Mit der Fähre nach Russland

Die russischen Grenzbeamten waren sehr freundlich und hilfsbereit. Im Gegensatz zu den ukrainischen die mich mal wieder aufforderten ein kleines „Präsent“ in den Pass zu legen, wollten sie keine Bestechungsgelder. Ich bot sie freiwillig an! Ein paar Euros können Wunder bewirken auch wenn sich die absolut liebenswürdigen Drogenspürhunde in keiner Weise dafür interessierten. Russland!
Aber fangen wir vorne an:
Gestern, am späten Vormittag des 29. Januars 2012 startete ich den Motor und verließ meinen Parkplatz vor dem Grenzübergang.

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Nein, das ist gelogen. Ich wollte den Motor starten, aber er startete nicht. Zusätzlich zu der extremen Kälte hatte es in der Nach zu schneien begonnen. Kraftvoll bewegte mein Anlasser die Zylinder meines Motorblocks. Aber von Anspringen hielt der Wagen nicht besonders viel. Am anderen Ende des Parkplatzes hatte ein Zil mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Als der Besitzer des Wagens seine Batterien leer georgelt hatte, holte er eine Kurbel aus dem Fahrerhaus, steckte sie in ein Loch des Kühlergrills und kurbelte. Nach einigen Umdrehungen sprang sein Fahrzeug an. Ich liebe primitive Technik! Bei mir waren nach kurzer Zeit die Batterien leer und es ging gar nix mehr. Also baute ich das Ladegerät aus, verband es mit den Starterbatterien und startete den Stromerzeuger. Während des Ladevorgangs legte ich meinen Propangasstrahler unter den Motorblock um ihn ein wenig anzuwärmen. Diese Technik hatte schließlich in Rumänien schon einmal funktioniert. Nach ca. 10 Minuten ging mir das Gas aus, eine Reserveflasche hatte ich nicht. Schließlich wird Gas in Russland billiger, und da habe ich keine mehr gekauft.
Ich drehte am Zündschlüssel und … der Motor startete. Eine grau-schwarze Rußwolke entwich meinem Auspuffrohr und erinnerte mich an einen der Gründe warum ich Deutschland verlassen habe. Staatliche Enteignung, die Feinstaubregelung!
Während der Motor warm lief baute ich das Ladegerät wieder ein, und dann rief ich meinen Hund. Deutlich lahmend kam er mir entgegengehumpelt. Eine Untersuchung der rechten Vorderpfote brachte Klarheit: Ein Schnitt, eine Glasscherbe oder ähnliches. Nicht tief, nur oberflächlich. Außer Schonung keine weiteren Maßnahen erforderlich. Dann fuhr ich meinen Wagen in die Reihe wartender Fahrzeuge.
Ein uniformierter Grenzbeamte fragte mich nach meinen Fahrzeugpapieren. „How long?“ Der Zöllner fand die entsprechende Zeile nicht in meinem Fahrzeugschein. Ich zeigte sie ihm. Dann bekam ich ein kleines Zettelchen, darauf stand Fahrzeuggewicht, Fahrzeugbreite und Fahrzeuglänge. Mit diesem Zettel bewegte ich mich zur Kasse, überreichte ihn und fragte nach dem Preis. 886 Griwna. An der im gleichen Gebäude liegenden Wechselstube besorgte ich mir passende Finanzmittel und Minuten später hatte ich meine Fährtickets in den Händen.

