle Handelsbeziehungen einfrieren. Zumindest solange bis ne vernünftige Entschuldigung kommt. Wir können ja mit Russland Handel führen. Oder mit China. Meinetwegen auch mit Nord Korea. Alles besser als die USA.
Ich schweife ab.
Nach einer viel zu kurzen Zeit des Wiedersehens, in welcher wir uns eigentlich auch gar nicht über Russlandpolitik unterhielten, sondern uns viel mehr die Dinge erzählten die wir in der Zeit erlebt hatten seit wir uns das letzte Mal gesehen hatten, war Abschied nehmen angesagt. Ich begleitete Jurek zum Warschauer Flughafen "Chopin". Aus der Wartehalle wurde ich recht fix hinausgeworfen. Mein Hund bräuchte ein Maulkorb meinte der Typ mit Gummiknüppel und Tränengas.
Tschüss Jurek. Schön dich noch mal wieder gesehen zu haben.
Am nächsten Tag stand für mich der Gang zum Media Markt auf dem Programm. Mein schöner in Ungarn gekaufter Tablet PC hatte sich verabschiedet. Ganz unspektakulär. Am Abend hatte ich ihn zum laden eingesteckt und am nächsten Morgen war die Batterie leer und wurde auch nie wieder voll. Gekauft hatte ich das Gerät im ungarischen Miskolc. Secound Hand für 10000 Forint. Ich hatte aber eine rund 6 Wochen alte Kaufquittung des ortsansässigen Mediamarktes dazu bekommen auf der ein Kaufpreis von 16000 Forint vermerkt war. Jetzt wollte ich einmal ausprobieren ob ich meine 16000 Forint zurückbekomme.
Media Markt war schnell gefunden. Auch der junge Verkäufer an der Info sprach englisch. Ich zeigte ihm die Kaufquittung und das defekte Gerät das nur etwas über ein halbes Jahr gehalten hatte.
"Äh …." Der Verkäufer wandte sich an einen Kollegen. Polnische Worte wurden gewechselt, es wurde telefoniert. Dann wandte er sich wieder an mich.
"Also wir tauschen das schon um. Das Gerät ist ja in einem unsrer Märkte gekauft worden. Aber … wie viele Sloti sind 16000 Forint? So etwas kommt bei uns nicht alle Tage vor. Da müssen wir mit dem Chef sprechen, der muss das klären. Bitte kommen sie morgen wieder!"
Kommen sie morgen wieder! Solche Sprüche kenne ich. Ich verabschiedete mich freundlich und stand am nächsten Tag wieder vor der Türe. Der Umtausch dauerte dann keine 5 Minuten mehr. Die wussten schon alle bescheid und mein Geld lag abgezählt und mit einer Büroklammer zusammengeheftet in einer Schublade.
200 Sloti erhielt ich zurück. Etwas weniger als 50 Euro. Das ist nicht unbedingt ein guter Wechselkurs, aber es ist bei weitem mehr als ich für das Gerät bezahlt hatte.
Am 24. überquere ich noch einmal die Wislar. Mein Weg führt mich zunächst in einen großen Park mit dem Namen "Skaryszewski". Dort gibt es ebensoviele Wasserflächen wie Mücken. Kleine Kinder erlernen in besegelten Walnussschalen die hohe Kunst des "gegen den Wind Segelns" die ich auch so gerne begreifen möchte.
Dann folge ich ein Stück weit der Wislar und werfe einen Blick auf die Stadt.
Über noch nie begangene Wege gelange ich zurück ins Stadtzentrum
wo ich mich über einen fliegenden Händler wundere der bei 30 Grad im Schatten unter der Beschriftung „Christmas sale“ Fellmützen verkauft.

Bild: Christmas Sale im Hochsommer. Normal in Warschau

Ich verweile noch einige Stunden an dem Sandstrand mit den öffentlichen Grillstellen und auf meinem Heimweg lerne ich dann wozu EC Karten gut sind. Mann kann damit die Türen zu kostenlosen Hotels öffnen.

Bild: kostenloses Hotel Warschau - der Vorraum einer Bankfiliale

Am nächsten Morgen fotografiere ich einen polnischen Starenkasten.

Bild: Radarfalle, Starenkasten in Polen

So schauen die aus! Es gibt auch welche die anders ausschauen, aber wenn man von denen geblitzt wird, dann kann man das Knöllchen anfechten und muss es nicht bezahlen. Kürzlich ist in Polen ein neues Gesetz erlassen worden: Starenkästen müssen gelb sein. Wenn sie nicht gelb sind, sind ihre Bilder wertlos. Das wurde mir zumindest erzählt und von einer weiteren Person bestätigt.
Außer der Besichtigung des polnischen Kriegsmuseums, die Bilder hatte ich ja schon gezeigt, stand auch noch ein kleiner Spaziergang auf der Ostseite der Wisla auf dem Programm. Von der Poniatowskiego Brücke mit ihren charakteristischen Türmen folgte ich dem Fluss bis zur Siekierkowski Brücke. Über sie führt die B724.
Wahnsinn, da entfernt man sich zu Fuß eine knappe Stunde vom Zentrum einer 2 Mio. Stadt und schon steht man mitten im nirgendwo.

