Mit dem Wohnmobil in Klausenburg

Es war bereits dunkel als mich die von Turda kommende E60 in engen Serpentinen talwärts führte. Eine Kehre, eine Zweite, eine Dritte, dann sah ich auf das hell erleuchtete Cluj Napoca herab.
Währen die Scheiben nicht so beschlagen gewesen hätte ich die Aussicht richtig genießen können. Noch ein oder zwei weitere Kilometer fuhr ich Cluj Napoca entgegen bevor ich rechts in einen Feldweg einbog und unweit der Hauptsrasse Quartier bezog.
Ofen anwerfen und los, zurück zu der Stelle mit der tollen Aussicht. Leider versagte selbst die moderne Technologie meines brandneuen Fotoapparates so dass ich euch nicht an dieser Aussicht teilhaben lassen kann. Die Bildqualität ist zu beschissen. Genau wie bei der Panasonic lässt sich die blöde Automatik nicht ausschalten. Meine erste Nikon, die konnte das. Da konnte ich manuell einstellend das sie bis zu 8 Sekunden belichten soll. Damit konnte man, Stativ vorausgesetzt, prima Nachtbilder machen. Die neue Nikon belichtet maximal 1 Sekunde und das ist definitiv zu kurz.
Nach ca. 30 Minuten war ich zurück am Wagen. Am nächsten Tag zog ich dann los Cluje zu entdecken. Selbstverständlich habe ich ganz viele Bilder. Aber bevor ich die Zeige möchte ich darauf aufmerksam machen das Fotografieren in Cluje besondere Aufmerksamkeit erfordert. Fotografieren in Cluje ist so ähnlich wie die Parkplatzsuche. Mann muss auf Verkehrszeichen achten, denn nicht überall in Cluje ist das Fotografieren erlaubt. Und wenn man als unbescholtener Tourist, der vielleicht nach ein paar Bierchen in der Kneipe noch einige wenige Schnappschüsse aufnehmen will, ein solches Verbotsszeichen übersieht, dann verstößt man gegen die Gesetze das Landes und das sollte man als Gast in einem fremden Land tunlichst vermeiden.
Das ich unwissender Weise eine solche Straftat begangen habe, das ist mir erst gerade eben aufgefallen als ich die Bilder meines Aufenthaltes in Cluj Napoca noch einmal betrachtete.

Bild: Fotografieren verboten in Cluje Napoka

Ja, das hätte ich nicht gedurft. Ich schäme mich! Nicht nur dafür das Foto aufgenommen zu haben, sondern noch viel mehr deswegen weil ich es auch noch schamlos im Internet der Öffentlichkeit zugängliche mache.
Ich tue das auch nur deswegen weil man als Tourist in Cluj nicht nur darauf achten muss was man fotografiert und filmt, sondern man muss auch Ständig den Schilderwald im Auge behalten um zu wissen wo man gefilmt und fotografiert wird.

Bild: Überwachungskamara Cluj Napoka

Ich wusste das nicht und habe das Schild zu spät gesehen. Jetzt hat das rumänische Gegenstück zum amerikanischen CIA eine Aufnahme meines entblößten Gliedes da ich die Dunkelheit und augenscheinliche Einsamkeit der Parkanlage dazu nutzte einige Bierchen, die ich kurze Zeit vorher oben eingefüllt hatte, unten wieder herauszulassen.
Big Brother is watching me, selbst beim Pinkeln in Cluj Napoca!
Die Stadtgeschichte von Cluj geht bis in prähistorische Zeiten zurück. Damals gefiel es wohl dem ein oder andern Jäger und Sammler an dieser Stelle und er beschloss hier sein Zelt aufzubauen.
Wie es bei Städten und Siedlungen so ist wurde auch Cluj im laufe der Zeit einige Male kaputt gekloppt und wieder neu aufgebaut. Erst waren es die Römer, dann die Germanen und sicher auch noch ein paar andere.
Eine Richtige Stadt wurde Cluj erst im 13. Jahrhundert als sich hier deutsche Siedler niederließen. Die Deutschen nannten Ihre Stadt Klausenburg und Klausenburg heißt Cluj noch heute bei den hier wohnenden Rumäniendeutschen. Irgendwann um 18hundert rum war Klausenburg auch mal Hauptstadt des Grosfürstentums Siebenbürgen. Zwischenzeitlich gehörte es mal zu Ungarn, mal zu Deutschland, mal zu Rumänien.
Heute ist Cluj nach Bukarest, Timisorana und Iasi die Viert größte Stadt in Rumänien. Das alles interessierte mich allerdings nur herzlich wenig. Mich interessierte viel mehr wo das Zentrum dieser Stadt liegt denn das wollte ich mir einmal anschauen gehen.
Da ich von meinem Wohnort aus die Dächer der Stadt sehen konnte war ein Verlaufen wohl schwerlich möglich. Immer bergab, den Dächern entgegen.
Ich folgte einem schmalen Wirtschaftsweg zwischen den Apfelplantagen hindurch zwischen denen ich geparkt hatte dann bog ich links ab und erreichte kurz darauf wieder die Hauptstrasse. Sie führte mich direkt ins Stadtzentrum von Cluj.
Die rumänische Nationaloper welche sich plötzlich rechts von mir befand kündigte an das ich dem Zentrum ganz nahe war.