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37 Griwna für mich, und 849 Griwna für meinen Wagen. Die Schlange wartender Fahrzeuge setzte sich in Bewegung. Nach nur ca. 30 Minuten Wartezeit war ich an der Reihe. Ein korpulenter Grenzer, der über gebrochene Deutschkenntnisse verfügte, widmete sich der Fahrzeugdurchsuchung. Küchenschränke öffnen, Zuckerdose aufschrauben – zuschrauben, kräftig schütteln und noch einmal aufschrauben dann galt das Interesse des Beamten meinen Videohüllen. Vorsichtig zog er eine aus dem Regal und machte Anstalten sie zu öffnen. „Halt! Stopp!“ Zu spät! Unzählige Knöpfe, Reserveknöpfe für Hemden, Hosen und Bettwäsche kullerten durch mein Wohnmobil. Der Zöllner blickte schuldbewusst und fasste nach diesem Vorfall nichts mehr an. Ich musste noch das Bett klappen und einige Dosen und Kisten aus meinen Schränken hervorkramen und öffnen. Mein Schachspiel zum Beispiel, aber Schachfiguren scheinen legal zu sein. Problematischer ist scheinbar der Besitz einer Spindel CD Rohlinge. Denn dieser Spindel, der man durch ihr transparentes Gehäuse ja schon von weitem ansieht was darin ist, widmete der Zöllner mindestens 3 Minuten seiner Aufmerksamkeit. Er hob die CD´s vom Stapel und betrachtete ihre Vorderseite. Dann hob er den Stapel an anderer Stelle an und betrachtete die nächste CD. „CD Rohlinge, leer CD´s. Ist das ein Problem?“ „Keine Pornos?“ erhielt ich als Antwort auf meine Frage und der Grenzer betrachtete den CD Stapel unbeirrt weiter. Ich ließ ihn. Dann wurde noch mein Badezimmer durchsucht. Im Kleiderschrank tastete der Privatsphärenbrecher ausgiebig meine Kleidungsstücke ab. Vielleicht habe ich ja einige deutsche Wirtschaftsflüchtlinge in den Jackentaschen welche ich nun nach Russland schmuggeln möchte. Aber auch meine Kleidung schien legal zu sein. Spannend wurde es dann wieder als ich einen Koffer öffnen musste. In diesem Koffer befinden sich gefaltete Jeanshosen und einige Arbeitsanzüge. Jeans und Blaumänner waren für den Beamten nicht von Interesse. Aber einige kleine, bunte Döschen die verstreut im Koffer herumlagen und in welchen vom Schüttelgeräusch eindeutig ein Pulver ist waren höchst verdächtig. Der Zöllner versuchte diese Döschen zu öffnen. „Silikagel, Trockenpulver! Das kann man nicht öffnen! Nur mit Gewalt. Aber dann bitte draußen!“ Es wurde noch eine sehr gewissenhafte Geruchsprobe an den verdächtigen Döschen, welche ich aus den Deckeln von Multivitaminbrausetabletten herausgeschnitten hatte gemacht, und dann war die Fahrzeugdurchsuchung beendet.
Ich setzte mich wieder ins Fahrerhaus und wartete darauf meinen Pass zurück zu erhalten. Nach kurzer Zeit kam eine Frau zu mir. Sie sprach englisch und gab sich als Amtstierärztin aus. Sie wolle meinen Hund und seine Papiere sehen.
Die Sichtprüfung des Tieres war mehr als oberflächlich die Untersuchung der Dokumente allerdings mehr als gewissenhaft. Zu guter Letzt erhielt mein Hund sogar einen Ausreisestempel in seinen Pass. Vielleicht bedeutet der Stempel auch etwas anderes, ich kann es nicht lesen.
Ich wartete wieder. Dann wurde ich in eines der Wachhäuschen beordert. Minutenlang verglich eine Grenzbeamtin das Foto in meinem Pass mit meinem Gesicht. Immer wieder blickte sie vom Pass zu mir und von mir zum Pass. Dann wurde ein Kollege zu Rate gezogen. „Interpol“ sprach die Beamtin. „Präsent!“ Dabei faltete sie ihre Hand zwischen meinen Pass wie ich es schon von der Einreise in die Ukraine her kannte. „No Präsent! Everything OK!“ „Fairy“ der Arm der Zöllnerin deutete Richtung Russland, „you“ der Arm der Zöllnerin zeigte auf einen Parkstreifen neben der eigentlichen Zollabfertigungsspur. „Ok, I have time!“ Ich verließ das Wachhaus, startete den Wagen und parkte ihn auf dem Seitenstreifen den ich gezeigt bekommen hatte. Fünf Minuten später erhielt ich meinen Pass zurück und ein zivil gekleideter Einweiser lotste mich auf die Fähre.

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Die Grenze lag hinter mir. Ich warf einen Blick in meinen Reisepass. Ich hatte einen ukrainischen Ausreisestempel! Ob mich die Russen reinlassen würden? Schließlich bin ich nicht im Besitzt eines gültigen Visas. Oder ob ich noch einmal knapp 90 Euro für die Fährfahrt bezahlen muss? Noch wusste ich es nicht, aber die russischen Beamten sollten sehr hilfsbereit sein.
