Visabeantragung für Russland in der Ukraine

Ganze zwei Tage kostete es mich meinen Wagen in Kerch ans Laufen zu bringen. Zwei Tage mit Temperaturen weit jenseits der gefühlten minus 20 Grad Marke. Zwei Tage ohne richtiges Brennholz.
Am 1. Februar war ich noch guter Laune. Ich wusste zwar, dass mein Wagen freiwillig nicht anspringen würde, doch glaubte ich die Lösung zu kennen. Ich hatte noch ein wenig von dem gestohlenen Palettenholz übrig, einen halben Sack gekaufte Grillkohle sowie einige Stöckchen welche ich von einer ca. 3 Kilometer entfernten Fabrikbrache herangetragen hatte. Wenn ich mit diesem Brennmaterial umsichtig umgehen würde, würde es wohl ausreichen die Temperaturen im Wagen bis zu meiner geplanten Abreise am 2. Februar wenigstens im Plus-Bereich zu halten und während meiner Anwesenheit eventuell auch auf 8, oder auch auf 10 Grad aufzuheizen. Also ging ich mir die Stadt und das zugefrorene Schwarze Meer anschauen welches heute auch nicht anders aussah als gestern.
Als ich nach Hause kam, spazierte ich rund 1,5 Stunden durch den Supermarkt vor welchem ich parkte und verließ ihn mit einer Rechnung von ca. 8 Euro. Ich kaufte Dinge, die man auch ohne Gas kochen kann. Sprich, Produkte welche man nur mit heißem Wasser übergießen muss wie Instand Kartoffelpüree und Chinanudeln. Eigentlich waren meine Schränke noch recht gut gefüllt, aber im Gegensatz zu meinem Wagen war der Supermarkt beheizt und mir war es peinlich nach einer so langen Aufwärmphase überhaupt gar nichts zu kaufen. Außerdem hatte ich kein Gas, und wenn ich mich längere Zeit von Instand-Futter ernähren würde müssen, dann könnte es knapp werden. Zurück am Wagen verkrümelte ich mich recht früh unter die wärmende Bettdecke.
Am Morgen des 2. Februars verfeuerte ich alle Brennholzreserven. Meine Starterbatterien hatte ich ausgebaut und über Nacht geladen. Schnell heizte sich mein Wagen auf wohlige 26 Grad auf. Als alles Holz heruntergebrannt war schaufelte ich die Glut in einen kleinen Metalleimer, welchen ich in kalten Trockenperioden dazu nutze die Asche aus meiner Ascheschale vollständig erkalten zu lassen bevor ich sie in die Natur kippe.
Diesen Eimer stellte ich unter die Ölwanne

und baute meine Batterien wieder ein. Pünktlich zur Tagesmitte, zur "wärmsten" Zeit des Tages, startete ich den Motor. Nein, ich drehte am Zündschlüssel, den Motor zu starten war mir leider nicht möglich. Nach einigem Orgeln war die Batteriekapazität wieder erschöpft, und mir wurde klar dass mein Aufenthalt in Kerch wohl etwas länger als gewollt werden würde. Fluchend baute ich die Batterien wieder aus, stellte sie in den noch wohl temperierten Wagen und begab mich, mehr oder weniger panisch, auf Brennholzsuche. Klar findet sich ein Stöckchen, klar finden sich auch zwei. Aber was bitte nützen mir diese Streichhölzer bei sibirischen Außentemperaturen? Paletten zu klauen gab es auch keine mehr und den Bauzaun zu Brennholz zu verarbeiten …. na, das ist dann vielleicht doch ein bisschen dreist. Auf den nahen Gütergleisen sind Wagons abgestellt. Ihre Ladung: Steinkohle! Raufklettern, Rucksack voll machen abhauen. Alle Probleme wären gelöst. Aber nein, ich bin kein Dieb! Zwei zerbrochene Einwegpaletten über einen Bauzaun heben ist eine Sache, die Ladung eines Güterzuges zu stehlen ist eine Andere. Bevor ich erfriere, komme ich in der Nacht zurück. Aber nur im Notfall.
Auf der weit entfernten Fabrikbrache werde ich fündig. Einige dicke Bäume wurden in einer Höhe gefällt, dass mir die verbleibenden Stumpfen mehrere Nächte Wärme spenden würden. Ich holte die Kettensäge und sägte die Stumpfen in transportable Größe.
Nach Einbruch der Dunkelheit war ich insgesamt vier Mal hin und hergelaufen und auf meiner Fußmatte stapelte sich das Brennholz.