Bild: Nationaloper Cluj Napoka

Ihr direkt gegenüber befindet sich eine Kirche mit hübscher Parkanlage davor.

Bild: Kirche Cluj Napoka

Überhaupt wimmelt es in Cluj von Kirchtürmen. Ich beschloss an meinem ersten Aufenthaltstag in Klausenburg eine Kirchentour zu machen. Von Kirchturm zu Kirchturm laufen. Kirchtürme ragen hoch über die Hausdächer empor und so kann man den Weg nicht verfehlen.
Schnell bemerkte ich dass nicht jeder Kirchturm auf den ich zusteuerte auch tatsächlich zu einer Kirche gehörte. Nein, auch ganz normale Wohnhäuser haben hier Dächer die an Kirchtürme erinnern.

Bild: Turmdächer

Vor der St. Michaelskirche war eine Eislaufbahn aufgebaut. Laute Diskomusik schallte über den heiligen Kirchenvorplatz und ich beschloss dem bunten Treiben eine Zeit lang zuzuschauen.

Bild: Vorplatz Michaelskirche

Unter einem sicherlich sehr teuren Glasdach befinden sich einige Überreste aus der Vergangenheit der Stadtgeschichte. Einige Mauerreste, eine alte Säule … desinteressiert blickte ich durch die gläserne Überdachung in die Tiefe hinab als ich etwas erblickte das mich interessierte. Eine Ratte. Ein recht großes Exemplar saß inmitten der erhaltungswürdigen Steinreste der Vergangenheit und knabberte einige Erdnüsse die tierfreundliche Menschen durch einen schmalen Ritz in die Tiefe geworfen hatten.
Unter dem Glasdach befand sich ebenfalls eine steinerne Informationstafel. Sie war sogar in englischer Sprache abgefasst, aber bei dem Versuch die in den hellen Sandstein gemeißelten Buchstaben zu entziffern sind mir fast die Augen aus dem Kopf gefallen und deswegen beschloss ich mich lieber einmal in der Gegenwart umzuschauen anstatt zu versuchen in der Vergangenheit zu lesen. Hübsch hier! Und überall diese Turmartigen Dächer.

Bild: Turmdäche Cluj Napoka

Ich meine wer baut so etwas? Es ist so einfach ein Paar Latten aneinanderzunageln und Dachpfannen draufzulegen. Wer setzt sich da hin und dängelt wochenlang auf einem Blechstück herum bis es die Form eines solchen Daches angenommen hat? Also ich würde es nicht tun!
Vor einem Modeladen drückte mir eine junge Frau einen Zettel in die Hand. "I can nor read this." Sagte ich und gab das Papierchen zurück. Die Frau konnte Englisch. Ganz tolle Angebote hätten sie. Alles super billig. Ich blickte in den sehr teuer wirkenden Laden und dann an mir herab. Ich sah wirklich mal wieder unmöglich aus. Ich hatte meinen Wagen zwar sauber verlassen, aber bis zum Stadtzentrum hatte ich immerhin rund 5 Kilometer matschige Feldwege hinter mich gebracht. Meine Schuhe waren schlammverkrustet und Spritzer mit eingetrocknetem Erdreich waren bis zu meinen Oberschenkeln zu erblicken. Auf meiner Lederjacke die verwischten Abdrücke von zwei Hundepfoten die, kurz bevor sie mit meiner Jacke in Berührung kamen, auch noch im Schlamm steckten.
Die junge Frau lachte als ich kopfschüttelnd an mir herab blickte. "Ich hab da hinten einen Secound Hand Laden gesehen, ich glaube das ist eher was für mich."
"If you have time, you can have a look." Ich erhielt das Papierchen zurück und entsorgte es an der nächsten Mülltonne.
Am nächsten Tag schlenderte ich zunächst einmal durch die weiträumigen Plantagen

Bild: Obstplantagen Cluj Napok

und bahnte mit einen Quer-Feld ein Weg ins Stadtzentrum von Klausenburg. Das Reiterstandbild von Kommissar Rex äh Matthias Rex meine ich, stand noch immer vor der Michaelskirche.

Bild: Reiterstandbild Matthias Rex Cluj Napoka

In willkürlichen Zick Zack Linien lief ich durch die Stadt und entdeckte illegal angebrachte Straßenkunst

Bild: Grafitti Cluj Napoka

und interessante Haustiere hinter geschlossenen Fensterläden.

Bild: Haustiere Cluj Napoka

Über diese alte Festungsanlage

Bild: Keine Hundeburg Cluj Napoka

kann ich euch mehr erzählen als über die unter Glas liegenden Steinbrocken. Dort gibt es nämlich ein richtiges Metallschild das den Touristen informiert. Schwarze Schrift auf weißem Grund, das kann man lesen. "Nu caine" steht darauf geschrieben. Das ist rumänisch, aber ich bin lange genug im Land um es übersetzen zu können. Es scheint sich um die "keine Hunde Festung" zu handeln.
Nur wenige Hundert Meter weiter erblickt man die "Biseria Reformata" also die Reformationskirche.