Ich schaute mich auf der Fähre um. Die Bedienungsanleitungen für Schwimmwesten und Rettungsboote waren ausschließlich in russischer Sprache abgefasst. Der einzige Hinweis den ich in englisch fand war der, dass das überbord werfen von „Garbidge“ untersagt sei. Im ersten Stock der Fähre befand sich ein beheizter Passagierraum.

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Dort wartete ich rund 20 Minuten und wärmte mich auf. Bei dem Kurzstreckengefahre kommt meine Heizung nicht in die Pötte, den Kamin kann ich bei Grenzübertritten und Fährfahrten wohl nicht brennen lassen und Gas, ja mein Gas war alle. Dann sah ich, dass sich die Fähre in Bewegung setzte. Motorgeräusche oder das Klappern der Laderampen vernahm ich nicht. Nur ein zufälliger Blick aus dem Fenster verriet mir, dass wir abgelegt hatten. Ich ging auf Deck. Kalt hin oder her, diese Fährfahrt ist sehr teuer und ich will gucken wo ich lang gefahren werde.
Die Aussicht war phantastisch. Ich war in Sibirien. Die Fähre war keine gewöhnliche Fähre, nein, heute fungierte sie als Eisbrecher.
Langsam und gemächlich schob sich mein Schiff durch das vollständig zugefrorene Schwarzmeer; Russland entgegen. Grosse Risse bildeten sich geräuschlos im Eis wenn der Bug des Fährschiffes dieses durchstieß. Am Ufer bizarre Eisformationen. Große Frachtschiffe liegen im Eis. Es wirkt als seien sie festgefroren - und es wirk als könne man problemlos zu ihnen hinüber laufen. Hinter dem Schiff bleibt eine eisfreie Fahrrinne zurück.
Nach 30 Minuten Fahrzeit erreichen wir Russland. Die Auffahrrampe senkt sich auf russischen Boden und Minuten später tragen die Reifen meines Wohnmobils ein kleines Stück autonome Republik über russisches Territorium. Nach hundert Metern ist anhalten angesagt. Zollformalitäten! Zöllner rennen mit kleinen Spiegelchen bewaffnet von Fahrzeug zu Fahrzeug und werfen eine Blick in die Radkästen. Zwei Beamte laufen mit niedlichen Drogenspürhunden an dem Fahrzeugkonvoi vorbei. Ein Golden Retriver und ein Cocker. Auch an meinem Fahrzeug wird geschnüffelt. Aber nur am, nicht im Fahrzeug. Die Hunde scheinen nichts Auffälliges zu bemerken. Ich werde aufgefordert auszusteigen um meine Dokumente durch ein kleines Fensterchen zu reichen. Pass, Fahrzeugpapiere, Versicherungskarte, Impfausweis …. „Visa?“ fragt die Dame hinter dem Fensterchen. „Visa?“ frage ich. „You give Visa! Stamp in Passport or not?“ Ich stelle mich so dumm und blauäugig wie sich nur ein deutscher Tourist stellen kann. “No Visa?” fragt die Dame. “No, you give Stamp, then I have Visa.” Die Dame ruft einen Grenzer. Einige Worte werden auf russisch gewechselt. Dann fragt mich der englischsprachige Grenzer: „Du hast kein Visa?“ „Das bekomme ich doch hier, war in der Ukraine auch so.“ „Um nach Russland einzureisen brauchst du ein Visa, das bekommst du nicht hier sondern am russischen Konsulat in Simferopol.“ „Och! Das wusste ich nicht. Was machen wir denn jetzt? Ich kann doch nicht zurückfahren, die teure Fähre, der ganze Sprit, da muss es doch eine preisgünstigere Alternative geben.“ Ich hielt mir die Augen zu und suggerierte mir selber weiterzufahren. „Warte mal hier, setz dich in deinen Wagen, da ist wärmer ich komme in 10 Minuten zurück.“ Nach 10 Minuten kam der Zöllner. Er forderte mich auf ihm zu folgen. Wir spazierten über das Zollgelände und gelangten in eine recht abgelegene Baracke. Hier war ich mit dem Zöllner alleine.