Ich finde es erstaunlich was man auf einem ukrainischen Supermarktparkplatz alles machen kann ohne Ärger zu bekommen. Kettensägen, Feuer machen, Stromgenerator knattern lassen, Holz hacken, wohnen.
Das Holz war morsch, feucht und von schlechter Qualität. Dennoch verbrachte ich die Nacht im Warmen. Gegen Mittag des 3. Februar startete ich noch einmal den Generator. Zwar hatte ich die Batterien in der Nacht geladen, doch ich wollte ihre Spannung kurz vor dem Starten noch einmal auf ein Maximum hoch puschen. Das Eimerchen mit viel Glut kam wieder unter die Ölwanne und dann, dann startete mein Motor. Etwas widerwillig, aber er sprang an. Er stotterte, lief unruhig, aber nach einigen Minuten beruhigte er sich. Er nahm Gas an, die Abgase wurden transparent und der Lauf ruhig wie gewohnt.
Ich fuhr zurück Richtung Fedosia, den Weg den ich gekommen war. In Fedosia würde ich die bekannte Route verlassen und Simferopol entgegensteuern. Zu meiner Freude war die Hauptstrasse meist geräumt.
Irgendwo verfranste ich mich. Plötzlich hatte ich das Meer auf der rechten Seite. Rechts gehört es aber nicht hin, es gehört nach links! Außerdem war ich hier auf dem Hinweg nicht vorbeigekommen. Ein Strand, ein kilometerlanger, weiß verschneiter Strand. Kaum wahrnehmbar ging das Weiß des Strandes in das Weiß der verschneiten Eisfläche über. Ich hielt an und testete die Tragfähigkeit.

Ihr könnt Jesus zu mir sagen. Auch ich kann über das Wasser gehen. Ich hüpfte und sprang. Das Eis trägt! Da knarrt nix, da knirscht nix! Eine feste Eisfläche, tragfähig und Verhältnis mäßig eben. Schon gestern hatte mir eine Frau erzählt, dass die Fähre nach Russland ihren Betrieb eingestellt habe. Zu viel Eis, festgefroren sei sie. Fähre! Grenze! Russland! Wer braucht eine Fähre? Hier kann ich mit der Karre bis an den Strand fahren. Der Übergang zum Eis ist fast ebenerdig. Kein Problem für mein Wägelchen. Wenn kein Eisbrecher eine Schifffahrtlinie zwischen der Ukraine und Russland offen hält, dann kann ich hier auf das Eis fahren und in Russland suche ich mir einen ebenerdigen Strand der mich wieder ans Festland bringt. Keine Grenze, kein Visa, kein Theater. Einfach rein! Was bliebe wäre das Problem vor dem mich der freundliche Grenzbeamte gewarnt hat.
Dennoch, hätte ich eine zweite Person, so dass wir uns gegenseitig sichern könnten, ich würde es versuchen. Zu Fuß, nur für eine Nacht in Russland. Einfach nur um sagen zu können: "Ich habe es getan!" Ich würde in Russland ein beheiztes Hotel nehmen. Draußen schlafen bei den Temperaturen; Nein! Aber rüber laufen, eine geile Idee. Alleine traue ich mich aber nicht. Wenn ich einbreche ist das mein Tod und ich mag mein Leben. Zu zweit, gesichert mit einem Seil, zu zweit wäre immer noch einer da um mir zu helfen.
Ich bin nicht zu zweit, ich bin alleine. Also frage ich in einem kleinen Geschäft nach dem Weg. "Privjet … Simferopol?" Der Arm der Gefragten deutet geradeaus und dann irgendwie nach links. Also bin ich wohl richtig. "Splacibo … packa". Ich fahre weiter. Schon bald sichte ich ein Hinweisschild das mich nach Links führt. Ich biege ab. Eine hervorragend geräumte Strasse:

Im Grunde war die Strasse ok. Es handelte sich um eine Schneeverwehung von grob geschätzt 500 Metern. Ich besichtigte den Streckenabschnitt zu Fuß. 500 Meter; da werde ich wohl durch müssen. Ich nahm Anlauf und steuerte meinen Wagen mit knapp 25 km/h in den Schnee. Ich kam ca. 50 Meter weit. Dann brach der Wagen aus und rutschte Richtung Strassengraben.
Verängstigt trat ich auf die Kupplung und noch bevor ich die Bremse überhaupt angesehen hatte steckte mein Wagen in den Schneemassen fest. Vorwärtsgang - Rückwertsgang. Mein Wohnmobil bewegte sich keinen Zentimeter. Glücklicherweise ließ sich der Schnee leicht schaufeln und schon bald konnte ich meine Fahrt fortsetzen. Etwa 5 Meter weit! Dann schaufelte ich erneut.
Für die nächsten 100 Meter benötigte ich rund 90 Minuten. Ich musste unwillkürlich an Jens und seine Simson Duo denken.
Dann kam große und PS starke Hilfe von vorne. Ein Monsterbagger bahnte sich seinen Weg durch die Schneemassen und beförderte mit seiner Schaufel den Schnee an die Seite. Fünf Meter vor mir stoppte das Vehikel. Der Fahrer fuhr einige Male hin und her und räumte die Fläche vor mir weiträumig. Dann stieg er breit grinsend aus, suggerierte mir mein kleines Schäufelchen endlich wegzupacken und befestigte ein schweres Stahlseil an seiner Schaufel. Ich befestigte die andere Seite des Seils an meiner Abschleppöse und Sekunden später befanden sich meine Räder auf Asphalt.
So schnell war es beendet. Mein kleines "festgefahren im Schnee Abenteuer." Leider habe ich kein Bild von dem Bagger, es ging alles so schnell. Aber einen Blick aus meiner Windschutzscheibe möchte ich euch noch werfen lassen.

Im Grunde total idiotisch da überhaupt rein zufahren oder nicht? Ich wollte es halt ausprobieren und hatte genug Nahrung dabei um notfalls auf besseres Wetter warten zu können. Brennholz wuchs ja mehr als ausreichend am Wegesrand.
Schnell erreichte ich wieder die Hauptstrasse die ich schon auf dem Hinweg befahren hatte. Ich stoppte an einer Tankstelle. Meine Dieselvorräte neigen sich dem Ende und Gas brauche ich auch. "Njet, Njet!" Kommt mir der Tankstelleninhaber entgegengelaufen als ich vor der Dieselsäule parke. Diesel ist anscheinend ausverkauft! Auch meine Gasflasche kann er nicht befüllen, lässt er mich wissen.
Auf meinem weiteren Weg stoppte ich bei sage und schreibe 6 verschiedenen Tankstellen. Keine Einzige davon hatte Diesel auf Lager und keine Einzige war in der Lage meine Gasflaschen zu befüllen. Erst in Fedosia gelang es mir Diesel zu erwerben. Diesel, aber Gas zum Kochen konnte mir auch diese Tankstelle nicht verkaufen. Wenige Kilometer weiter erreichte ich ein Stauende. Nachdem rund 20 Minuten nichts passierte tat ich das was alle taten. Ich verriegelte den Wagen und ging einmal zu Fuß schauen. Ich kehrte dort um wo alle umkehrten. Nämlich an der kleinen Kurve. Um sie hatte ich geblickt und gesehen, dass der Stau noch kilometerlang war. Ich startete den Wagen, scherte auf die Gegenfahrbahn aus, fuhr an dem Stau vorbei und wendete nach einigen hundert Metern. In einem schmalen Feldweg schlug ich mein Nachtlager auf.