Bild: Reformationskirche Cluj Napoka

Von dort machte ich mich auf den Weg den kleinen Hügel jenseits des Flusses Some?ul Mic zu erklimmen auf dem das 3 Sterne Hotel Belvedere erbaut ist. Das Hotel interessierte mich nicht, aber die Aussicht von dem Hügel.

Bild: Stadtpanorama Cluj Napoka

Ich streifte ein wenig durch die dort angelegte Parkanlage und konnte leider nicht herausfinden welchem Zweck dieser Kran dient.

Bild: Bungee Jumping Cluj Napoka??

In einem weiten Bogen gelangte ich zurück in die Stadt

Bild: Stadtzentrum Cluj napoka

und entdeckte noch ein wenig die Außenbezirke.

Bild: Aussenbezirke Cluj Napoka

In der Nacht gab es einen Temperatursturz. In den vergangenen Tagen war es so schön warm das ich den Ofen nur auf kleiner Flamme brennen lassen musste. Doch als ich am morgen erwachte war es bitter kalt. Erst einmal kräftig einheizen und dann machte ich mich auf unter der frisch niedergegangenen Schneeschicht ein wenig neues Brennholz zu suchen.

Bild: Brennholzsuche Cluj Napoka

Obstbaum, das brennt gut. Und hier gab es mehr als genug davon. Leider musste ich den Kram weit heran tragen so das ich das weitere erkunden von Cluj auf den Folgetag verschob. Am Folgetag entdeckte ich dann die Ursus Brauerei.

Bild: Ursus Brauerei Cluj Napoka

Ursus wirbt mit dem Slogen "Regele Berii in Romania". Aber, wie in meinen Berichten schon erwähnt, ist Ursus gar kein rumänisches Bier. Die Ursusbrauerei wurde, und das kann man auf jeder Ursus Flasche nachlesen, von der amerikanischen Miller Brauerei aufgekauft.
Jedenfalls ist gleich neben der Bierfabrik eine kleine Gaststätte. Ein Glas Bier Geschäft eben und ich finde es eine lustige Idee dieses sich auf dem Gelände der Brauerei befindenden Etablisment zu besuchen und "Una Ciuc" zu bestellen.
Schräg gegenüber befindet sich die "Universitatea Medicina Veterinare" In Cluj gibt es an jeder Ecke eine Universität, das ist hier ganz normal. Was nicht normal ist, und was ich in Rumänien zum aller ersten Mal bewusst wahrnehme, das ist ein Altkleidercontainer. Kurze Zeit später erreiche ich Kaufland dem ich natürlich einen Besuch abstatte.
Hinter Kaufland ein riesiger Berg. Kein Haus, kein Baum. Nur Grabsteine, so weit das Auge sehen kann Grabstein an Grabstein und auf dem Gipfel einige Plattenbauten. Richtig hässlich.

Bild: Plattenbauten Cluj Napoka

Ich streife noch durch die Partymeile von Klausenburg ohne jedoch irgendwo einzukehren und erreiche einige Stunden nach Einbruch der Dunkelheit wieder die St. Michaelskirche mit ihrer Eislaufbahn und dem Reiterstandbild das ich noch einmal fotografiere.

Bild: Matthias Rex Cluj Napoka

Man beachte wer links im Bild schon wieder gekrault und gefüttert wird.
Ebenfalls sehr interessant finde ich die Teilrestaurierungen. Da ist ein halb verfallenes Gebäude und jemand möchte darin gerne eine Gaststätte eröffnen. Er kauft also das Haus und renoviert einmal den Teil den er benutzen möchte. Der Rest kann ja weiter verfallen.

Bild: Hausrestauration in Cluj Napoka

Am nächsten Tag finde ich die Fußgängerzone. Ein Gebiet aus 3 kurzen kopfsteingepflasterten Straßenzügen. Hier gibt es einen kleinen Markt auf dem man hauptsächlich Dinge kaufen kann von denen ich behauptet hätte dass sie ausschließlich von Touristen mit zu dicker Brieftasche gekauft werden wie etwa Kühlschrankmagneten mit Motiven der Stadt und dererlei Gleichen. Einige Kneipen deren Biergärten unter einer dünnen Schneeschicht liegen und somit nicht gerade bevölkert sind und natürlich eine Kirche.

Bild: Fußgängerzone Cluj Napoka

Ich spaziere vorbei an dem "Monumentul Rezistentei Anticomuniste" welches nicht nur mit Fahnen und ein paar altertümlichen Handschellen sondern auch mit einer Tafel geschmückt ist auf der man einen zerbrochenen Hammer neben einer zerstörten Sichel sehen kann.
Ich folge der Videoüberwachten Parkanlage welche ein Stück weit den Fluss Somesul Mic begleitet

Bild: Park an der Somesul Mic in Cluj Napoka

und erreiche ein Schlossartiges Gebäude dessen heutige Nutzung ich nicht ergründen konnte.