„Du musst zurück nach Simferopol und dir ein Visa holen, dann kannst du wiederkommen“ Ich erzählte wieder die Geschichte von der teuren Fähre, dem vielen Sprit und der „preisgünstigeren Möglichkeit“ worauf der wirklich sehr freundliche Zöllner sinngemäß erwiderte: „Junge, ich weiß was du vor hast. Sechs verschiedene Leute sind für dich zuständig und ja, es ist billiger dass sich die Schranke öffnet als zurückzufahren. Dann bist du in Russland. Einen Einreisestempel und ein Visa können wir dir beim besten Willen nicht geben. Bei der ersten Verkehrskotrolle hast du die größten Probleme. Mit ein wenig Glück kannst du wieder schmieren. Aber der Polizist der dich kontrolliert hat, der hat Freunde und die ruft der an. Du wirst alle 500 Meter kontrolliert werden und wenn du die alle schmieren willst ist es bei weitem billiger nach Simferopol zurückzufahren und dir ein Visa zu holen.“
Von so viel ehrlicher Menschlichkeit war ich überrascht. Gerade von einem Zollbeamten hätte ich sie nicht erwartet. „Scheiße, und jetzt?“ „Wir gehen zurück zu deinem Wagen und du fährst mir hinterher. Ich bringe dich wieder auf die Fähre, da du kein Visa hast, kann ich dich nicht einreisen lassen, der Ticketschalter liegt aber hinter dem Grenzposten. Ich werde mit den Leuten von der Fähre reden und ihnen erklären dass sie dich ohne Ticket mitnehmen müssen.
Das Gespräch mit den Fährleuten dauerte rund 10 Minuten. Dann wurde ich auf das Schiff gelotst. Nach kurzer Wartezeit, die ich im beheizten Aufenthaltsraum verbrachte, legten wir ab. Um 20 nach 4 rollte mein Truck wieder über ukrainischen Boden, dem ukrainischen Zollhäuschen entgegen.
Ich wurde auf eine separate Fahrspur gelotst. Ein Zöllner sammelte meine Dokumente ein. Ich wartete im Fahrzeug. Ein Wagen nach dem anderen wurde abgefertigt, nur bei mir ging es nicht weiter. Schließlich war ich der Letzte der wartete. Alle Anderen die mit mir auf der Fähre waren hatten die Grenzstation bereits verlassen und ihren Weg fortgesetzt. Jetzt kam auch jemand zu mir. Ich solle ihm folgen. Kurz darauf befand ich mich in einem behaglich geheizten Häuschen. 30 Grad stand auf dem Display der Klimaanlage welche unaufhörlich Warmluft in die Baracke pustete. „Problem?“ „No Visa!“ Der Grenzer lachte. „Money, Money!“ „Whey money?” Abermals wurde ich aufgefordert dem Grenzer zu folgen. Er führte mich zum Kassenhäuschen. Hier sollte ich aus irgendwelchen mir nicht bekannten Gründen umgerechnet Eineneurofünfzig entrichten was ich dann auch tat. Ich erhielt einen recht offiziell wirkenden Zahlungsbeleg und freute mich über den geringen Betrag. Hatte ich doch bei meiner ersten Einreise in die Ukraine 20 Euro Straßensteuer entrichten müssen und dafür diesen grünen Zettel bekommen. Dann wurden noch einige Daten in den Computer eingegeben bevor ich meinen Pass zurückerhielt. Ich blätterte hindurch. Kein Einreisestempel! „Stamp!“ Ich deutete auf den Pass. Der Zöllner schaute sich das Dokument noch einmal an und beruhigte mich mit den Worten: „Ok, ok.“ „Two month Ukraine?“ Der Zöllner nickte. Ich fuhr weiter. Nach 50 Metern die nächste Schranke. Pass! Fahrzeugpapiere! Der Schrankenwächter blätterte ungläubig durch den Pass mit dem fehlenden Einreisestempel, sprach einige Minuten lang mit seinem Walki Talki, dann bekam ich meine Papiere zurück und die Schranke öffnete sich. Nach abermals einhundert Metern stoppte ich erneut den Wagen. Genau da wo ich vor wenigen Stunden aufgebrochen war. In der Wartehalle zog ich mir einen heißen Automatenkaffee für umgerechnet 30 Cent, dann startete ich erneut und fuhr zurück zu dem Parkplatz auf welchem ich meine Zeit in Kerch verbracht hatte. Es war bereits dunkel als ich dort ankam.