Im Grunde hätte ich meinen Garten erkunden können. Aber ich hatte es eilig. Ich wollte nach Simferopol; zum russischen Konsulat. Nachschauen was mich so ein Visa kostet und ob es überhaupt möglich ist an ein solches zu gelangen. Also versuchte ich meinen Wagen zu starten der natürlich nicht ansprang. Feuerchen, Generator - ich weiß ja schon wie es geht und dann sprang er auch an.
Ich fuhr über vereisten Strassen. Eispickel ließen die im Grunde tadellose Strasse die Beschaffenheit eines Wellblechdaches annehmen.

Keine Tankstelle konnte mir Gas für meine Kochstelle verkaufen. Ich durchquerte ein riesiges Waldgebiet. Verschneite Baumkronen, verschneite Wanderwege. Ich vergaß meine Eile und hielt nach einem Parkplatz Ausschau. Doch überall wo man unter normalen Verhältnissen hätte parken können befanden sich jetzt Schneehaufen. Stichwege, die in den Wald hineinführten, waren so hoch verschneit, dass ein Befahren sicherlich ähnlich geendet hätte wie mein gestriges Schneeabenteuer. Also stoppte ich nur kurz mit Warnblinkanlage um meine Brennholzreserven aufzufüllen. Viel Holz nahm ich nicht mit. Zu schlecht war mein Parkplatz. Ich war zu sehr in Eile um größere Mengen einlagern zu können. Dann erreichte ich Simferopol. Linksseitig ein riesiger Baumarkt. Ich ging hinein. Vielleicht würde ich dort ja neues Gas erwerben können. Aber nein! Dafür stand hinter dem Kassenbereich ein Polizeibeamter. Ich wurde natürlich prompt nach meinen Ausweispapieren gefragt die ich natürlich nicht dabei hatte. Die führen Ausweiskontrollen noch innerhalb des Baumarktes durch. Wenn das mein Baumarkt wäre, ich würde denen Hausverbot erteilen. In meinem Baumarkt würde die Polizei nicht meine Kunden belästigen. "Passport Maschina!" "Maschina were?" fragte der Uniformierte. Na wo wohl? Draußen auf dem Parkplatz natürlich. Der Polizist folgte mir und kontrollierte meinen Pass mit dem fehlenden Einreisestempel. Fehlende Einreisestempel scheinen in Ordnung zu sein, denn nach 5 Minuten wünschte mir der Polizist eine gute Fahrt. Abermals 10 Minuten später parkte ich mein Wohnmobil in einer Seitenstrasse, mitten im Stadtzentrum von Simferopol.
Ich ging die Stadt auf und ab, Scheki will ja auch zu seinem Recht kommen. Aber nichts hatte sich verändert.

Am nächsten Tag brach ich auf, das Russische Konsulat zu suchen. Die Beantragung eines russischen Visa in der Ukraine beginnt wohl damit die russische Botschaft aufzusuchen. Ich ging recht planlos vor. Erst einmal ins Stadtzentrum. Ein wenig auf und ablaufen und nachschauen ob man daran vorbeikommt. Dem war nicht so.
Ich fragte einige Leute nach der russischen Botschaft. Doch niemand konnte mir helfen. Leider ist so ein Wintertag nicht sonderlich lang, so dass ich mit Einbruch der Dunkelheit unverrichteter Dinge nach Hause zurück kehrte.
Am nächsten Tag glaubte ich schlauer zu sein. Ich trug meinen Laptop mit in die Stadt. Und siehe da … Google maps glaubte zu wissen wo sich das russische Konsulat in Simferopol befindet. Leider irrte sich Google. Ich fand das Konsulat weder anhand der Karte noch konnte mir jemand weiterhelfen dem ich auf meinem Computerbildschirm den Straßennamen zeigte.
Dafür informierte mich mein Computer über etwas anderes, das mich die Konsulatsuche vorübergehend vergessen ließ. Denn am nächsten Tag …