Bild: Schloßpark Somesul Mic Cluj Napoka

Ich verlasse den Park und folge weiter dem Fluss. Vorbei an dem futuristisch wirkenden Fußballstadion von Klausenburg und hinein in die nächste den Fluss begleitende Parkanlage.
Dort treffe ich einen jungen Hundehalter. Gemeinsam spazieren wir am Flussufer entlang und über die ganze Quatscherei vergesse ich völlig das Fotografieren.
Irgendwann biegt mein Freund links ab und steigt in sein Auto. Ich folge dem Asphalt und befinde mich kurze Zeit später in einer hässlichen Plattenbausiedlung.

Bild: Plattenbuasiedlung Cluj Napoka

Nach einigen Orientierungsschwierigkeiten sichte ich die Ursus Brauerei und folge dem mir bekannten Weg zurück in die Innenstadt.
Dort komme ich mit 2 jungen Ausländern ins Gespräch. Es handelt sich um Stundenten. Er kommt aus London und sie aus New York. Rund 30 Minuten stehen wir quatschender und Kürtoskalács kauender Weise beisammen.
Kürtoskalács ist eine rumänische Spezialität. Nein, ich lüge. Eigentlich handelt es sich um eine Spezialität der in Rumänien lebenden Sachsendeutschen. Jedenfalls kann man das Zeug hier überall kaufen und es ist lecker. Mir nur normalerweise zu teuer. Ich würde sagen dass es sich um einen Hefeteig handelt der spiralförmig um einen Holzzylinder gewickelt wird. Dieser Zylinder dreht sich dann, meist elektrisch angetrieben, über glühenden Kohlen. Das Ergebnis ist ein Rundes Brot mit einem dicken Loch in der Mitte das man, in den gleichen Spiralen in denen es einst auf den Zylinder gewickelt wurde, aufreisen kann um es zu verspeisen. Das fertige Brot wird in der billigen Variante einfach mit flüssigem Zucker bepinselt und in der teureren nach dem bepinseln noch einmal in Nussstückchen gewendet. So eine Leckerei kostet zwischen 10 und 15 Lei und, wenn man es sich leisten kann, dann würde ich empfehlen das einmal zu probieren. Jetzt war ich jedenfalls eingeladen und ich musste das Zeug nicht selbst bezahlen.
Als wir alles aufgegessen hatten folgten mir die beiden zu meinem Truck. Dort verbrachten wir ca. 1 Stunde bei einer Tasse frisch aufgebrühtem Kaffe und dann ließ ich meinen vierbeinigen Freund als Fahrzeugbewacher zurück und ging mit meinen neuen Freunden noch einmal in die Stadt. Zuerst machten wir einige Kneipen unsicher. Und dann, das glaubt mir jetzt kein Mensch …

