Simferopol Ukraine - Wohnmobil Reisebericht

Einen hübschen Parkplatz fand ich vor dem Stadtpark Simferopol. Auch hier gab es eine Gedenkstätte mit Gasfeuer und auch hier ließ sich umgerechnet weit über 1,5 Euro aus den Flammen sammeln.
„Die Krim hat angenehmes Winterklima. Subtropisch, mit Palmen und so. Selbst im Winter ist es da selten kälter als 10 Grad.“
Ich dachte an diese Worte meines Graffiti sprühenden Freundes aus Odessa während ich auf der Suche nach dem Stadtzentrum durch Simferopol schlenderte.

Wahrscheinlich meinte mein Freund -10 Grad. Ich fand alles, nur das Stadtzentrum fand ich nicht. Dafür fand ich einen riesigen Markt. Menschen schlenderten durch die Kälte und tätigten ihre Einkäufe. Es herrschte Hochbetrieb. Von der stillen Besinnlichkeit des ersten Weihnachtsfeiertages bemerkte ich nichts. Kein Wunder wie ich mir später erklären ließ. Hier in der Ukraine wird Weihnachten nicht am 24. Dezember, sondern am 7. Januar gefeiert. Verstehen muss man das jetzt nicht, nur akzeptieren.
Auch am 2. Weihnachtsfeiertag, also dem deutschen zweiten Weihnachtsfeiertag, fand ich das Stadtzentrum nicht ohne weiteres. Dafür schlenderte ich durch den riesigen, weiß verschneiten, Park vor dem ich parkte. Dort fand ich so etwas wie den Prater in Wien, nur in kleiner, und um diese Jahreszeit geschlossen. Ich besichtigte den Bahnhof und einige Randbezirke und mit Einbruch der Dämmerung fand ich es, das Stadtzentrum Simferopols. Eine rund einen Kilometer lange verkehrsfreie Strasse von welcher 4 weitere, allerdings entschieden kürzere autofreie Straßen abgingen. Ich schlenderte auf und ab, dann brachte ich Scheki nach Hause, holte meinen Laptop und begab mich in eine der unzähligen mit W Lan beschrifteten Gaststätten.
Ich entschied mich für eine Kellerbar. Eine hübsche Skulptur die ein Motorrad darstellte zierte den Eingang des Ladens mit dem Namen Rout66. Laute Rock Musik drang aus dem Establishment. Ein Schild suggerierte: W Lan.
Ich setzet mich an einen Tisch mit Steckdose, stöpselte meine Computer ein, und bestellte ein Bier. Das Bier kam, die Verbindung zum Internet nicht. Zwar fand mein Rechner ein unverschlüsseltes Netz, jedoch gelangte ich auf eine Log-In Seite. Der Kellner sprach englisch und half mir. Dort müsse ich meine Zugangsdaten eingeben erklärte er mir. Die könne man mit seiner Kreditkarte im gesamten Stadtgebiet an Automaten kaufen. „City Pay!“ Ein anderes Netz gäbe es hier nicht. Dafür hatte ich ein Bier gekauft. Langsam trank ich das Gesöff und ließ den Rechner noch ein wenig am Stromnetz angeschlossen. Dann zog ich in die nächste Kneipe weiter. Diesmal war ich schlauer. Ich betrat den Laden, stellte mich in den Türrahmen, klappte den Rechner auf und drückte auf Netzsuche. Dann ging ich wieder. Dieses Spiel wiederholte ich in mindestens 7 oder 8 Gaststätten. Hier scheint es üblich zu sein, dass eine Gaststätte die mit W Lan wirbt, nicht wirklich ein eigenes W Lan anbietet, sondern in ihrem Inneren lediglich ein öffentlicher Hotspot empfangen werden kann den es ohnehin überall gibt.
Schließlich fand ich einen Laden namens „koffe“ er hatte tatsächlich kostenloses Internet. Kostenlos ist gut, als ich meine 2 Bier bezahlen wollte und die Kellnerin 64 Grifna zu mir sagte fiel ich fast in Ohnmacht. Für 64 Grifna hätte ich in meinem Internetladen in Odessa nicht 2, sondern 6 Bier bekommen und hätte noch 4 Grifna Trinkgeld geben können.
Auch am 27. und 28. Dezember schlenderte ich durch die Stadt. Ich beobachtete einen Einheimischen welcher mich, ohne es zu wissen leerte wo ich neues Wasser herbekomme, beobachtete einen Taucher mit Schwimmreifen welcher trotz Kälte in einem hässlichen kanalartig angelegten Flüsschen abtauchen wollte, schlenderte über Märkte und traf keine Menschenseele mit der ich mich hätte anfreunden können.

Am 29. zog ich weiter. Langsam änderte sich das Landschaftsbild. Umgepflügte Felder wichen hübschen Bergen. Serpentinenreich schlängelte sich die tadellose Landstrasse durch die Landschaft. Die Luft war diesig, immer wieder setzten leichte Nieselschauer ein. Nach knapp 3 Stunden Fahrt erreichte ich Sevastopol.

Weiter geht es in Sevastopol.

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Bild: Danke
Bei meinem Freund Felix der mich ein Stück weit in Kroatien begleitete. Nicht nur für die tolle Zeit die wir hatten, sondern auch für die Verlinkung meiner Reiseberichte von seiner Seite. Der ist auch immer noch unterwegs der Junge.



Kleine Häuser auf Rädern, auf dem Wasser und in Bäumen.



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