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Ja, am nächsten Tag bekam ich Besuch. 2 Couchsurfer. Ein Franzose und ein Deutscher. Die Zwei haben sich während eines Erasmus Jahres in der Türkei kennen gelernt und waren jetzt 2 Wochen lang gemeinsam auf Osteuropa Tour. Um viertel nach 12 des 7. Februars hab ich die Beiden vom Bahnhof abgeholt. Dann waren wir erst Rucksäcke wegbringen und danach waren wir im Supermarkt was zu essen kaufen. Gegessen haben wir dann im Wagen, war ein bisschen kalt, ich musste Brennholz sparen. Hinterher ging es noch mal durch die Stadt, und dann, dann war er auch schon da, der feucht - fröhliche Abend.

Gegen 10 Uhr hat dann ein Anwohner geklopft. Mein Kamin hat wohl in sein Schlafzimmer geraucht und der Kerl hat uns gebeten ein paar Meter vor zu fahren. Ich wollte es tun, aber ihr könnt es euch denken: Mein Wagen sprang nicht an. Also haben wir uns den Arsch abgefroren, man ist ja freundlich zu der einheimischen Bevölkerung. Blöde Idee von mir da überhaupt zu parken. Eigentlich wollte ich ja nur mal eben .... Am Mittag des nächsten Tages waren meine Couchsurfer fertig mit Simferopol gucken. Sie hatten ein paar Fotos gemacht und zogen weiter nach Jalta. Ich beschäftigte mich damit mein Auto zu starten. Das alte Spiel, Batterien laden, Feuer unter der Ölwanne ... Na ja, irgendwann sprang er dann an.
In einem Außenbezirk, so ungefähr 6 oder 7 Kilometer vom eigentlichen Stadtzentrum parkte ich mein Vehicle. Der Tag war vorbei! Am nächsten Tag fand ich dann das russische Konsulat. Leider erst gegen 15 Uhr und die Geschäftszeiten waren nur bis 12 Uhr 30. Pech gehabt, aber morgen - dachte ich mir.
Da 12 Uhr 30 für mich eine nahezu unmenschliche Zeit ist, wer steht schon freiwillig so früh auf, beschloss ich die Nacht vor meinem PC zu verbringen. Pünktlich um 9 des nächsten Tages stand ich vor dem Konsulat und klingelte. Doch es geschah nichts. Ein freundlicher Polizist klärte mich darüber auf, dass das Konsulat Samstags geschlossen habe. Scheiße! Also war warten angesagt. Nachdem mich der Nachmittag des gestrigen Tages mit Tauwetter verwöhnte und ich während eines Stadtbummels ein Second-hand Geschäft aufsuchen musste um mich in dessen Umkleidekabine meiner langen Unterhose zu entledigen, waren die Temperaturen über Nacht wieder gefallen, es war bitterkalt und ich saß mehr vor dem PC, als dass ich etwas anderes getan hätte. Am Montag, dem Tag wo ich zum Konsulat wollte schlief ich irgendwann so gegen 5 am Morgen vor meinem Rechner ein und erwachte gegen 14 Uhr. Tag vorbei: Noch einmal warten! Montagabend ging ich dann früh zu Bett um zeitig aufstehen zu können. Aber ich konnte nicht einschlafen. Somit schaffte ich es auch am Dienstag nicht zum Konsulat. Aber am Mittwoch, am Mittwoch habe ich es hinbekommen.