Bild: Kino Cluj Napoka

richtig, dann gingen wir ins Kino. Die Beiden wollten ja ursprünglich Hamlet in der Staatsoper gucken, aber ich hatte Glück. Die Hamletaufführung war erst am Folgetag und so blieb mir dieser Kulturerguss erspart.
Stattdessen schaute ich mit einer Amerikanerin und einem Engländer einen amerikanischen Hollywoodstreifen in Originalsprache mit rumänischen Untertiteln in einem fast leeren rumänischen Lichtschauspielhaus. Kultur Pur!
Es handelte sich um einen Action Film mit Arnold Schwarzenegger. Den kennt ja wohl jeder, spätestens seit er in Kalifornien Gouverneur geworden ist. Und es soll keiner behaupten der Kerl sei durch Terminator bekannt geworden. Na ja, auf jeden Fall kann der Typ deutsch sprechen. Das weiß er in dem Film aber gut zu verbergen.
Leider kann ich mich nicht mehr an den Titel erinnern. Aber der Film war so realistisch. Irgend so ein stinkreicher Schwerkrimineller sollte in einem Gefangenentransport von A nach B gebracht werden. Kaum sitz der im Auto kommt der dicke Magnetkran der mal kurz die ganze Karre von der Strasse hebt und auf dem Dach eines Hochhauses absetzt. Fette Schießerei gleich am Anfang des Filmes. Die perfekt ausgestatten Schwerverbrecher flüchten über ein Drahtseil von Hochhausdach 1 auf Hochhausdach 2. So weit so gut. Extrem unwahrscheinlich aber immerhin noch im Bereich des Möglichen. Jetzt beginnt die Flucht nach Mexiko. Anstatt das der so eben befreite Strafgefangenen irgendwo bei Kumpels Unterschlupf sucht, wartet bis ein wenig Gras über die Sache gewachsen ist und dann mit einem ganz normalen Auto ganz normal Richtung Grenze fährt flüchtet er natürlich gleich. Mit einer Corvette und ständig überhöhter Geschwindigkeit. Von der Polizei aufgebaute Straßenbarrikaden werden von Freunden des Flüchtenden einfach niedergeschossen oder überrollt und die Corvette hat somit freie Fahrt Richtung Grenze. Extrem unwahrscheinlich aber immerhin noch im Bereich des Möglichen. Jetzt kommt der Hammer. Plötzlich tauchen vor der Corvette 2 Hummer auf. Natürlich von der Polizei. Was macht unser Flüchtling? Er tritt nicht etwa auf die Bremse und hält abstand zu den Karren. Nein, er überholt in einem halsbrecherischen Manöver, wendet die Kiste bei einer Geschwindigkeit von mindestens 130 Meilen pro Stunden mit der Handbremse auf der Fahrbahn, rollt einige Hundert Meter Rückwerts vor den beiden Hummer her und tritt dann auf die Bremse.
Was passiert? Ein Hummer fährt auf die windschnittige Motorhaube der Corvette, über ihre Windschutzscheibe hinweg, hebt ab, überschlägt sich rammt den zweiten Hummer, beide Karren gehen zu Schrott und unser Flüchtling kann seine Fahrt ungestört fortsetzen denn sein Fluchtfahrzeug hat nicht etwa eine gesplitterte Windschutzscheibe. Nein, nur einen kleinen Kratzer auf der Motorhaube.
Richtig geil wird es gegen Ende des Films. Nicht nur das Sheriff Schwarzenegger einen Strafgefangenen, der wie so eine Art Kanarienvogel in einem vergitterten Hinterzimmer des Polizeibüros gehalten wird, freilässt um den Bösewicht zu schnappen und schweres Kriegsgerät aus einem Museum beschafft um eine actionreiche Schießerei mit den Fluchthelfern zu gewinnen. Nein, ziemlich am Ende des Films liefern sich Schwarzenegger, der ja für seinen verdammt guten Fahrstiel bekannt ist, in einem gestohlenen Chavie und der Flüchtling in seiner Corvette eine Verfolgungsjagd durch ein Maisfeld.
Keine Strasse weit und breit. Die flachen Sportwagen verschwinden gänzlich zwischen den hohen Maispflanzen die sie ungeachtet irgendwelcher Verluste platwalzen. Maiskolben schlagen gegen die Frontscheiben die keinen einzigen auch noch so kleinen Riss bekommen. Die Fahrzeuge halten und fahren wieder an ohne das ihr für dieses Gelände sicherlich nicht ausgelegten Reifen die Bodenhaftung verlieren und im weichen Erdreich einsinken. Am Ende zerschellen beide Wagen an ein und dem gleichen im Feld geparkten Tracktor. Tracktor, da haben wir es. Wenn man auf so einem Feld mit einer Corvette fahren könnte, dann würden sich die Bauern sicherlich keinen Traktor kaufen.
Die Flucht geht zu Fuß weiter. Mitten im nirgendwo ein kleiner Canyon der laut dem Film die Grenze zwischen den USA und Mexiko bildet. Im Film schaut es so aus als könne ich in unter einer Stunde ganz unauffällig diesen Canyon hinab und an der anderen Seite wieder hinaufklettern. Aber die Fluchthelfer haben für den Stinkreichen Sträfling eine Bedarfsbrücke errichtet. So etwas fällt an einer stark bewachten Grenze ja auch kaum auf. Zumal aus dem Film ja klar hervorgeht das die Polizei von dieser Baumaßnahme Kenntnis hatte. Schließlich gab es auch dort eine actionreiche Schießerei. Jeder normal denkende Mensch würde jetzt glauben das ein Land wie die USA, ein Land das andere Länder mit seiner militärischen Übermacht überfällt um die Rohölpreise diktieren zu können andere Mittel und Wege findet so ein Paar Verbrecher von dem Bau einer Brücke zwischen ihrem Territorium und Mexiko abzuhalten als Museumswaffen zu benutzen und Strafgefangene um Hilfe zu bitten. Aber … in den USA scheinen die Uhren anders zu ticken.
Jedenfalls ist Arnie schon auf der Brücke als der Flüchtende eintrifft und, so etwas muss ja in jedem Aktionfilm sein, beide Kontrahenten hatten ihre Magazine leer geschossen und eine kräftige Prügelei beginnt.
Am Ende gewinnt das Gute obgleich der Film nicht genügend Hintergrundinformationen über das Böse liefert so dass ich eindeutig entscheiden könnte wer hier gut und wer hier böse ist. "Und die Moral von der Geschichte …?"
Fragt mich meine New Yorker Begleiterin als der Film vorüber ist.
"Töten ist lustig! Immer wenn einer erschossen wurde hat das ganze Kino gelacht." Antworte ich.
Bin ich froh keine Glotze zu besitzen. Das war das erste Mal nach 10 oder gar 15 Jahren das ich in einem richtigen Kino war und, wenn ich nicht wieder eingeladen werde, dann wir es für die nächsten 30 oder 80 Jahre auch das letzte Mal gewesen sein. Wie viele Gehirnzellen muss man sich weg gesoffen haben das man so etwas betrachten kann ohne im 2 Minuten Takt mit dem Kopf zu schütteln und sich zu denken: "Was für ein Blödsinn!"
Es war gegen 1 Uhr in der Früh als wir das Kino verließen. Meine Freude winkten ein Taxi heran und verschwanden in dem Schneesturm der während unsres Filmkonsums eingesetzt hatte. Ich hingegen lief noch einige Stunden durch das nächtliche Klausenburg und ließ mir Schneeflocken auf die Mütze fallen.