Geld hatte ich keines mehr, Gas zum Kochen war auch alle und in meiner Brennholzkiste fanden sich noch drei einsame Scheite. Im Wagen war es bitterkalt. Ich habe keine Ahnung wie kalt, da mein Innenraumthermometer bei Temperaturen von unter 0 Grad „Error“ anzeigt. Aber eines konnte ich klar erkennen. Das Wasser im Napf meines Hundes war ein gefrorener Klumpen. Meine Wasserpumpe gab keinen Ton von sich, auch sie war festgefroren, genau wie die Wasservorräte welche ich in handlichen 6 Liter Flaschen bei mir führe. Ich schmiss die drei Scheite Holz in den Ofen und klaute auf einer nahen Baustelle zwei Paletten. Ich stopfte den Brennraum so voll wie es nur geht und verkrümelte mich unter alle Decken die ich besaß.
Als ich heute Morgen erwachte war es immer noch eiskalt. Scheki lag genauso neben mir unter den Decken wie er sich am Abend Wärme suchend angekuschelt hatte. Nur die schwarze Nasenspitze schaute unter dem Deckenberg hervor. Vor Kälte zitternd schlüpfte ich in meine Schuhe und begann zu laufen. Hose, Pulli und Jacke hatte ich in der Nacht nicht ausgezogen. Als erstes wechselte ich Geld. Im Kreditinstitut erhielt ich eine grüne Wechselquittung. Exakt das gleiche Dokument das ich bei meiner ersten Einreise in die Ukraine erhalten habe und von welchem ich glaubte es sei ein wichtiger Beleg Straßenmaut bezahlt zu haben. Die Schweine haben also doch ihr „Backschich“ bekommen. Haben es geschickt angestellt. Haben es so gemacht, dass ich glaubte es sei ein ganz normaler und legaler Vorgang.
Dann lief ich einige Stunden durch den Ort. Die See ist heute noch zugefrorener als gestern. Es ist kein Wasser auf das man blickt, es ist eine spiegelglatte, weiß verschneite Fläche von gigantischen Ausmaßen. In einem baufälligen Haus kuscheln sich zwei Straßenhunde zwischen Müllbergen aneinander. An einer Wand des Hauses das Graffiti einer SS Rune neben einem Totenkopf. Darüber die Worte: „Deuthe Soldaten!“
Zurück am Wagen zerlegte ich die Paletten, heizte den Kamin ein und kaufte zwei Sack Holzkohle um auch wirklich genug Brennmaterial zu haben um warm über die Nacht zu kommen. Brote mit einem Belag den ich als Wurst erwarb, welcher sich aber als Käse herausstellte, bereicherten meinen „kalte Küche“ Speiseplan der gestern ausschließlich aus Keksen bestand.
Jetzt ist es zwei Uhr und sieben Minuten in der Nacht. Das Thermometer zeigt eine Temperatur von angenehmen 23 Grad. Draußen hat es wieder zu schneien begonnen was dafür sorgte das meine Internetverbindung abbrach. Die erste Wasserflasche habe ich wieder eisfrei und ich denke dass ich mich wohl schlafen lege. Ich habe viel zu denken. Ich habe keine Ahnung in welche Richtung ich weiterfahren soll. Hoffentlich lassen mich meine Gedanken in den Schlaf kommen. Denn denken kann ich auch morgen noch. Was auch immer ich tun werde, ich habe dafür 2 Monate Zeit. 2 Monate ohne Einreisestempel! Ich denke, und was mir einfällt sind die Worte des hilfsbereiten russischen Zöllners:
„Einen Einreisestempel und ein Visa können wir dir beim besten Willen nicht geben. Bei der ersten Verkehrskotrolle hast du die größten Probleme. Mit ein wenig Glück kannst du wieder schmieren. Aber der Polizist der dich kontrolliert hat, der hat Freunde und die ruft der an. Du wirst alle 500 Meter kontrolliert werden und wenn du die alle schmieren willst ist es bei weitem billiger nach Simferopol zurückzufahren und dir ein Visa zu holen.“

Weiter geht es mit einer Visabeantragung .

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