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Habt ihr es gehört? Der Konsulatsmitarbeiter konnte ja deutsch. Ein Visa muss ich in Berlin oder München beantragen. Ich habe ja keine Ukrainische Wohnkarte und ohne ukrainische Wohnkarte kein Visa an einem russischen Konsulat in der Ukraine. Ich war stocksauer und schrieb eine E-Mail an die russische Botschaft in Berlin.
Rückwirkend betrachtet, vielleicht nicht unbedingt die geschickteste Wortwahl. Bis heute hielt es niemand für notwendig mir zu antworten.
Dann schaute ich lange auf die Landkarte und recherchierte ein wenig im Netz. Für Weißrussland brauch ich auch so einen dummen Zettel. Auch diesen Zettel soll es nur in Deutschland geben. Ich komm nicht weiter, und trotz verstärktem Nachdenken weiß ich immer noch nicht was ich tun soll.
Anstatt wenigstens irgendetwas zu tun, flüchtete ich mich vor meinen PC. Meine Tierheimreportage war ja vollständig veröffentlicht und ich hatte mir damals vorgenommen ein bisschen Werbung für den kleinen Verein zu machen. Das tat ich, wo immer es mir möglich war. Ganz schön viel Arbeit! Ich registrierte mich in über 40 Hunde- und Tierschutzforen. In den Meisten wurde mein Beitrag gelöscht oder erst gar nicht veröffentlicht.
Ganze 3 Beiträge blieben von meiner Arbeit übrig. Ganze drei Beiträge welche nicht gelöscht, verschoben oder kaputt moderiert wurden.
Ich glaube nicht an Gott, aber ich hoffe es gibt ihn und er wird richten. Alles in Allem hat meine kleine Aktion dennoch weit über 1000 Menschen auf den Tierheimbericht aufmerksam gemacht. Anscheinend habe ich sogar etwas erreicht, denn in meinem E-Mail Postfach ist eine Nachricht von Corinna, der Chefin. Ich hatte sie als erstes auf meinen Beitrag aufmerksam gemacht und ihr gesagt ich wolle ein bisschen Werbung machen. Jetzt schrieb sie mir, sie habe zwar keine Ahnung was ich tue, aber sie wolle sich ganz herzlich dafür bedanken.
Ansonsten waren die Tage recht eintönig. Großartiges Entdecken der Gegend oder andere Abenteuer gab es nicht. Eher mehr nur die tägliche, gleiche Hunderunde vorbei an einem kleinen See und auf dem Rückweg noch Brennholz im Stadtpark sammeln.

Ich weiß nicht wie es weitergehen soll, ich weiß nicht wohin. Aber irgendwo hin muss ich. Mein Gas ist immer noch alle, ich bin schon fast zum Knoblauchbaguette geworden. (Gibt es hier für 40 Cent das Stück, ich esse täglich 2. Lecker aber eintönig.) Ich brauch Gas und neues Brennholz. Morgen geht es weiter, in irgendeine Richtung. Ich werde schauen von wo der Wind weht.

Ohne jegliche Komplikationen startete am 21. Februar 2012 mein Fahrzeug. Ich war es gar nicht mehr gewöhnt, und um ehrlich zu sein hatte ich so meine Zweifel ob die geschundenen Starterbatterien das Fahrzeug jemals wieder unproblematisch starten würden. Aber mit dem Ende der sibirischen Außentemperaturen endeten auch meine Startschwierigkeiten. Ein kurzer Dreh am Zündschlüssel und der Motor brummte wie gewohnt.

Weiter geht es mit einer Wohnmobil Panne.

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Bild: Danke
Bei dem User "mitleser" für das hinzufügen meiner Reiseberichte in die sehr ausführliche Linkliste über Fahrzeugreisende in der Allrad-LKW_Gemeinschaft.



Kleine Häuser auf Rädern, auf dem Wasser und in Bäumen.



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