Bild: nächtlicher Schneefall in Cluj Napoka

Hatte ich im Winter 2010, bei meinem ersten Rumänienaufenthalt in Mangalia noch geschrieben das die Rumänen nicht über Räumfahrzeuge verfügen, so muss ich jetzt meine eigenen Worte revidieren. Hier bzw. jetzt gibt es Räumfahrzeuge. Ganz normale, so wie wir sie aus Deutschland kennen. Orange gestrichen, große Räumschaufel vorne Dran und hinten dieses Drehrad das ständig Salz auf die Fahrbahn schleudert. Und die fahren im Minutentakt an einem vorbei und schleudern einem ihre Ladung vor die Schienbeine. Währe ich in kurzer Hose unterwegs gewesen, das hätte sicherlich sehr wehgetan. Andererseits, wer ist im Winter bei Schneefall schon mit kurzer Hose unterwegs. Jedenfalls stoppte eines dieser Räumfahrzeuge als ich, kurz nach erreichen der Ausfallstrasse Richtung Wohnmobil, meinen Daumen in die Luft hielt und nahm mich mit bis zu meiner Karre. Sehr freundlich wie ich finde.
Es muss so gegen 5 Uhr in der Früh gewesen sein als ich nach Hause kam. Ich heizte kräftig ein und legte mich ins Bett.
Am nächsten Tag schlief ich lange und am übernächsten regnete es.
Heute, am frühen Nachmittag hörte der Regen dann plötzlich auf und ich beschloss noch einmal in die Stadt zu laufen. Schließlich gibt es noch viele Dinge die ich nicht gesehen habe. Den botanischen Garten zum Beispiel. Leider konnte ich mich nicht mehr an die Stelle erinnern an der ich den Wegweiser zu ihm entdeckt hatte so dass ich nach einer Weile des ziellosen Hin- und Herlaufens unverrichteter Dinge den Rückweg antrat und dachte: "Morgen ist auch noch ein Tag."
Doch morgen ist kein Tag mehr. Morgen werde ich den Motor starten und zu einem Ort fahren wo ich meine Wunden lecken kann.
Diese widerlichen Bastarde! Diese Verbrecher! Diese Drecksäcke! Wenn ich sie erwischt hätte, ich hätte sie umgebracht. Mit Genuss! Getreu nach den Ärzten: "Immer mitten in die Fresse rein." Bis sie blutend am Boden liegen und um Gnade winseln. Und dann noch mal, aber so richtig.
Die Wissen gar nicht in welche Gefahr sie sich begeben. Ich bring die um, ich mein das ernst. Wenn ich so einen erwische, ich nehm den aus, wie damals das Reh in Tschechien. Bezahlen kann der Wixxer den Schaden eh nicht, da muss ich ihn halt fressen. Das Fleisch von dem Kerl ist wahrscheinlich das einzige was er hat was so viel Wert besitzt das es den Schaden wenigstens halbwegs wieder gut machen kann.
Oh, ich kann mich in meinen Zorn hereinsteigern. Wenn ich den erwischt hätte ich hätte ihn zu Muss gestiefelt. Immer mitten in die Fresse rein mit der Stahlkappe.
Was mach ich den jetzt? Die haben mir noch Nichtmahls einen Schraubenzieher gelassen um den Scheiß zu reparieren. Nicht nur das mein Werkzeugkasten weg ist, der alleine kostet schon mehrere Hundert Euro, ich muss den Schaden reparieren. So kann ich doch nicht fahren. Ich meine schaut euch das mal an:

Bild: Wohnmobil Einbruch in Cluj Napoka

Fuck mann, da brauch ich ein Originalteil und zwar schnell. Keine Zeit für Schrottplatzsuche. Ich kann doch da keine Mülltüte reinkleben, dann sehe ich ja nix mehr im Spiegel. Ich hab natürlich gleich die Innenverkleidung der Türe abgeschraubt. Ich hatte noch einen kleinen Elektrikerschraubenzieher in meiner Schublade und eine Pumpenzange im Gaskasten. Mein einziges Werkzeug. Meinen Werkzeugkasten haben die Schweine ja geklaut. Ich brauch auch neues Werkzeug. Ich meine ich fahre ein über 30 Jahre altes Auto. Ohne Ratschenkasten und Hammer würde ich damit unter normalen Umständen keine 500Meter weit fahren. Ich bin doch völlig hilflos wenn da was dran ist. Die kleinste Kleinigkeit die sich normalerweise in 20 Minuten beheben lässt bedeutet ohne Werkzeug Abschleppdienst zur Vertragswerkstatt. Ich stehe also vor 2 Problemen:
1. Ich brauche eine neue Scheibe. Ein Originalteil von Iveco scheidet aus, das kann ich mir nicht leisten. Meine derzeitige Idee tendiert Richtung Fensterglas und Silikon. Das dürfte sich billig und schnell auftreiben lassen und gibt mir Zeit nach einer neuen Scheibe vom Schrottplatz Ausschau zu halten.
2. Ich brauche Werkzeug. Vor wenigen Stunden besaß ich noch einen Glasschneider mit dem ich eine Fensterglasplatte hätte zuschneiden können. Jetzt gehört der zwar noch mir, das nütz mir aber nix weil ich ihn nicht mehr besitze. Vor wenigen Stunden hatte ich auch noch eine Silikonpresse. Jetzt habe ich die nicht mehr.
Ich hab noch keine Ahnung wie genau ich diese Probleme lösen werde. Werkzeug kann man sicherlich auch preisgünstig auf dem Gebrauchtwarenmarkt erstehen. Wenn man Zeit hat! Doch wie viel Zeit habe ich? Das Allerwichtigste werde ich wohl morgen im Baumarkt kaufen müssen. Einen neuen Glasschneider, eine Silikonpresse und zumindest einen Zündkerzenschlüssel für Generator und Kettensäge.
Sechskantmuttern kann man zur Not auch mit der Pumpenzange lösen. Doch wie viel Zeit bleibt mit bis ich eine zweite Zange zum Gegenhalten brauche? Oder eine Popnietenzange? Eine Eisensäge, Blechschere, einen dicken Inbusschlüssel oder eine Sprengringzange? Einen gescheiten Hammer oder einen Kreuzschlitzschraubendreher? Wie viel Zeit kann ich mir bei der Beschaffung dieser Dinge lassen?
Im Baumarkt ist der ganze Kram sau teuer. Aber wenn ich irgendwo mitten in der Pampa stehe kann es noch viel teurer werden diese Dinge nicht zu haben. Scheiße! Ich könnte sie umbringen!

Freitag. 8. Februar 2013. Bereits gestern hat es angefangen zu schneien. Nebel verhüllt die Sicht, Schnee liegt in der Luft.

Bild: Wohnmobilstellplatz im Schnee

Die Temperaturen dürften etwas oberhalb des Gefrierpunktes liegen, der Schnee scheint schneller zu schmelzen als das er niedergeht. Nur gelegentlich stoppt der Schneefall und die Sicht klärt sich auf. Es ist wirklich kein Wetter um vor die Türe zu gehen.
Bereits seit dem späten Nachmittag des 4. Februars parke ich im absoluten nirgendwo, irgendwo hinter einem Sportplatz, umgeben von waldlosen Bergen. Na ja, Berge ist wohl das falsche Wort. Hügel würde die Sache eher präzisieren.

Bild: Berge bei Cluje Napoca

Das Bild habe ich am 6. Februar aufgenommen, am 6., am 6. da schien noch die Sonne und ich konnte eine kleine Wanderung unternehmen. Zum ersten Mal seit langem setzte ich einen GPS Fix bevor ich aufbrach mir meinen Garten anzuschauen. Ich nannte diesen Punkt Angel Antenne. Ich hatte, und habe noch immer keine Ahnung wo ich mich hier befinde. Ich fuhr von Cluje aus kommend Richtung Oradea irgendwann so nach etwa 30 Kilometern waren dann da überall diese hübschen Hügel. Also bog ich von der Hauptstrasse ab und suchte mir eine einsame Parkfläche. Wie man sieht habe ich diese Parkfläche auch gefunden. Aber noch weiß ich nicht wo ich bin. Den Namen Angel Antenne hat dieser Ort dann von meiner selbst gebastelten Antennenkonstruktion erhalten.

Bild: Selbstgebaute UMTS Antenne

Sie besteht aus meiner Angel, einer schweren Holzlatte die eigentlich Brennholz werden sollte, einem Metallbeschlag von einer alten Türzarge den ich aus meinem Aschekasten gefischt habe und einer alten Außenantenne für Mobiltelefone die noch von den Zeiten stammt als ich in Deutschland Internetzugang über das Mobilfunknetz mein eigen nannte. Das viel zu kurze Kabel dieser Antenne hatte ich bereits in Deutschland mit einem Lautsprecherkabel verlängert. Mit Hilfe dieser Technologie kann ich mich an diesem Ort jedenfalls ins Internet einloggen. Allerdings nicht bei dem Schneefall der vergangenen zwei Tage.
Den 5. Februar nutzte ich dafür neues Brennholz zu schneiden. Ganz so unbewaldet ist es dann hier doch nicht. Einige schmale Waldreservate haben den Kettensägen der frierenden Bevölkerung standhalten können. Nur Einige wenige, aber das was dort an Verschnitt herumliegt, das reicht mir locker. Ich kann es nicht verstehen, da werden ganze Berge gerodet und es werden nur die dicken Stämme mitgenommen. Die Baumkronen, mit teils oberarmdicken Ästen werden achtlos zurück gelassen. Im besten Fall - wenn man Pech hat werden diese wertvollen Heizmaterialien sinnlos verbrannt. In riesigen Lagerfeuern an denen sich noch nicht einmal ein Mensch eine Bratwurst grillt. Ich sah die verkohlten Feuerstellen und während meiner Wanderung am 6. auch die schwelenden Brände.

