Mit dem Wohnmobil im Nationalpark Calimani

Parc National Calimani, also Nationalpark Calimani weißt ein Schild kurz hinter dem Ortseingang Lunca Bradului nach rechts.

Ich setzte den Blinker und bog auf den unbefestigten Weg ab. Ein Wanderzeichen, ein blaues Kreuz, wies mir den Weg. Hatte ich nicht schon einmal auf einem mit blauem Kreuz markierten Wanderweg gewohnt? Etwa 6 Kilometer folgte ich dem Wegweiser der eigentlich für Fußgänger angebracht worden ist hinein in die Wildnis des Nationalparks Calimani.
Dann parkte ich auf einer großen Lichtung unmittelbar neben einem kleinen und klaren Gebirgsbach.

Herrlich! Niemand hier, kein Mensch weit und breit. Einige Wanderzeichen deuten in unterschiedliche Richtungen und versprechen tolle Entdeckungswanderungen. Doch zunächst einmal setzte ich mich mit einem Kaffe vor meinen Wagen und genoss die Stille. Dieser anstrengenden Beschäftigung widmete ich mich bis zum Sonnenuntergang.
Am nächsten Morgen regnete es. Tiefhängende Nebelbänke umhüllten mein Fahrzeug und das nahe Bächlein war kaum noch zu erkennen. Permanent ging ein leichter Sprühregen nieder und ich beschloss bei diesem Wetter keine Wanderung zu unternehmen. Ich hatte eine andere Idee, eine großartige Idee. Ich verteilte den gesamten Inhalt aller meiner Badezimmerschränke auf Bett, Tisch und Küchenarbeitsplatte, wischte die Schränke aus, sortierte den Krempel neu und räumte ihn wieder ein. Frühjahrsputz im Hochsommer. Ich war mit dem Ergebnis meiner Arbeit so zufrieden das ich gleich mit den Küchenschränken weitermachte. Als ich zu Bett ging muss es so gegen 3 Uhr in der Früh gewesen sein.
Am nächsten Morgen war es trocken. Gutes Wetter mit Sonnenschein und tollen Panoramaaussichten sieht allerdings anders aus. Also beschloss ich meine Aufräumwut auf die Außenstaukästen auszuweiten. Das erste was ich sah als ich die Hecktüre meines Außenstaufaches öffnete war Julias altes Klapprad. So ein Klapprad aus Großmutters Zeiten eignet sich nicht wirklich für einen erwachsenen Menschen als Fortbewegungsmittel. Deswegen habe ich nie das Geld investiert die poröse Bereifung auszutauschen und so steht dieses Rad nun seit etwa 3 Jahren ungenutzt in meiner Heckgarage. Ein Rad mit einem Dynamo das ich nicht brauche. Dynamo?! War da nicht eine Bastelanleitung für ein Dynamowindrad in den Einfälle statt Abfälle Heftchen? Wenn ich wirklich nach Skandinavien fahre, dann muss ich mir elektrotechnisch was einfallen lassen. Da scheint schließlich monatelang keine Sonne. Da ist immer Nacht und eins ist ja wohl klar, wenn ich da hochfahre, dann ja wohl auch im Winter. Im Sommer fährt da schließlich jeder hin. Meine Aufräumwut war vergessen und ich schaltete den Computer an und las in den Windradbauanleitungen die ich herunter geladen hatte. Tatsache, Heft1 beginnt mit einem ganz einfach zu bauenden Dynamowindrad. Eine passende Latte für den Repeller entfernte ich von einer alten Obstkiste die ich noch in der Ukraine am Strand gefunden hatte und welche ich im Winter zum Brennholzlagern genutzt hatte. Dann zeichnete ich die Maße des Repellers an und fertigte mir aus der Pappe von Instandkartoffelpüreeverpackungen Schablonen für das Profil des Repellers. Dann begann ich zu raspeln, zu feilen und zu schmirgeln. Wie es mir in der Bauanleitung geraten wird überprüfte ich sehr Häufig das Gleichgewicht meines werdenden Repellers indem ich ihn auf einem kleinen Reißnagel ausbalancierte und jeweils so lange an der schwereren Seite herumschliff bis er im Gleichgewicht war. Nach ca. 3 Stunden war mein 50 Zentimeter langes Repellerblatt fertig.
Ich betrachtete die Sache recht misstrauisch.

Das soll funktionieren? Ich hatte alles genau nach Anleitung gemacht, aber das was dabei herausgekommen war, das war nur eine leicht schiefe Holzlatte. Ich hielt das Gerät am ausgestreckten Arm und drehte mich ganz schnell im Kreis um Wind zu simulieren. Aber mein Repeller drehte sich nicht eine halbe Umdrehung. Ich verzichtete darauf auch noch die empfohlene Anlaufhilfe und die Steuerfahne zu bauen und verschob diese Arbeiten auf einen Tag nachdem ich mein kleines Kraftwerk einmal in den Wind gehalten habe um zu sehen ob da überhaupt irgendetwas dreht und beendete den Tag mit den Aufräumarbeiten die ich mir eigentlich vorgenommen hatte.
Am nächsten Morgen schien die Sonne. Die Nebelbänke hatten sich vollständig verzogen und ich trank hastig eine Tasse Kaffe um möglichst zeitig zu einer größeren Wanderung aufbrechen zu können. Wollt ihr mitkommen?


Weiter geht es mit einer Bärenbegegnung.

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Bild: Danke
Bei Anti. Dem wahrscheinlich einzigen Hund mit eigener Homepage. Auch er scheint meine Reiseberichte zu mögen. Danke für die Verlinkung Anti. Bekommst nen Knochen :-)



Kleine Häuser auf Rädern, auf dem Wasser und in Bäumen.



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