Bild: Die Wisla, nördlich von Warschau

Jetzt hatte ich, mit Ausnahme der Eisenbahnbrücke, alle Brücken benutzt die Warschau zu bieten hat.
Auf der Ostseite kann man übrigens prima so weit an der Wisla vorbeilaufen. Auf der Westseite geht das nicht. Ein vorhandener Asphaltweg erweckt den Eindruck dass es gehen würde, aber dieser Weg endet an einem Metalltor. Dahinter befindet sich so eine Art Industriegebiet und dort gibt es einen kanalartigen Seitenarm der Wisla, aber keine Brücke die über ihn hinwegführt, so das man Meilenweit zurücklaufen muss, um die Sache zu umgehen.
Irgendwie gelangte ich in ein parkartiges Areal das sich, so sollte ich später feststellen, nahtlos an die Grünflächen des Botanischen Gartens anschließt. Es gehört aber irgendwie nicht dazu, denn dort sind Hunde erlaubt.
Schön da! Radfahrer, Inlineskater, Hundehalter. Menschen sonnen sich auf den Wiesen, spielen Federball oder verstecken ihre Bierbüchsen vor den patrouillierenden Polizeibeamten. Über all das wacht, hoch auf dem Gipfel eines kleinen Berges: Schloss Ujazdowski.

Bild: Schloss Ujazdowski in Warschau

Auch hier gibt es große Wasserflächen. Allerdings keine Boote und auch weniger Mücken. Dafür hübsche Gebäude am Ende dieser Wasserflächen.

Bild: Botanischer Garten Warschau

Orientierungslos wie ich durch die Gegend laufe stoße ich irgendwann wieder auf die Wislar. Sie bringt mich geradewegs zu der Outdoorpartymaile mit den Betontreppen. Die wo man sein Bier nicht verstecken muss, weil man es an diesem Ort nicht in Warschau, sondern in der Wislar trinkt und das ganz legal ist. Es dämmerte bereits als ich diesen Ort erreichte und ich dachte mir so ein Bier sei eine gute Idee. Man beachte die kleine Menschenschlange vor der nahe gelegenen Bierverkaufsstelle.

Bild: Menschenschlange vor einem Kiosk in Warschau

Neben der Tatsache das ich in den nächsten Tagen so ziemlich jeden Lombard, wir erinnern uns, Lombard = polnisch für Pfandleiher, betrat weil ich mir ein neues Tablett kaufen wollte, fotografierte ich auch viel.
Ich brauche ja immer Fotos für diese Seite und im Grunde fotografiere ich gar nicht so gerne. Das hat zur Folge das ich normal nur einige dokumentarische Schnappschüsse mache und hier und da dann Fototage einlege.
Ich denke ich zeige euch an dieser Stelle einfach mal ein paar hübsche (und weniger hübsche), unsortierte Bilder Warschaus.
Was das Tablet angeht, das wurde dann am Ende ein ASUS fonepad. Das Gerät kann so gut wie nichts von dem was ich in dem Forenthema "Smartphone/Tablet Stomsparrechner für WoMos" artikuliert habe, aber das was ich mir wünsche scheint es nicht zu geben. Immerhin brauchte ich "nur" 50 Euro zuzahlen. Nach ersten Tests bin ich ganz zufrieden mit dem Teil. Kein vergleich mit dem Alten. Und kraecker hat recht, das kann sogar ganz gute Fotos machen:

Bild: Die Warzaw Towers, aufgenommen mit dem Handy

Hier das Vergleichsbild desselben Motivs, aufgenommen mit meiner Nikon.

Bild: Die Warzaw Towers, aufgenommen mit meiner Nikon

Am 9. Juli wollte ich dann aufbrechen um Warschau den Rücken zu kehren. Ich hatte bereits mein Fahrzeug aufgeräumt, war noch einmal beim nahe gelegenen Lidl und saß im Fahrerhaus meines Trucks als ich den Zündschlüssel im Schloss herumdrehte und außer dem Orgeln des Anlassers nichts geschah. Ich orgelte eine Weile, aber es geschah nichts. Der Wagen dachte nicht im Traum daran anzuspringen.
Bis zum frühen Abend krabbelte ich auf Fehlersuche fluchend unter meinem Truck herum. Es scheint immer wieder die gleiche Scheiße zu sein. Der Hobel bekommt keinen Sprit. Nur woran liegt es diesmal? Trotz aller Suche fand ich keinen Fehler an meinem Wagen. Letzten Endes befüllte ich die Dieselleitung von Hand, so wie ich es zum ersten Mal auf meiner Seite mit der Fahrzeugpanne in der Ukraine beschreibe. Dann sprang er an. Das Lustige war das er, anders als in der Ukraine, auch nicht wieder ausging nachdem ich die Dieselleitung wieder am Tank angeschlossen hatte. Irgendwie musste während der langen Standzeit Luft in die Kraftstoffleitung gekommen sein die ich jetzt verdrängt hatte.
Na ja, einen Tag später ging es dann tatsächlich weiter.


Weiter geht es in den polnischen Atombunkern.

Derzeit im Chat :



Bild: Danke








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