Bild: Brennholzverschwendung bei Cluje Napoca

In der Nacht begann es dann zu schneien so dass ich mich am Folgetag wichtigen Hausarbeiten widmete. Nur wenige Meter von meinem Wohnort entfernt befindet sich eine Viehtränke. Frisches Quellwasser sprudelt vom späten Nachmittag bis zum frühen Abend, also dann wenn die wärme des Tages das Eis hat schmelzen lassen, in sie hinein. Wasser zum waschen! Meinen letzten Waschtag hatte ich in Sibiu, in der Waschmaschine meiner Freunde. Es wurde mal wieder Zeit.
Auch meine Klobrille benötigte eine Reparatur. Ich hatte vergessen sie zu schließen bevor ich diese Fahrt angetreten habe, sie ist heruntergeklappt und dabei ist die Kunststoffhalterung gebrochen. Jetzt wackelte sie beim Benutzen lose auf dem Lokus hin und her und ich hatte beim Scheißen immer Angst dass sie abrutscht und ich in meine eigene Kacke falle.
Aber wie repariert man so ein dünnes Plastikscharnier? Kleben wird auf der schmalen Fläche wohl nicht halten und eine andere Lösung viel mir nicht ein. Klar, ein Ersatzteil. So würde das wohl jeder machen. Aber ich bin nicht jeder und wo um alles in der Welt soll ich hier ein Ersatzteil her bekommen? Nach reiflicher Überlegung bohrte ich zwei Löcher in den Kunststoff und verdübelte das Ganze mit einem abgebrochenen Bohrer den ich kurzerhand in zwei Teile sägte.

Bild: Reparatur WC Brille

Nach Einbruch der Dunkelheit wollte ich dann den Stromerzeuger starten und diese Worte abfassen. Der Stromerzeuger startete auch. Leider immer nur für zwei oder 3 Minuten. Dann begann er zu stottern und starb letztendlich ab. Somit stand am Morgen des 8. Februars das reparieren meines Generators auf dem Programm. Ich hatte keine Ahnung wo der Fehler zu suchen sei. Vergaser, Zündkerze … all die Macken die er normalerweise schon mal hat waren diesmal nicht schuld daran das er nicht funktionierte. Nach langer und vergeblicher Fehlersuche demontierte ich den Auspuff. Dann startete ich das Gerät und siehe da: Ohne Auspuff läuft er! Ich muss übrigens unbedingt meinen Werbetext für dieses Gerät ändern. "Laut wie Hölle" steht da. Das muss ich in "Flüsterleise" ändern. Denn laut wie Hölle ist er wenn er ohne Auspuff läuft.
Ich schlussfolgerte dass sich der Auspuff zugesetzt hatte und überlegte wie man ihn reinigen könne. Dann erinnerte ich mich an meine Kumpels im Teenageralter und zwar an die, die Mofas hatten. Tuning war bei denen angesagt und keiner hatte Ahnung von dem was er tat. Die hatten alle hübsche Mofas. Bis zu dem Tag wo sie ihren Auspuff ausgebrannt hatten. Danach hatten sie nur noch Radaudosen. Aber angeblich fuhren die dann 5 km/h schneller. Ausbrennen! Das ist wohl die einzige Möglichkeit den Dreck da raus zu bekommen wenn man über kein Schweißgerät verfügt um das Loch das man zu Reinigungszwecken rein geschnitten hat wieder zuschweißen zu können. Gesagt getan:

Bild: Auspuff Ausbrennen

Es kostete mich bestimmt 1,5 Liter Benzin. Aber jetzt rennt er und zwar mit Auspuff. Zwar ein wenig lauter als zuvor, aber immer noch entschieden leiser als ohne.
Ja, das sind die Dinge die vom 4. Februar bis zum heutigen Tag geschehen sind. Nicht viel, zugegebener Maßen. Aber enden tun meine letzten Aufzeichnungen am 31. Januar, dem Tag, an dem ich voller Zorn darüber berichtete wie irgendwelche kriminellen Bastarde meine Seitenscheibe eingeschlagen und mir mein Werkzeug geklaut haben.
Mittlerweile ist mein Zorn verflogen und der Schaden repariert. Ich meine im Grunde war so etwas ja längst überfällig. 6 Jahre Süd - Osteuropa. 6 Jahre mehr oder weniger permanent Parkplätze in der Pampa. Abgelegen, einsam! Und noch nie hat jemand eine Scheibe eingeschlagen. Früher oder später musste so etwas ja passieren. Wenn ich darüber nachdenke wie viel Schutzgeld andere Wohnmobilreisenden in dieser Zeit an Campingplatzbetreiber bezahlt hätten, dann bin ich immer noch verdammt billig weggekommen. Mann hat als Reisender halt die Wahl sich die Türe von Staatsbediensteten einschlagen zu lassen, die Seitenscheibe von Kriminellen - oder halt Schutzgeld auf Campingplätzen zu bezahlen. Wie ich den Schaden repariert habe, und wie ich an neues Werkzeug gekommen bin, davon möchte ich jetzt erzählen.

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